Kurztest: Drei Webcams von Logitech unter Linux

Kurztest: Drei Webcams von Logitech unter Linux

Für ein kleines Projekt war ich wieder einmal auf der Suche nach einer Webcam, die mit aktuellen Linux-Distributionen zusammen funktioniert. Ich entschied mich für drei Modelle von Logitech.

Webcams gehören unter Linux noch immer zu den Problemkindern. Viele Nutzer wissen allerdings nicht, dass sich im Kernel sehr viel verbessert hat. Während man früher für viele Geräte den Gspca-Treiber herunterladen musste, bringt der Kernel seit Version 2.6.15 das Uvcvideo-Framework mit, das bereits heute eine beachtliche Zahl an Webcams out-of-the-box unterstützt.

Aus der riesigen Auswahl an Logitech-Geräten entschied ich mich für folgende drei:

  • Quickcam for Notebook Pro (Mediamarkt-Preis: 90 EUR)
  • Quickcam Connect (Mediamarkt-Preis: 40 EUR)
  • Quickcam Deluxe for Notebook (Mediamarkt-Preis: 45 EUR)

Von allen drei Modellen gibt es auch ältere Versionen unter dem gleichen Namen.

Die teuerste Webcam bringt eine 2-Megapixel-Kamera (1600 x 1200 Pixel) mit integriertem Autofokus und ein sehr lichtstarkes Zeiss-Objektiv mit. Sie funktioniert unter aktuellen Kerneln out-of-the-box. Für unsere Tests benutzten wir den 2.6.25-er Kernel von OpenSuse 11.0 und die aktuelle Trunk-Version (r230) von Uvcvideo. Auch das integrierte Mikrofon der Webcam lässt sich problemlos nutzen.

1600 x 1200 Bildpunkte, Autofokus und sehr guter Linux-Support: Die Quickcam for Notebooks Pro von Logitech.

Die Quickcam Connect ist das günstigste Gerät im Testfeld. Sie arbeitet nur mit dem (alten) Gspca-Treiber zusammen. Die Bildqualität auf den 640×480 Pixeln ist im direkten Vergleich zur 2-Megapixel-Kamera gerade mal befriedigend, dafür erhält der Käufer für rund 25 Euro auch noch ein Stereoheadset und ein Stativ für die einfache Montage. Ein integriertes Mikrofon fehlt bei diesem Modell.

Die Quickcam Deluxe for Notebooks unterstützt eine maximale Auflösung von 1280 x 960 Bildpunkten. Die Bildqualität ist gut, allerdings muss man den Fokus von Hand einstellen. Für VoIP-Gespräche bringt die Webcam ein integriertes Mikrofon mit. Die Kamera arbeitet nur mit den neuen Uvcvideo-Treibern zusammen. Je nach USB-Hardware arbeitet die Quickcam Deluxe nicht problemlos unter Linux. Oft steigt die Kamera nach ein paar Minuten einfach aus und man muss das USB-Modul ehci-hcd neu laden, um sie wieder zur Mitarbeit zu überreden. Das Problem ist von einigen Logitech-Kameras her bekannt, Logitech hat dazu eine Support-Seite eingerichtet [1].

[1] http://www.quickcamteam.net/documentation/faq/logitech-webcam-linux-usb-incompatibilities

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Tim
17 Jahre her

sind die angegebenen Auflösungen für Videofilme oder für Fotos?

CatMan
16 Jahre her
Reply to  Tim

Ich habe die QuickCam pro for Notebooks. Die macht hardwaremäßig maximal 960×720 Pixel und 15 fps. Getestet unter OpenSuse 11.1 mit uvcview. Aber mit einer Super Bildqualität!

CatMan
16 Jahre her
Reply to  CatMan

Ich meinte natürlich das Tool luvcview und nicht uvcview.

Jetzt habe ich einen Stream mit 60 fps bei 320 x 240 Pixel mit ffmpeg aufgezeichnet. Aber das stimmt nicht wirklich, weil das Ergebnis genau so aussieht wie eine Aufnahme mit 15 fps. Offenbar werden die maximal 15 fps interpoliert.

R.E.
15 Jahre her

Die explizite Nennung einer großen Elektronik-Discounters veranlaßt mich zu der Annahme, dass der Artikel gesponsert sein muß. Ich erwarte dann bei Veröffentlichungen eigentlich den Zusatz “Anzeige”. Insbesondere in der Linux-Szene verwundert mich eine derart unkritische Berichterstattung,

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