Ich habe die Suse9.2-Installation, öffne eine root-Konsole und iptables -L bringt eine lange Info, die ich nur als “Firewall ist weit offen” interpretieren kann. Ich möchte nur ausgewählte Zugriffe haben. Wie ich das mit iptables machen kann glaube ich begriffen zu haben, ein paar Fragen sind noch offen:
Eine Textdatei enthält meine iptables-Anweisungen. Was muss ich tun, damit diese bei jedem Booten des PC ausgeführt werden?
Was passiert, wenn ich nun auf eine weitere Internetseite zugreifen möchte, die Firewall dies aber verhindert? Bekomme ich eine Info und wenn ja wie (popup-Fenster)?
Wie kann ich alle ip-Adressen auf die zugegriffen wird in einer separaten Datei loggen? Ich habe bislang nur eine Datei gefunden (ich glaube /var/log/messages), die ewig lang seit Anbeginn meiner Installation alles mögliche logt und ab und zu kann man dazwishen auch ein paar Infos von der FIrewall finden.
Gruß
Jürgen
Ich habe die Suse9.2-Installation, öffne eine root-Konsole und iptables -L bringt eine lange Info, die ich nur als “Firewall ist weit offen” interpretieren kann.
Lange iptables Listen müssen nicht zwangsweise heißen, das der Packetfilter weit offen steht, nur das Du viele Regeln hast. Bei einer vernünfigen Konfiguration kommt schon einiges zusammen, solange Du nicht zu massiv in die Nutzbarkeit des Netzwerks eingreifen willst und nicht mit Logeinträgen zugeworfen werden willst. Logging einzuschalten ist eine gute Idee, einfach blind alles zu loggen kann aber gefährlich sein, so Du nicht vieeeellll Platz in /var/log hast. Wenn die Platte mit Logfiles zuläuft geht nicht mehr viel…
Eine Textdatei enthält meine iptables-Anweisungen. Was muss ich tun, damit diese bei jedem Booten des PC ausgeführt werden?
Die Textdatei ausführbar machen und in den Bootprocess einbinden. Wie das bei SuSE genau geht kann ich Dir nicht sagen, in /etc/init.d solltest Du aber eigentlich genügend Beispiele für Bootscripte finden. Die SuSE Handbücher sollen den Bootprocess angeblich auch recht gut erklären.
Bekomme ich eine Info und wenn ja wie (popup-Fenster)?
Wenn Du diesen besonderen Fall mitloggst, dann kriegst Du einen Logfileeintrag. Anderenfalls wird das Packet einfach verworfen.
Wie kann ich alle ip-Adressen auf die zugegriffen wird in einer separaten Datei loggen?
Der logging Daemon verteilt die verschiedenen Datenquellen auf Dateien. Meistens ist das syslog, der ist in /etc/syslog.conf zu konfigurieren.
Hallo Jürgen,
wenn du ip-tables nur als Firewall konfigurieren willst, wäre es am einfachsten
die Suse-Firewall in Yast zu konfigurieren. Diese nutzt ip-tables.
Sollte es doch etwas komplizierter sein, schließe ich mich Tobias an.
Du mußt in /etc/init.d ein ausführbares Script erstellen und dafür sorgen, dass
es gestartet wird. Als Vorlage für solche Scripte dient /etc/init.d/skeleton.
Darin findest du auch in Form von Kommentaren eine Anleitung.
mfg
Rico
Erst einmal danke für die Infos, das wir mir heute abend weiterhelfen. Ergänzend aber auf eure Antworten neue Fragen:
Woher bekommt man “gut getestete und weit verbreitete Skripte zur Konfiguration von IPtables”?
Suse-Firewall in YaST zu konfigurieren ist m.E. nicht sinnvoll, oder ich habe nicht verstanden wie es geht.
Ich will eigentlich nur, dass die Firewall erst einmal völlig zu ist, nichts rein und nichts raus (policy = drop). Dann gibt es Ausnahmen nur für meinen Emailprovider, für mein Homebanking, für den Upload meiner Homepage, für linux-community.de, und Schluss. Wenn dann jemand (meistens wohl ich :-)) noch wonaders surfen will, soll das nur mit einer bewußten Freigabe der IP-Adresse möglich sein.
So ungefähr habe ich das unter Windows laufen und seitdem nie wieder PRobleme mit Viren&Co. bekommen.
Hallo,
ich hab das schon des Öfteren gepostet:
Eine sehr gute Unterstützung liefert das Buch: “Linux-Firewalls – Ein praktischer Einstieg” von Andreas Lessig.
Dieses Buch gibt es kostenlos hier [1] zum downloaden. In diesem Buch sind einige Beispielscripts und es wird auch erwähnt, wann (bezogen auf den Boot-Prozess) und wie man diese Scripts am sinnvollsten einbindet. Jedes dieser Scripts und noch jede Menge mehr Backgroundwissen bezüglich PC-Sicherheit wird in diesem Buch sehr gut dargestellt. Man kann sich mit Hilfe dieses Buches ein gutes Know-how in Sachen Firewall erarbeiten.
Falls es Probleme mit der Latex-Datei gibt, wird hier [2] erläutert, wie man das Buch z.B. in ein PDF umwandelt.
gruß rottriges
[1] http://www.oreilly.de/german/freebooks/linuxfireger/index.html
[2] https://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=9171
Unter [1] gibt es jede Menge Scripts.
Ich persoenlich benutze [2]. Eher leicht zu konfigurieren und recht gut beschrieben.
Ich habe es einfach als Symlink in /etc/rc2.d bzw. /etc/rc0.d eingefuegt (z.B. S19firewall bzw. K20firewall). Bei meinem Debian-System funktioniert das recht gut.
[1] http://www.linuxguruz.com/iptables/
[2] http://www.unixpages.com/hls
Hi,
Ich habe es einfach als Symlink in /etc/rc2.d bzw. /etc/rc0.d eingefuegt (z.B. S19firewall bzw. K20firewall). Bei meinem Debian-System funktioniert das recht gut.
… das ist eine Möglichkeit auch unter SuSE. Besser ist da aber YaST für zu benutzen. Dort findest Du unter System den Punkt Runlevel Editor. Mit diesem kannst Du SuSE recht gut einrichten. Er bietet einen normalen und einen Expertenmodus. Die Erläuterungen wie bei SuSE übleich auf der linken Seite weisen Dir den weg.
Eine weiter Möglichkeit bietet sich Dir mit der Datei /etc/init.d/boot.local. In dieser kann man eigene Befehle und Einstellungen hineinschreiben die beim Systemstart vor dem starten des ersten Runlevels ausgeführt werden.
Ciao
Ulf
PS: Ich würde immer gut getestete und weit verbreitete Skripte zur Konfiguration vor IPtables nehmen. Die Autoren und anderen User haben aller Wahrscheinlichkeit nach mehr Ahnung als ich (zumindest einige;-) und damit sinkt die Gefahr von gefährlichen Fehlern in der Konfiguration.