ForumLinux für alten PC
C__FAN – Sonntag, 15. Januar 2006 20:22 Uhr

Also ich habe daheim noch einen alten PI MMX mit 200Mhz und 32MB RAM rumstehen. Darauf möchte ich gern noch irgendwie Linux mit nem X Window System draufbringen. Welche Distribution könnt ihr mir empfehlen, oder soll ich mir selber ein Linux bauen, für den PC maßgeschneidert ? Danke für alle Antworten

5 Antworten
Rene Reichert – Sonntag, 15. Januar 2006 20:32 Uhr

Du könntest es mal mit Slax oder Damn Small Linux (DSL) probieren. Die sind schwachbrüstige PCs gedacht.

[1] http://www.slax.org
[2] http://www.damnsmalllinux.org

Philipp Vogt – Sonntag, 15. Januar 2006 21:48 Uhr

Hallo!

Auf meinem 486er-Notebook (40 MB Ram + 6 GB HD) laeuft ein Debian-Sarge. Im Gegensatz zum Vorposter bin ich nicht der Meinung, dass sich da ein DSL o.ae. rentieren wuerde, sofern Du nicht auch eine 100MB-Festplatte einsetzst. Diese Distris sind eher als Live-Linux gedacht (so wie Knoppix nur klein, damit es auf alte USB-Sticks oder Mini-CDs passt).

Meiner Meinung nach kannst Du jede aktuelle Distribution installieren. Allerdings danach solltest Du dafuer sorgen, dass alle Daemons/Programme/Prozesse, die Du nicht unbedingt brauchst beendest (und auch dafuer sorgst, dass die in Zukunft nicht wieder gestartet werden). Z.B: wenn Du kein Powermanagement benoetigst, dann starte apm nicht. D.h. Distribution installieren, danach “ps auxwf | less”, schauen was was ist (man programmname, bei Debian dpkg -S programmname und das verantwortliche Paket zu finden, dann in dselect/aptitude info zu Paket lesen, wenn nicht noetig deinstallieren).

Als X-Windowmanager wuerde ich was simples empfehlen: fvmw2, fvwm95, twm etc. KDE, Gnome o.ae. wuerde ich Dir keinesfalls empfehlen. Bei den Programmen auch eher xpdf statt kpdf usw. usf.

Die Kunst ist also eher hauptspeichersparende Programme zu benutzen (wenn Deine Festplatte mehr als 2 GB hat). Solche die Du z.B. auf DSL findest, sind halt eher festplattenplatzsparend. Dass sie dann auch hauptspeichersparend sind, ist nicht unbedingt gesagt. Aber ich wuerde mich zumindest an diesen orientieren.

Meine Erfahrung mit Debian-Sarge auf 486er-Notebook: booten mit 2.6-Kernel dauert zwar lange (Win98 ist da schon laengst da), danach geht es aber ziemlich normal. Fvwm95 greift sich z.B. gut an. Mit Firefox surfen ist eher nichts. Dillo z.B. (wird auch auf DSL verwendet) surft sich schneller. IE unter Win98 ist am Schnellsten (und im Gegensatz zu dillo komfortabler) ;-))) Dafuer laesst sich Sarge gut aktuell halten (Win98 support ist nach 7 Jahren kaum mehr vorhanden, Debian-Sarge ist so gesehen natuerlich neu ;-))

mfG

Vogge

Ecaroh – Montag, 16. Januar 2006 11:44 Uhr

Also vorweg, was Du beschrieben hast funktioniert durchaus mit Debian – das will ich nicht abstreiten. Aber mit SuSE, Mandrake oder Fedora ist das schon bei der Installation nix. Und schon gar nicht mit X als Oberflaeche. Wer will denn auf so einem Teil (abgesehen von der Konsole) ernsthaft arbeiten? Ich habe vor kurzem auch einen 200 MHZ PC mit 32 MB RAM auf Linux gebracht. Da geht Damn Small Linux noch einigermassen, alles andere ist wegen der 32 MB RAM Quaelerei. X – auch unter fvwm – braucht einfach mehr Speicher. Spaetestens wenn ich einen Browser und eine Textverarbeitung aufmache ist schluss mit lustig – dann geht die Swapperei los!

Also, Deine Empfehlungen in allen Ehren, aber sinnvoll ist das wirklich nicht. Linux ohne X geht auf dem oben beschriebenen System, keine Frage. Aber fuer den sinnvollen Betrieb unter X sollte Phillip sehen das er auf 64 MB RAM kommt. Sonst ist das einfach zaeh. Die Prozessorleistung reicht aus.

Ich habe schon viele Linux-PC’s mit alter Hardware aufgebaut, aber ein 486er Notebook!! mit 32 MB RAM ist was fuer Leidensfaehige.

