Hallo,
und zwar möchte ich mit meinem Linux rechner, der mir auch als samba-server dient, einen router machen, so dass alle teilnehmer über das netzwerk gleichzieitig surfen können(windowsrechner).
Und zwar habe ich dass so vor, dass an meinem linux rechner ein modem hängt und ich will mich dann, mit dem Smartsurfer von WEB.DE, der auf einem windowsrechner, der in diesem samba-netzwerk ist, installiert ist, einwählen.
würde das überhaupt mit dem Smartsurfer funktionieren, sich über den Linux-Server einzuwählen?
Kennt hier jemand vielleicht eine Website wo so ein Routerbau beschrieben ist?
Vielen Dank für alle Antworten
MFG
C__
Hallo,
eigentlich ist das ziemlich übersichtlich. Schau mal unter (1) bei den Anleitungen für SuSE nach. Unter 9.1 dürfte die Einrichtung des Routers über Yast möglich sein. Dabei das Modul Netzwerkkarte aufrufen und dort über unter dem Punkz Routing die Check-Box “IP-Weiterleitung” aktivieren. Bei den Windows-Clients ist nur die IP des Routers als Standard-Gateway einzutragen und – nach meiner Erinnerung- auch der Nameserver des Providers. (Dazu die Eigenschaften von Netzwerkumgebung aufrufen und unter den Eigenschaften von TCP/IP-Deine Netzwerkkarte aufrufen).
Beim SuSE-Router ist übrigens nach meinen Erfahrungen die richtige Einrichtung der Firewall das Schwierigste. Auch das kann man über Yast machen, und zwar besser über das Modul System/editor für etc/sysconfig-Dateien ,dort unter Network
Gruß Hans-Hermann
Hallo C_Fan,
smartsurfer _kann_ nicht funktionieren, da dieses Programm die Einwahl für ein Modem oder ISDN-Gerät direkt am Windows-PC geschrieben wurde.
Man muss aber auf der Linix-Maschine einen proxy-sevrer (z. B. squid) einrichten. Damit könnten alle Clients web-browsing erhalten. Durch dial-on-demand kann dann zeitabhängig auch der optimale Anbieter gewählt werden.
Über einen richtig eingerichteten Mailserver (z. B. postfix) könnte email empfangen und versand und mit dem Clients ausgetauscht werden. Der Punkt könnte entfallen, wenn die Clients ihre emails direkt mit dem Internet austauschen (siehe nächster Abschnitt).
Will man darüber hinaus Dienste nach außen freigeben oder im inneren nutzen ist eine Network-Adress-Translation (NAT) und masquerading, die im iptables-Paket enthalten ist, ein zu richten.
Nun benöten wir also erstmal die konkreten Anforderungen an die bereit zu stellenden Dienste, Angaben zu Deiner Linux-Distribution und der vorhandenen Hardware (ISDN/Modem?). Dann kann man auf die einzelenen Punkte genauer ein gehen.
mfg
Andreas Matthus
Danke für die Antwort.
Ich habe Suse Linux 9.1 Personal und ein 33k Fax-Modem(Half,Vollduplex).
Mails muss ich nicht abrufen, da ich meine Mails ja sowieso immer nur über die Website abrufe.
Dienste will ich nicht freigeben.
Ich will nur, dass meine Windowsrechner(Win98 SE und WinXP SP2) in meinem Sambanetzwerk über meinen Linuxserver ins Internet gehen. An diesem hängt auch mein externes, serielles Modem.
MFG
C__
Hallo C_Fan,
das vereinfacht die Sache.
Zunächst das Modem mit Yast einrichten. Das sollte kein Problem sein. Damit steht erst mal der lokale Internetzugang. Für spätere Funktionalität sollte man gleich “dial on demand” einstellen. Vorsicht Kostenfalle! Es wird dann jede verlangte IP, die im internen Netz nicht gefunden wird zu einer Verbindung ins Internet führen. Also eigene PC in /etc/hosts eintragen, WindowsXP die Registrierung im DDNS untersagen (Netzwerkeigenschaften- TCP/IP- erweiterte Einstellungen) und die täglich anfallende Verbindungen im Logfile überprüfen!
Dann musst Du nur squid nachinstallieren. Wenn ich nicht irre, ist das auf der Personal-CD nicht dabei. Hole dir dann das Paket aus dem Internet z. B. von [1]. Und installiere es. Im Runleveleditor das starten von squid erlauben.
Bis zu diesem Zeitpunkt sollte es so sein, dass nur der linux-PC über squid nach außen darf (kann man probieren über Proxyeinstellungen des Browsers (IP 127.0.0.1 Port 3128). Damit die anderen aus Deinem Netz auch dürfen sind zwei kleine Änderungen in der Datei /etc/squid.conf nötig. Suche die Zeile mit
acl localhost src 127.0.0.1/255.255.255.255
und schreibe darunter
acl localnet src 192.168.1.0/255.255.255.0 # muss an eigene IP angepasst werden!!
Ein paar Zeilen darunter ist
http_access allow purge localhost
darunter schreibe
http_access allow localnet
und speichere das ganze. Mit
rcsquid restart
werden die Einstellungen übernommen.
Auf den Windows-Maschinen _kein_ Standardgatway setzen (wird nur für andere Dienste benötigt), sondern nur im Browser (nimm lieber Firefox als IE) als Proxyserver die IP des LinuxPC eingeben und als Port 3128.
Fertig ist das ganze. Das Problem lowcost-Routing (immer den billigsten Anbieter anwählen) möchte ich aus Zeitgründen erstmal nicht behandeln. Ist mit einigem Aufwand auch möglich. Aber wenn mehrer Clients dran hängen sollte man versuchen an DSL ran zu kommen, wenn es irgendwie machbar ist.
mfg
Andreas