Hallo!
Ich bin gänzlich neu, was Linux angeht, und versuche mich nun seit 2 Tagen in das System einzuarbeiten. Bis jetzt lies sich alles finden, aber nun bin ich auf ein Problem gestoßen, daß ich nicht zu lösen vermag:
Ich habe Suse Linux 9.3 PE von einer der letzten c’ts installiert, was soweit auch sehr gut funktioniert hat. Meine NTFS-Partitionen mit WinXP blieben unangetastet, und Suse hat drei Partitionen bekommen, eine 1Gb Swap, eine 10GB System und eine 10GB “Austausch”-Partition mit FAT32 für den Datenaustausch mit dem Windows-System.
Nun hab ich folgendes Problem. Als User kann ich zwar auf die Daten der Austausch-Partition unter /media/transfer zugreifen, aber selbst keine reinschreiben, weil mir die erforderlichen Rechte fehlen. Versuche ich, mir diese als root zu geben, schlägt das fehl, er ändert einfach die Rechte nicht. Weder chmod noch der Weg über das Kontextmenü funktionieren, immer wieder bleiben die Berechtigungen für den User auf “nicht schreiben”. Ich habe
>>chmod a+rwx transfer
Probier mal folgendes:
mount -t vfat -o user,rw,umask=000 /dev/blubb /media/transfer
Ich nehme an, du hast bisher ohne die umask-Option gemountet? Nähere Informationen z.B. hier.
[1] http://gentoo-wiki.com/HOWTO_Mount_MS_Windows_partitions_(FAT,NTFS)
Hintergrund: der “chmod”-Befehl schlägt fehl, weil FAT32 als Dateisystem selbst nicht in der Lage ist, Rechteinformationen zu speichern (mit ein Grund, warum es unter Windows NTFS gibt), d.h. chmod versucht es vielleicht sogar, der Dateisystemtreiber lässt den Versuch ins Leere laufen, weil er damit nichts anzufangen weiß.
Als Workaround gibt es die Möglichkeit beim Einbinden des Dateisystems “Standard-Rechte” zu setzen, die unter Linux dann für die gesamte FAT32-Partition gelten. Doki Nafaso hat schon ein Beispiel genannt, die Optionen “rw” und “umask=000” erlauben dann praktisch allen Benutzern alles mit den Dateien auf einer FAT32-Partition anzustellen. Du wirst es bestimmt auch sinnvoll finden, dass der schreibende Zugriff auf FAT32-Partitionen aus Sicherheitsgründen zunächst nur dem Benutzer root gestattet ist.
Die möglichen Optionen zu FAT32-Partitionen findet man u.a. in der man-page zum Befehl “mount”, also z.B. wenn man “man mount” in der Konsole eingibt, im Abschnitt “mount options for fat” (Link [1]). Unter [2] gibt es eine nette Einführung in das Thema.
[1] http://www.die.net/doc/linux/man/man8/mount.8.html
[2] http://www.pro-linux.de/work/newbie/mount.html