Hallo an Alle,
heute wollte ich meine ersten Versuche mit DVD-RAM machen und war nicht ganz so erfolgreich wie ich hoffte.
Das erste Medium habe ich formatiert (mkduffs) – nachher wurde es nicht mehr erkannt.
Beim zweiten Versuch habe ich der Formatierung des Herstellers (Panasonic) vertraut – alles schien jetzt in Ordnung zu sein. Doch, ach: das Vergnügen endete schnell mit einer Meldung, die sinngemäß lautete: “alles voll”.
Um es kurz zu machen, hier die Ergebnisse meiner Nachforschungen:
1. Ausgabe von du -sh /media/dvd
2,3G /media/dvd
2. Ausgabe von df
Dateisystem Größe Benut Verf Ben% Eingehängt auf
/dev/hda1 5,0G 4,4G 354M 93% /
tmpfs 252M 0 252M 0% /dev/shm
/dev/hda6 12G 3,4G 7,9G 30% /home
/dev 5,0G 4,4G 354M 93% /.dev
none 5,0M 2,8M 2,3M 56% /dev
3. Eigenschaften /media/dvd (lt. Konqueror)
Größe: 2,2 GB
Freier Plattenplatz: 354 MB von 4,9 GB (93 % belegt)
4. K3b
… erkennt immerhin ein 4,3 GB-Medium.
Auf der Verpackung war die Mediengröße mit 4,7 GB angegeben.
Ich gestehe, daß ich nicht weiterkomme mit der Fehlereingrenzung, weil ich mir die Widersprüchlichkeit der Angaben nicht erklären kann.
Es kann doch nicht sein, daß der Brenner (LG GSA-4120B) eine andere Vorstellung von der Mediengröße hat als das Dateisystem, oder?
Für Ideen, was da vor sich gehen könnte, sage ich jetzt schon
vielen Dank im voraus.
Grüße
Sigrid
PS. Falls das zur Beurteilung wichtig sein sollte:
Hardware:
HP Vectra, 667 MHz, 512 MB RAM, DVD-Brenner als Slave
OS:
Ubuntu 5.04 Hoary Hedgehog, aktueller Patchlevel,
nichts Außergewöhnliches installiert
hallo sigrid,
ich bin mir nicht ganz sicher mit deinen angaben, aber hast du die dvd-ram
wie eine festplatte gemounted? die dvd-ram wird meines wissens nicht wie die
anderen dvd gebrannt, sondern wie eine platte gemounted. vielleicht ist der
hinweis hilfreich (?)
servus, ulf
Leider lässt sich deinen Angaben nicht entnehmen, über welchen Gerätenamen das Laufwerk mit der DVD-RAM angesprochen wird.
Die Ausgabe von df ist hier nicht eindeutig:
> 2. Ausgabe von df
> Dateisystem Größe Benut Verf Ben% Eingehängt auf
> /dev/hda1 5,0G 4,4G 354M 93% /
Die 1. Partition auf der resten Festplatte am ersten IDE-Bus.
> tmpfs 252M 0 252M 0% /dev/shm
Pseudodateisytem im Speicher
> /dev/hda6 12G 3,4G 7,9G 30% /home
Die zweite logische Partrition auf der der ersten Festplatte am ersten IDE-BUS
> /dev 5,0G 4,4G 354M 93% /.dev
Und was ist das? /dev selbst bezeichnet kein Gerät
> none 5,0M 2,8M 2,3M 56% /dev
und none ist schon gleich gar keines.
3. Eigenschaften /media/dvd (lt. Konqueror)
Größe: 2,2 GB
Freier Plattenplatz: 354 MB von 4,9 GB (93 % belegt)
Und die Angaben sind ja herrlich in sich unschlüssig.
Je nachdem, wie dein DVD-Brenner angeschlossen ist und, ob er über die SCSI-Emulation angesprochen wird, sollte er einen Gerätenamen des Typs:
/dev/hdx [x=b,c oder d]
/dev/srx [x=0,1,…]
haben.
Mein Vorschlag: Wenn dir der Aufruf von mount (ohne Parameter) nicht das Device des DVD-Laufwerks verrrät, lege eine DVD (nicht RAM) in das Laufwerk und probiere die in Betracht kommenden Laufwerke (devices) durch mit:
fdisk -l
Bei dem DVD-Lw sollte dann eine Größe um 4,5 GB angezeigt werden.
Hat das Erfolg, lege nun die DVD-RAM ein und gib den Befehl erneut ein.
Die Ausgabe dieses Befehls wäre dann für die weitere Problemlösung interessant.
PS: Die Größe 4,7GB ist die Brutto-Aufnahmekapazität ohne Verwaltungsinformationen des Dateisystems. Ob sie zusätzlich noch mit 1GB = 1000KB wie bei den Festplatten, oder mit 1GB = 1024KB, wie die Anzeigetools von LINUX rechnen, angegeben ist, entzieht sich gerade meiner Kenntnis.
