Der neue Tiling Wayland Compositor Miracle-WM nutzt die Bibliothek Mir. Wir zeigen, wie Sie ihn effizient einsetzen.
Die Umstellung von X11 auf Wayland hat in den letzten Jahren viele Neuerungen und Herausforderungen mit sich gebracht. Ein wesentlicher Aspekt war dabei die Entwicklung zahlreicher neuer sogenannter Wayland-Compositoren, die festlegen, wie Anwendungen mit dem Bildschirm interagieren. Darunter sticht als derzeit ausgereiftestes Exemplar Miracle-WM hervor. Die Software basiert auf Mir, einer Technologie, die ursprünglich von Canonical als Konkurrenz zu Wayland entwickelt wurde. Mittlerweile spielt Mir jedoch eine neue Rolle: Nach einem Umbau zu einer Wayland-kompatiblen Bibliothek erfüllt es nun eine ähnliche Funktion wie Wlroots, das bereits als Grundlage für zahlreiche etablierte Wayland-Compositoren dient, darunter Sway, Labwc und Hyprland [1].
Mir und Wlroots bieten Entwicklern eine Grundlage, um Wayland-Compositoren zu programmieren, doch ihre Ansätze unterscheiden sich. Das in C geschriebene Wlroots verfolgt einen minimalistischen Ansatz: Es stellt die grundlegenden Funktionen und Abstraktionen für einen Wayland-Compositor bereit, lässt jedoch viele Details bewusst offen, sodass Entwickler mehr Flexibilität und Kontrolle über ihre Implementierungen haben. Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass er Entwicklern ermöglicht, Compositoren genau nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Das erfordert mitunter aber auch mehr Aufwand und tiefere Kenntnisse der Wayland-Protokolle.
Im Gegensatz dazu ist Mir in C++ geschrieben und bietet eine deutlich höhere Abstraktionsebene. Die Bibliothek stellt eine größere Menge fertigen Code und vordefinierte Funktionen bereit, die Entwicklern helfen, schneller einen funktionierenden Compositor zu programmieren. Was d...
[...]
Liebe Leserin, lieber Leser,
dieser Artikel ist derzeit nicht in vollem Umfang online zugänglich.
Sie haben die Möglichkeit, diesen Beitrag als PDF zu erwerben. Dazu nutzen Sie bitte die Box unter dem Artikel. Alternativ erweben Sie die Ausgabe als PDF in unserem Online-Shop.
LinuxUser-Artikel werden 12 Monate nach der Erstveröffentlichung automatisch freigeschaltet. Weitere Artikel aus der Zeitschrift LinuxUser 03/2026 finden Sie im Archiv.





