ForumSUSE Linux 10.0 OSS – Installationsproblem
Andreas Berghofer – Mittwoch, 22. März 2006 10:07 Uhr

Hallo zusammen,

ich wollte gestern bei mir SUSE Linux 10.0 OSS installieren. In dem Begleitheft stand etwas von Schnellinstallation. Der Rechner lief aber über 7 Stunden für den ersten Teil der Installation. (Prima)
Danach kam mein Problem. Laut Anleitung sollte der Rechner einen Neustart vollziehen – was er auch tat – um danach noch folgende Punkte abzuarbeiten: Root Passwort, grafische Oberfläche etc. Ich habe beim Wiederhochfahren “booten von der Festplatte” gewählt (ich hoffe das war richtig – keine näheren Angaben in der Anleitung.) Das dauerte dann auch ewig bis wieder die Installtionsübersicht erschien. Und dann …
blieb der der Rechner ewig (nach 2 Stunden habe ich abgebrochen) bei der Einstellung “Installation durchführen” – “Initialisierung” stehen.
Vielleicht könnt Ihr mir einen Tipp geben was ich falsch gemacht habe.
Danke im voraus. Andreas

2 Antworten
Benjamin Quest – Mittwoch, 22. März 2006 10:33 Uhr

Hm, DVD prüfen (md5 Summe korrekt, Kratzer), einen memtest machen (evtl. ist Dein RAM der Schuldige), die Festplatte prüfen und evtl. wenn möglich ein anderes DVD Laufwerk nehmen (so im Rechner zwei sind). Ein Ruckeln an den IDE Kabeln hat bei manchen Desktoprechnern auch schon geholfen. Klingt alles verdächtig nach kaputtem Medium oder kaputter Hardware.

Dieter Drewanz – Mittwoch, 22. März 2006 21:10 Uhr

Aus welcher Quelle stammt das Suse Linux 10.0? Heft/Buch CD oder als Torrent heruntergeladen? CD oder DVD Medium?

DVD sind empfindlicher als CDs. Bei mir waren einmal so unguenstig Staubfussel drauf, so dass es auch lange gedauert hatte. Am Bilschirm hatte ich zufaellig gesehen, dass etwas “skipped” wurde. Mit Knoppix konnte ich das im Logfile nachlesen. Das mehrfache Lesen und die Fehlerkorrekturversuche hatten furchtbar gebremst.
Bei einem anderen Computer waren es Staupfussel auf der Linse. Bei dem Medium waren grad “hell/dunkel” der bits vom Kontrast geringfuegig schlechter. Da war es aehhnlich.
Bei meinem Zweitcomputer war es das Combo DVD Laufwerk, das so langsam vor sich hin starb. Die Zeiten beim Lesen wurde auch im Normalen Betrieb immer laenger und etwa 6 Wochen spaeter war es ganz ausgefallen – blockierte den IDE Bus, wenn ein Medium eingelegt wurde und dann stand das System. Bei einem Kollegen hatte ein Defekt der Festplatte zum aehnlichen Symptom gefuehrt.

Eine DVD von mir hatte den seltenen Fehler, dass zwei bits so gepurzelt waren, dass die Checksummen ok waren. Wie findet man sowas heraus? Nur per Zufall. Denn wer kommt denn schon auf die Idee alles mit clspy (unter win) zu vergleichen. D.h. ne zweite Quelle auf HD zu werfen und dann alles gleiche auf der HD zu eliminieren. nur um zu sehen, ob beide gleich sind?

Ich habe kuerzlich 10.0 und 10.1 beta 8 als torrent heruntergeladen (starte jetzt regelmaessig azureus, damit andere von mir Uploaden koennen). In Details wird mir angezeigt, dass es auch mal einen Hashfehler, ausser verworfene Pakete gab und bin daher auch nicht ganz sicher, ob die iso Dateien doch fehlerfrei sind. Ich werde es erst mal versuchen auf die externe USB Festplatte zu installieren.

Die Installation geht schneller, wenn man einige Paketgruppen abwaehlt, die man spaeter mit Software nachinstallieren auf den Rechner bringt. Auch das durchlaufen der Scripte dauerte wirklich lange. So habe ich es mit Suse 9er auf meinem altem 300MHz Rechner gemacht. Daher auch die Frage auf was fuer einem Rechner Du das Linux installieren willst?

Booten von der Festplatte ist richtig, wenn bei einem der Schritte vorher breits abgefragt wurde, ob “grub” oder “lilo” eingerichtet werden soll (Ansonsten “Installiertes System von der Festplatte starten”).

Folgenden einfachen Versuch kannst Du mit Knoppix machen:
a) Knoppix starten von CD/DVD. Wenn das Laufwerk nicht richtig geht, meusste es oft haengenbleiben.
b) Mit dem cheatcode “knoppix tohd=/dev/hda2” kopiert dieser das Image auf die Festplatte als eine Datei mit dem Namen knoppix.img. Dann beim naechstenmal Starten mit “knoppix fromhd=/dev/hda2”. Die CD kann dann entnommen werden. Mit einer geeigneten Musik CD/DVD muesste es oft haengenbleiben, wenn Laufwerk und HD Probleme macht.

Ist doch etwas viel geworden – hoffe es ist etwas verwertbares vorhanden.