ForumWelcher AccessPoint eignet sich für Linux
martin baumgartner – Mittwoch, 18. Januar 2006 19:08 Uhr

Hallo,
ich möchte zuhause eine kleines Netzwerk mit WLan einricht.
Habe gestern Suse Linux 9.2 von einem Bekannten bekommen. Natürlich gleich auf einem ausgedienten Rechner installiert. Soweite alles in Ordnung.
Ich wollte jetzt von euch wissen, welchen Access Point ihr empfehlen könnt, damit ich meine WLan mit Linux fertig machen kann.
Normal ist ja das dann nicht mehr so schwer. Ich komme vom DSL Modem zum “Server” und von da aus geht es über den Access Point zu den verschiedenen Geräten. Kann ich dann eigentlich auch noch per Kabel weitergehen?
Ok, sind viele Fragen. Hoffe ihr könnt mir bei meinem Problem weiterhelfen. Danke!

mfg

Martin Baumgartner

2 Antworten
Bodo von der Heiden – Mittwoch, 18. Januar 2006 20:28 Uhr

Hi!

Also fangen wir mal an…
…der AP dürfte (soweit ich weiß) egal sein. Wichtiger ist die WLan-Karte in deinem PC. Da kann ich dir aber leider keine Empfehlungen geben, ich habe meine aber nach längerem ausprobieren mit dem ndiswrapper zum Laufen bekommen.

Die meisten aktuellen AP’s haben meines Wissens zusätzlich zum WLan noch 4 (oder mehr) Netzwerkanschlüsse. An diese kannst du dann auch noch verschiedene andere PC’s anschließen.

So nun noch ne Frage von mir, warum benutzt du nicht das aktuelle Suse 10.0?? Nur so, ich würde immer die aktuelle Disktributions-Version nehmen. Damit ist vermutlich auch die Unterstützung neuerer WLan-Karten besser.

MfG
Bodo

Jan Kandziora – Mittwoch, 18. Januar 2006 21:33 Uhr

Du solltest vor allem darauf achten, dass der AP die WPA-Verschlüsselung beherrscht, statt nur WEP. Außerdem ist 108MBaud overkill, für die passenden Karten auf der Gegenseite gibt es noch keine brauchbaren Linux-Treiber (ndiswrapper könnte evtl. funktionieren).

Wenn du einen AP suchst, der selbst unter Linux läuft, an dem man später also “leicht” selbst herumbasteln kann, solltest du eines der …L-Modelle von Linksys nehmen.

Jan

Ulf B. – Mittwoch, 18. Januar 2006 21:53 Uhr

Hi,

alternativ kann man auch viele Router zu einem AP umkonfigurieren. So kann man z.B. die AVM Fritz!Box (FON) WLAN oder ein ASUS WL-500G Deluxe entsprechend konfigurieren. Da der ASUS neben den 4-port Switch einen WAN (als AP wird dieser der 5-te LAN Anschluß) und einem WLAN Anschluß sogar zwie USB-Hosts hat, kann man Ihn gleichzeitig auch Prima als Printserver (mit einem Drucker), FTP-Laufwerk (mit einem USB-Speicher) oder WEB-Cam Server (mit einer USB-Webcam) verwenden.

Da beide unter Linux laufen gibt es auch die Möglichkeit selber einzugreifen und das dort laufende Linux zu modifizieren. So gibt es z.B. für viele Router das OpenWRT Projekt, welches das Hersteller BS gegen ein auf Debian basiertes austauscht. Dort hat man dann (fast) alle Freiheiten. Ich habe mal ein paar Infos dazu auf unser LUG-VS Wiki [1] zusammengefaßt.

Ciao
Ulf

[1] http://lug-vs.endlose-rekursion.de/index.php/Hardware#Router_mit_Linux

martin baumgartner – Donnerstag, 19. Januar 2006 13:24 Uhr

Danke für die schnellen Antworten.
Auf Linux bin noch der total Anfänger. Hab das erste Mal Linux auf meinem Rechner laufen. Bis jetzt hat alles super geklappt.
Wenn ich alles zum laufen gebracht habe und ich ein kleines bisschen Erfahrung habe werde ich mir die aktuelle Distr. zulegen.
Dann hab ich noch ne Frage zum DSL Anschluss. Kann ich bei meinem vorhanden DSL Router (T-Sinus 154 DSL Basic 3) die Routerfunktion deaktivieren, so das er “nur” noch als Modem Arbeitet. Oder brauch ich ein extra DSL Modem. Mir gehtes vor allem um die max Verbindugnen. Mit DSL-Router schaff ich höchsten 100 oder 150.
Ich hoffe ihr helft mir auch weiterhin bei meinem Linux Einstig.

mfg

martin

man-draker – Donnerstag, 19. Januar 2006 16:14 Uhr

Dem Handbuch [1] nach: Nein.

>
Dementsprechend wohl ja.

Ägyptien? Was für Verbindungen und warum meinst du, würde es durch ein DSL-Modem besser werden?

[1] http://www.telekom.de/dtag/downloads/t/T-Sinus154DSLbasic_bedanl.pdf

martin baumgartner – Donnerstag, 19. Januar 2006 18:36 Uhr

Wenn ich mit Emule im Netz war, konnt ich nicht gleichzeitig surfen und saugen. Dann hab ich mich schlau gemacht und es wurde mir gesagt, dass der Router nur max 100 bis 150 Verbindungen schafft. Oder bin hier auf dem Holzweg.
Naja, werds mal mit dem Router probieren, nachdem mir heute ein Arbeitskollege dies auch nahe gelegt hat, zwecks Hardware Firewall (soll besser sein als die Softwarelösung mit Linuxserver)
Jetzt brauch ich nur noch nen AP der zwei LAN Anschlüsse hat. Da ich einen PC per Kabel an den Server anstecken möchte. Oder ich steck noch ein Switch dazwischen.

mfg

martin

Jan Kandziora – Donnerstag, 19. Januar 2006 22:33 Uhr

der Router nur max 100 bis 150 Verbindungen schafft. Oder bin hier auf dem Holzweg.

Ja, das ist der Holzweg, denn so kann man das nicht messen. Ein Router leitet nur Pakete weiter, keine Verbindungen — letzteres tut nur ein Proxy-Server.

Am sinnvollsten kann man den Durchsatz eines Routers in Paketen angeben, da bei der Verarbeitung der einzelnen Paketheader der größte Aufwand entsteht. Die pro Paket übermittelte Datenmenge ist für einen Router nicht so entscheidend, da das im Vergleich zur Headerverarbeitung die CPU des Routers nicht belastet.

Dass du nicht “gleichzeitig surfen und saugen” konntest, liegt einfach daran, dass du auf deinem Router oder Rechner kein Traffic-Shaping eingestellt hast. Stell dir vor, du hast 100 große “Saug-“pakete (ausgehender Traffic), und nur 1 einziges “Surf-“Paket. Das Surf-Paket steht nun aber ganz hinten in der Schlange und muss warten. Warten. Warten. Logisch, dass da surfen keinen Spass macht. Die meisten P2P-Programme bieten schon von sich aus an, den Upload zu begrenzen. Ansonsten muss man halt Traffic Shaping auf dem Rechner oder Router konfigurieren.

Immer dran Denken: bei ADSL ist der Upstream normalerweise nur 1/10 des Downstream. Für P2P heißt das, das man nicht so viel verschicken kann, wie man selbst empfangen kann. Dienste mit einer verlangten Ratio von mehr als 1/10 kann man also nicht durchgehend “abgrasen”.

Jan