Gerade bei Webservern ist Long Term Support (LTS) nicht zu verachten, daher dachte ich mir, warum nicht jetzt – wo ohnehin eine Überarbeitung anstand – direkt von 6.06 auf 8.04 umsteigen. Antwort: weil das überraschende Auswirkungen hat…
Beim Upgrade wurde die bash durch dash ersetzt, danach lief eine Apache-Übersetzung nicht mehr durch. Einfache Lösung: den Symlink von /bin/dash auf /bin/sh durch einen Symlink von /bin/bash auf /bin/sh ersetzen:
rm /bin/sh && ln -s /bin/bash /bin/sh
Bei Neuinstallationen wird dies z.B. im hervorragenden Manual zu ISPConfig angesprochen, beim Upgrade habe ich’s nicht gerade erwartet.
IPV6-Unterstützung brachte in meiner Serverumgebung Schwierigkeiten, brutale flinke Lösung: Sperrung des ipv6-Moduls. Dazu in /etc/modprobe.d/blacklist die Zeile:
blacklist ipv6
einfügen. Es gibt für letzteres sicher einen ganzen Strauß von Lösungen – auch bessere – die hier funktionierte nur schnell und jetzt kann man in Ruhe an der angemessenen arbeiten.






Die Änderung von Bash zu Dash erfolgte bereits vor dem Release von Ubuntu 6.10 AKA Edgy (siehe Ubuntu Wiki). Der dort auch beschriebene Grund war “Effizienz” (Dash hat weniger Overhead) – und ein tolles Argument lautete: “Wer in seinem Skript deklariert, dass es /bin/sh verwendet, sollte es auch Posix-konform schreiben” – oder, mit anderen Worten, wer /bin/bash benötigt, sollte dies auch deklarieren. Was sicher nicht verkehrt ist – aber leider halten sich offensichtlich auch viele Ubuntu-Pakete selbst nicht daran. Völlig unverständlich ist daher, dass man sich trotz massiver Probleme (siehe Launchpad) offensichtlich auch für die neue LTS-Version darum nicht geschert… Mehr »