Hallo allerseits!
Seit Weihnachten darf ich einen Canon Pixma iP2000 mein eigen nennen. Der Drucker sieht nicht nur gut aus, sondern auch die inneren Werte können sich sehen lassen – zu blöd, das die Suche nach Unterstützung für mein Betriebssystem zu einer quälenden Odysee ausartete – was ich mit diesem Artikel bei anderen geplagten Käufern von Canon-Drucker der iP-Serie vermeiden möchte.
Der erste Weg führte mich selbstverständlich auf die Homepage von Canon [1]. Dort kein Wort von einem OS namens Linux. Nach fleißigem googlen und durchforsten vieler Linux-Portale, z.B. [2] kam ich auf ein Verzeichnis des FTP-Servers der japanischen Canon-Seite – um dort tatsächlich Treiber zu finden. Nur binär als rpm oder tgz, aber immerhin. Diese Treiber bezogen sich auf die japanische Pixus-Reihe, die baugleich mit der deutschen (europäischen?) Pixma-Reihe ist. Doch leider kein iP2000 dabei. Doch mit dem CUPS-Triber für den 990i lief der Drucker immerhin an – und druckte verzerrt und viel zu breit. (Eine Maschinenübersetzung der japanischen Seite betr. Linux-Treiber gibts unter [3]).
Nach diesem Misserfolg schaute ich mir deutsche Canon-Seite an [4], wo schließlich auf den kommerziellen Druckertreiber Turboprint [5] aufmerksam gemacht wurde. Ein kurzer Test zeigte – funktioniert einwandfrei. Kostet aber fast 30 EUR, was mir ehrlich gesagt ein bisschen zu viel Geld ist, nur um das zu kriegen, was ich unter Windows oder Mac auch umsonst gekriegt hätte. Doch das Programm gibt es auch als Demo-Version, was mich zumindest zeitweise trösten konnte. An alle, die sich ihr Turboprint illegal registrieren wollen – der einzige mir bekannte Schlüssel, der frei von russischen Linuxseiten verfügbar zu sein scheint, funktioniert nicht in der aktuelle Version 1.91, um die iP-Serie in Betrieb zu nehmen (mehr dazu unter [6]).
Lange Rede, kurzer Sinn: Zumindest aktuell scheint für die iP-Serie kein Weg an Turboprint vorbeizugehen, auch wenn mir als Debian-User bei Closed-Source-Software das Herz blutet.
Anmerkung: Auch mit dem Turboprint-Treiber kommt man nicht über 600 dpi hinaus, und kann so die theoretisch möglichen 4.800 x 1.200 dpi nicht ausreizen.
In der Hoffnung, euch einige Sucherei zu ersparen,
Matthias Clausen
[1] http://www.canon.com
[2] http://www.linuxprinting.org
[3] http://www.worldlingo.com/wl/translate?wl_lp=JA-en&wl_glossary=gl1&wl_fl=2&wl_ucp=1&wl_rurl=http%3A%2F%2Fsearch1.canon.jp%2Fcgi-bin%2Fcommon.cgi&wl_url=http%3A%2F%2Fcweb.canon.jp%2Fe-support%2Fqasearch%2Fanswer%2Fbubblejetprinters%2Fq800419052543.html
[4] http://www.canon.de
[5] http://www.turboprint.de
[6] http://www.freesoft-board.de/board/phpbb/showthread.php?p=501690&posted=1#post501690
Hallo Matthias,
habe in meinen Anfängen auch TurboPrint benutzt und auch registriert. Die Treiber waren bisher über alle Zweifel erhaben. Sie sind für Drucker deren Hersteller Detailinfos nur an ClosedSource Projekte vergeben die einzige Möglichkeit. Ansonsten finde ich es echt gut das man die Treiber zumindest Testen kann, bevor man sie Kauft. Auch der Preis ist OK, wenn man bedenkt, dass der Key für einige Versionen gültig ist (habe leider nirgends gefunden wie lange).
Ich habe gerade eine aktuelle Version turboprint-1.91-2.i386.rpm geladen und meinen Key (vom 26.09.2001 für 19.95¤ für TurboPrint < Version 1.5) installiert. Das hat sogar ohne Probleme geklappt. Also gibt es neben der Illegalen (Key aus dem Internet) und den offiziellen für 29,95¤ auch die Möglichkeit einen gebrauchten zu kaufen. Ciao Ulf [1] http://www.turboprint.de
Hallo Matthias,
wir haben nur gestern einen Canon IP2000 gekriegt. Deine Hilfe auf dieser Seite war zwischen den ersten, die wir gelesen haben. Mit dem kommerziellen Turboprint könnten wir auch nichts tun… Aber mit vielen Stunden Arbeit haben wir die Lösung gefunden. Du sollst den foomatic filter set installieren, und danach zwischen den Treibern (innen Foomatic) den zu BJC-7100 auswahlen.
Dies funktioniert nur bis 600 dpi, aber kostenlos :) Fotos werden wir unter Windows printen.