Python bringt in der Standardbibliothek Tkinter mit, ein Tool für die GUI-Entwicklung. Allerdings stört dessen etwas altbackenes Erscheinungsbild. wxPython verspricht einen moderneren Look.
Hinter der Bibliothek wxPython [1] steckt ein plattformunabhängiger und quelloffener Wrapper, der auf der C++-Library wxWidgets [2] aufbaut. Damit gestalten Sie auf einfache Weise selbst komplexe Oberflächen in einem zeitgemäßen Look. Zum Installieren des Tools richten Sie am besten vorab im aktuellen Projektverzeichnis eine virtuelle Python-Umgebung ein. Das gewährleistet, dass sich später unterschiedliche Python-Pakete nicht ins Gehege kommen. Dazu benötigen Sie das Paket python3-venv. Der Befehl aus der ersten Zeile von Listing 1 holt es unter Ubuntu und dessen Derivaten auf den Rechner.
Listing 1
Vorarbeiten
$ sudo apt install python3-venv $ sudo apt install python3-pip $ python3 -m venv .venv $ source .venv/bin/activate
Falls noch nicht geschehen, installieren Sie im nächsten Schritt den Python-Paketmanager Pip (zweite Zeile). Anschließend lässt sich mithilfe des Kommandos aus der dritten Zeile die virtuelle Python-Umgebung einrichten und aktivieren (letzte Zeile). War das erfolgreich, steht der Name der Umgebung (.venv) am Anfang des Prompts. Möchten Sie auf der Kommandozeile die virtuelle Umgebung wieder verlassen, genügt dazu ein deactivate.
wxPython einrichten
Bevor Sie wxPython selbst installieren, müssen Sie noch zwei Abhängigkeiten einspielen (Listing 2, Zeile 2). Dasselbe gilt für das Python-Package pyudev, das unsere Beispielanwendung benötigt (Zeile 3).
Zu guter Letzt folgt wxPython selbst (Zeile 5). Gelingt die Installation auf diesem Weg nicht, steht die Bibliothek für viele Distributionen alternativ als Wheel-Datei [3] zur Verfügung. Der Aufruf aus...
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