Gruss, Ecaroh

Philipp Vogt – Mittwoch, 18. Januar 2006 16:36 Uhr

Hallo!

> Wer will denn auf so einem Teil (abgesehen von der Konsole) ernsthaft arbeiten?

Hehe. Frueher konnte ich recht gut drauf arbeiten. Nun gut. Fuer etwas lyx auf fvwm2 geht es alle mal. Compilen des tex-documents dauert zwar, ist aber akzeptabel. Das installieren der Pakete dauert ewig, das erstmalige compilieren der Fonts fuer tex dauert auch ewig.

Aber eigentlich benutze ich das Notebook nur noch fuer Win98+vncclient auf den Home-Server. Fuer vnc ist er schnell genug. Gesurft wird auf dem Home-Server. Und Vnc mit Fullscreen geht ueberraschend fix. Ausserdem ist das Notebook angenehm klein und leise. Keine Luefter, wenn die Festplatte nicht laeuft lautlos. Zusammengeklappt ist das Notebook so gross wie eine A4-Seite und nimmt auf der Couch nicht viel Platz weg.

Wenn ich die Kohle hab, leg ich mir mal ein Tabblet-PC zu (nix Convertibel sondern echtes Tablet). Bis dahin reicht mir das Notebook.

> Aber fuer den sinnvollen Betrieb unter X sollte Phillip sehen das er auf 64 MB RAM kommt.

Was den Vorposter betrifft: wozu er das X braucht, geht aus seiner Beschreibung nicht hervor. Wenn es nur ab und an als Configtool gestartet wird, um den Router/Gateway/Printserver zu konfigurieren, geht das allemal.

mfG

Philipp

P.S: dass Du meinen Namen falsch geschrieben hast, darueber sehe ich mal grosszuegig hinweg, bist ja ned der Erste ;)

rainer glauben – Montag, 16. Januar 2006 00:58 Uhr

Hi

auf meinem 350 MHz Schleppi laeuft Vector-Linux [1] ziemlich fix. Das ist eine
Slackware-Distri, extra fuer schmale Hardware entworfen.
Die Leute haben sich Muehe gegeben nicht fuer jede Anwendung 20 Programme
draufzupacken und dann auch eher die Ressourcen-schonenderen ausgewaehlt. Auch
sind leichte Oberflaechen, wie Fluxbox schon vorkonfiguriert, was dem
Anfaenger doch entgegenkommt denk ich.
Solltest du mal ausprobieren. Die ISO ist auch nur kanpp 400 mb gross. Es gibt
ne ganz gute Doku und ueber Slackware laesst sich das System eigentlich auch
ganz gut aktuell halten.

Obwohl Vector-Linux mit 16 MB RAM auskommen soll, wuerde ich dir allerdings
empfehlen auf 64 MB, wenn nicht sogar 128 MB aufzustocken (um die 5
EUR). Du wirst wesentlich fluessiger arbeiten koennen.

viel spass

[1] http://www.vectorlinux.com/

C__FAN – Montag, 16. Januar 2006 17:01 Uhr

Also erst ma Danke an alle Antworten. :) Also ich hab es gestern mal mit DeliLinux und MuLinux versucht aber beide sagen mir nicht so zu, erstens weil ich bei DeliLinux bei meiner XFree86 Konfiguration kommischerweise meine Mauserkennung nicht funktioniert(richtiger Port und Maus-System ausgewählt) und MuLinux ist mir etw zu alt(also Softwareseitig gemeint). Ich habe nämlich schon noch vor mit der Kiste noch zu Arbeiten, wie ich dies unter Windows 95(später Win98) getan habe. Ich denke mal eine Speicheraufrüstung auf das doppelte oder dreifache wäre nicht schlecht. Ich müsste sogar noch ein paar RAM-Riegel irgendwo rumfliegen haben. :)Was mich irgendwie wundert, wie es M$ geschafft hat Windows 98 so zu programmieren dass es noch auf den ältesten PCs läuft( habe es mal auf nem 66Mhz Rechner mit 16MB Ram gehabt da is des noch flüssig gelaufen…). Windows XP und das kommende Vista sind ja ziemliche speicherfressend…

Also an der Festplatte liegts nicht, da habe ich eine 8GB eingebaut, also groß genug.
Ich werde mir mal VectorLinux und/oder zu Herzen fügen und mal ausprobieren was die beiden Systeme so alles können.
Ich habe gestern auch mal ne Knoppix 3.7 Live CD reingelegt und ausprobiert ob er überhaupt mal bootet…aber bei der Hardwareerkennung hat er sich dann aufgehängt… Naja ich werde mal sehen :)

Also noch ma Danke an alle Antworten :)

Benjamin Quest – Mittwoch, 18. Januar 2006 15:24 Uhr

STX !!!
!!Nicht mehr weitersuchen!!
Benjamin

[1] http://stibs.cc/stx/