ForumRAID1-Array spiegeln
Michael Rother – Sonntag, 30. Oktober 2005 17:31 Uhr

Hallo,

folgende Situation: Ich habe einen Fileserver mit einem Adaptec AAR-2400A und 2x Samsung SP1604N (je 160G) im RAID1-Verbund. Der RAID-Verbund erscheint unter Linux als SCSI-Platte, in meinem Fall /dev/sda.
Da ich den Controller wechseln wollte, habe ich jetzt einen 3ware mit zwei weiteren Samsung-Platten (genau dieselben wie am Adaptec) zusaetzlich eingebaut, und ein RAID1-Array erstellt. Unter Linux erscheint dieser auch als SCSI-Platte (/dev/sdb).
Nun zu meiner Frage: Kann ich in diesem Fall auch ganz regulaer ueber dd klonen? Die Partitionierung des RAID-Arrays enthaelt naemlich auch einige LVM-Volumes, und daher bin ich mir etwas unsicher.
Ich muesste ja hinterher eigentlich nur die lilo.conf abaendern, und gut ist, oder? Gibt es sonst noch etwas zu beachten?
(Der Adaptec samt den 2 verbundenen Platten soll hinterher ausgebaut werden wenn alles am 3ware laeuft)

Vielen Dank und Gruß,
Michael

1 Antwort
Ecaroh – Sonntag, 30. Oktober 2005 20:51 Uhr

Solange die Festplatten die haargenau gleiche Geometrie (Zyl, Koepfe, Sectoren) besitzen geht das sehr einfach. Den Bootloader lilo zu konfigurieren ist nicht so leicht. Leichter geht es mit GRUB. Bei dd entfaellt jedoch die Neukonfiguration von lilo. Es bleibt ja alles an seiner Stelle. Ansonsten kann man jederzeit auch mit tar, cpio oder pax arbeiten. Oder mit partimage. dd ist bei absolut identischer Geometrie jedoch am einfachsten.

Was jedoch nicht unbedingt gehen muss ist das Hochfahren an sich. Ich weiss nicht welche Distribution verwendet wird, wie der Kernel kompiliert ist und was die `initrd’ enthaelt. Wichtig ist das der Bootcode des 3ware Controller entweder fest im Kernel ist oder in der `initrd’ enthalten ist. Je nach Distri (oder Kernel) kann das ganz unterschiedlich aussehen. Das sollte vorher geprueft werden.

Ecaroh

Michael Rother – Sonntag, 30. Oktober 2005 22:01 Uhr

Als Distribution wird Debian (Sarge) genutzt. Eine Initial-Ramdisk wird nicht genutzt, es ist alles im Kernel einkompiliert. Als Kernel nutze ich 2.4.31.

Sollte also so funktionieren, nehme ich an ;)

Ingo Kemper – Dienstag, 01. November 2005 21:45 Uhr

Wichtig ist nicht die tatsächliche Plattengeometrie, sondern das was der Kernel sieht. Überprüf das vorher mit fdisk -l. Wähend des Kopierens darf nicht schreibend auf die Platte zugegriffen werden, Du kopierst also am besten im Single-User-Mudus mit abgeschaltetem Syslog-Daemon und ohne Swap.

Gruß
Ingo