Aus vielen Kneipen und Vereinsheimen ist er kaum noch wegzudenken: Der Kicker. Die Firma Industry Entertainment, eigentlich Hersteller von Minispielen für Handheld-Geräte, bringt den Tischfußball nun in einer virtuellen Variante auf Linux-Rechner. Genau wie beim realen Vorbild treten auch bei MasterKick zwei Spieler gegeneinander an. Sie versuchen sich jeweils an vier Metallstangen, auf die ingesamt elf Plastikfußballer genagelt wurden. Ziel ist es, durch geschicktes Drehen und Verschieben der Stangen, den kleinen Ball in das Tor des Gegners zu kicken.
Die frei erhältliche Version von MasterKick erlaubt zwei Spielmodi: In “Timed Match” pfeift der virtuelle Schiedsrichter nach einer vorgegebenen Zeitspanne ab, bei “Five Goals” ist bereits nach fünf Toren Schluss. In beiden Fällen gewinnt der Spieler mit der besseren Tordifferenz.
Im Gegensatz zum realen Tischfußball dürfen die Spieler die Formation und Anordnung der Plastikfußballer auf den Stangen selbst bestimmen. Zur Auswahl steht unter anderem eine 4-5-1, 6-3-2 oder 3-4-3-Kombination. Diese Aufstellungen ermöglichen erweiterte Taktiken, wie zum Beispiel besonders defensive oder Mittelfeld betonte Spielweisen.
MasterKick steht kostenlos als DEB, RPM und TGZ-Archiv bereit. Es genügt bereits letzteres zu entpacken und das darin enthaltene masterkick zu starten. Die im Startschirm geforderte Münze wirft man mit der rechten Pfeiltaste ein, die auch im Folgenden einen ausgewählten Punkt bestätigt. Wer mag, darf in den Options alle Menüpunkte auf eine recht durchwachsene deutsche Übersetzung umschalten. Via Quick Match und Play! startet man eine neue Runde.
MasterKick zeigt die Spielfläche von oben aus einer leichten Fischaugenperspektive. Die recht kleine Fenstergröße lässt sich leider nicht anpassen – gerade auf heute üblichen Monitoren mit hoher Auflösung wirkt das Spielfeld wie eine Briefmarke. Umgekehrt eignet sich das Spiel damit auch für Linux basierte Handhelds oder kleine mobile Geräte, wie den Eee-PC. Mit den Pfeiltasten schiebt man die Stangen hoch und runter, ein Druck auf die rechte Pfeiltaste erhöht die Kraft, mit der nach dem Loslassen die Reihe der Figuren direkt vor dem Ball rotieren lässt. Der Computergegner ist recht einfach zu bezwingen: Selbst wenn man die eigenen Puppen nicht bewegt, fällt es ihm schwer, das Tor zu treffen. Des Weiteren vermisst man viele Manöver, die mit einem realen Gerät möglich wären: Da der Ball von den Figuren wie in einem Flipperautomat abprallt, lässt er sich beispielsweise nicht unter den Figuren einklemmen.
Daran ändert auch die 20 Dollar teure Vollversion nichts. Wer seine Geldbörse öffnet, erhält unter anderem einen zusätzlichen Turniermodus, verschiedene Spielfelder, lebenslange Updates und deaktiviert die vor jedem Match eingeblendeten Hinweise auf die Vollversion.








Ich habe das mal ausprobiert und war nicht so sehr begeistert. Tischfussball ist nunmal eine ‘Sportart’ die man lieber in Kneipen oder auch Vereinen spielen sollte. Kickerkontakte und lassen sich leicht im Internet finden, wie z.B. auf http://forum.tischfussball-online.com
Wolfgang