Hallo, man-draker,
vielen Dank auch Dir für die Erklärungen, Vorschläge und Deine Mühe!
>> /dev 5,0G 4,4G 354M 93% /.dev
>Und was ist das? /dev selbst bezeichnet kein Gerät
>> none 5,0M 2,8M 2,3M 56% /dev
>und none ist schon gleich gar keines.
Das schien mir gestern ja auch so verwirrend.
In diesem /.dev-Verzeichnis liegen u. a. Gerätedateien (b………),
Verzeichnisse, bei denen an erster Stelle des zehnstelligen Rechteblocks ein “c” steht (mir fehlt der Fachausdruck) und irgendwas mit audio zu tun haben scheinen…
Bei “none” hatte ich schon gemutmaßt, das hinge mit dem Ubuntu-Benutzerkonzept zusammen (es existiert in der Standardinstallation kein user “root”). Konkret existiert aber doch einer.
Und was das “mount” angeht: hier wird von Hand gemountet:-)
Vielleicht sollte ich das ja nächstens automatisieren und den fstab-Eintrag anpassen…
Also,
Grüße und einen schönen Tag
Sigrid
>> Das schien mir gestern ja auch so verwirrend.
In diesem /.dev-Verzeichnis liegen u. a. Gerätedateien (b………),
Verzeichnisse, bei denen an erster Stelle des zehnstelligen Rechteblocks ein “c” steht (mir fehlt der Fachausdruck) und irgendwas mit audio zu tun haben scheinen…
Hallo,
also die Sache ist die…. :O)
1.) CDs und DVDs (RWs und ROMs) immer ungemountet brennen!
2.) DVDRAMs werden in dem Sinne nicht gebrannt. Sie sind
im Gegensatz zu CDs und DVDs ähnlich wie Festplatten organisiert
und können gemountet werden, um sie zu beschreiben (oder zu löschen).
Nun hat das Ganze aber einen Haken: DVDRAMs sind gnadenlos auf Daten-
sicherheit getrimmt. Darum sind die Rohlinge wesentlich teurer, der
Rohling selbst besser und der Brenner verifiziert die geschriebenen
Daten beim Schreiben, was die träge Schreibgeschwindigkeit ausmacht.
Leider gibt es Brenner am Markt (z.B. LG 4163B), die zwar DVDRAM beschreiben
können, aber die Daten nur in bestimmten Byteblockgrößen vernünftig verdauen.
Darum gibt es in neueren Kernel (2.6.*) ein sogenanntes “pktcdvd”-Device.
Dazu braucht man noch ein userland-tool namens pktsetup, welches bei dem
Paket “mkudffs” mit beiliegt.
Man geht wie folgt vor (als root) — eine DVDRAM muss eingelegt sein:
0) (Falls noch nicht geschehen: mkudffs –media-type=dvdram /dev/)
**** DAS LÖSCHT ALLE DATEN AUF DER DVDRAM !!! ****
1) pktsetup dvdram /dev/
2) mount /dev/pktcdvd/dvdram -t udf -o rw,noatime,user,unhide
Nun steht unter die volle Prachtd er DVDRAM zur Verfügung.
Einfach mit cp draufkopieren, was das Zeugs hält :O)
Wie kommt man nun an den Devicenamen “” für den Brenner?
Quite simple: Ersteinmal eine beschriebene CD in den Brenner legen…
dann als root eingeben:
cat /dev/hd >/dev/null
und für nacheinander a, dann b, dann c, dann…
Dieses kopiert Rohdaten vom Device nach /dev/null, dem bit bucket ;))
Trifft man auf das Device des Brenners flackert dessen LED auf.
Mit CTRL-C kann man den Vorgang abbrechen.
PS:
“none” in der Ausgabe von mount und in der fstab bezeichnet Pseudofilesystem
wie /sys oder /proc. Ein “df” auf solche Filesysteme macht wenig Sinn…
PPS: Für Brenner am SCSI-Bus statt wie oben beschrieben am PCI-Bus, müssen
für den cat-Trick natürlcih die SCSI-Devices genommen werden.
/usr/src/linux/Documentation/devices.txt enthält alle Devicenamen und ihre
Funktionen.
Keep hacking + viel Erfolg!
Meino
Hallo, Ulf,
erst einmal herzlichen Dank für die schnelle Hilfe. Du hast den Finger in die Wunde gelegt – ohne Mounten brennt der beste Brenner nicht. :-)
Das Bewußtsein, hier Hilfe zu bekommen, hat offenbar beruhigend gewirkt – danach lief alles wie am Schnürchen. Deshalb noch einmal vielen Dank an die Community – ohne Euch wäre es nicht so schnell gegangen.
Nun kann ich formatieren(!) und die DVD-RAM nutzen. Daß die Ausgaben von /etc/mtab, df und du auch wieder nachvollziehbar sind, stimmt mich mindestens genauso zufrieden.
Meinen Schreibfehler “mkduffs” statt “mkudffs” bitte ich zu entschuldigen.
Beste Grüße
Sigrid