Der AI HAT+ für den Raspberry Pi hebt die Inferenzleistung auf ein neues Level. Statt Daten umständlich in die Cloud zu schicken, lassen sich KI-Modelle direkt am Entstehungsort der Daten ausführen. Das eröffnet spannende Möglichkeiten von smarter Bildverarbeitung bis hin zu Robotikprojekten.
Edge-Computing erlebt seit einigen Jahren einen Aufschwung. In Sensor-, Kamera- und IoT-Systemen entstehen immer mehr Daten, die in Echtzeit verarbeitet werden müssen. Die Übertragung dieser großen Datenmengen in die Cloud ist jedoch aus Datenschutz-, Latenz- und Kostengründen oft unattraktiv. Edge-AI-Beschleuniger ermöglichen es, komplexe neuronale Netze direkt an der Datenquelle auszuführen und so autonome Roboter, intelligente Überwachungssysteme oder smarte Fertigungsanlagen zu realisieren.
Die Raspberry Pi Foundation brachte 2024 mit dem AI Kit [1] die erste Hailo-basierte KI-Beschleuniger-Erweiterung auf den Markt. Im Oktober 2024 folgte der AI HAT+: Bei dieser überarbeiteten Fassung sitzt der Hailo-Beschleuniger direkt auf der Platine und ist via PCIe-Gen3-Schnittstelle an den Raspberry Pi 5 angebunden [2].
Innere Werte
Der AI HAT+ (Abbildung 1) kommt als quadratische Platine, die ein FFC-Flachbandkabel mit dem RasPi verbindet [3]. Für den perfekten Sitz sorgen mitgelieferte 16-mm-GPIO-Stacking-Header und Distanzbolzen. Die Anbindung via PCIe Gen3 erkennt die Firmware automatisch. Nach dem Booten steht die NPU dem Betriebssystem sofort zur Verfügung.
Der AI HAT+ steht in zwei Leistungsstufen zur Wahl, deren Eckdaten die Tabelle “Leistungsstufen des AI HAT+” zusammenfasst. Die 26-TOPS-Variante enthält den KI-Beschleuniger Hailo-8, die 13-TOPS-Variante den Hailo-8L [4]. Beide Variante...
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