Bandbreite und Durchsatz im Netzwerk mit Iperf3 ermitteln

Aus LinuxUser 04/2026

Bandbreite und Durchsatz im Netzwerk mit Iperf3 ermitteln

© sashkin7 / 123RF.com

Tacho fürs Netz

Ärgerlich, wenn die Daten mehr tröpfeln als fließen. Grund genug, sich mit Iperf3 als Messmittel vertraut zu machen.

Im lokalen Netzwerk lauern viele Möglichkeiten, den Netzwerkdurchsatz zu drosseln. Dazu zählen etwa alte Netzwerkkabel, bei denen nicht alle Adern vorhanden oder manche schlicht beschädigt sind (100Base-T statt 1000Base-T). Die fragilen Stecker weisen manchmal Fehler auf, die sich mit bloßem Auge nicht erkennen lassen. Erscheint Ihnen ein Netzwerkkabel verdächtig, prüfen Sie es am besten mit einem dafür geeigneten Testgerät.

Im WLAN kommt es gern zu Problemen mit der Funkverbindung. Belegen viele andere WLANs denselben Kanal? Nutzt eines Ihrer Geräte einen älteren Standard und arbeitet deshalb hardwarebedingt einfach langsam?

Verwenden Sie einen managebaren Switch? Überprüfen Sie die Port-Konfiguration. Arbeiten die betreffenden Ports gedrosselt? Liegt vielleicht ein Hardwaredefekt am Switch vor? Switches, egal ob mit oder ohne Management, verabschieden sich am Ende ihrer Lebenszeit oft langsam. Sie erkennen das daran, dass sie nach einer kurzen Unterbrechung der Stromversorgung zunächst scheinbar wieder normal funktionieren. Später fallen sie dann unangenehm auf, weil entweder ein oder mehrere Ports das Zeitliche segnen oder langsam arbeiten.

Bei Verbindungen zwischen zwei Standorten stellt sich die Frage, ob eventuell die Hauptverbindung ausgefallen und die Fallback-Lösung in Betrieb ist. Aber auch an Endgeräten können Probleme auftreten. Überprüfen Sie die Konfiguration der Netzwerkschnittstelle hinsichtlich Geschwindigkeit und weiterer Einstellungen.

Messwerkzeug

Bei der Diagnose von Netzwerkverbindungen erweist sich Iperf3 [1] als probates Hilfsmittel. Alle gängigen Distributionen führen das Programm in ihren Paketquellen. Für die neueste...

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