Der neue Darktable-Tonemapper AgX im Vergleich

Aus LinuxUser 01/2026

Der neue Darktable-Tonemapper AgX im Vergleich

© antoinepham2903 / 123RF.com

Farben satt

Bilder von hochwertigen Kameras haben häufig einen viel höheren Dynamikumfang, als ihn die meisten Anzeigegeräte darstellen können. Tonemapper wie der neue AgX helfen, die Dynamik zu reduzieren.

Darktable [1] genießt bei Open-Source-affinen Fotografen mittlerweile Kultstatus. Obwohl das Tool nicht mehr ganz neu ist, bringen die Entwickler in regelmäßigen Abständen Neuerungen hervor und implementieren die fortschrittlichsten Bearbeitungstechniken der Filmindustrie. Darktable ist daher der bevorzugte RAW-Entwickler für Nutzer, die nachvollziehen wollen, was sie machen, und nicht nur mit wenigen Klicks ein auf den ersten Blick gut aussehendes Bild produzieren möchten.

Der neueste Streich der Darktable-Entwickler ist ein Modul mit dem kryptisch klingenden Namen AgX. Es gehört in die Kategorie der sogenannten Tonemapping-Tools und passt den großen Kontrastumfang der Rohdaten an den deutlich kleineren des Ausgabemediums an – meist nicht HDR-fähige Bildschirme. Der Name des Werkzeugs verweist auf die analoge Fotografie, wo man sowohl beim Film als auch beim Fotopapier verschiedene Silberhalogenide als lichtempfindliche Emulsion verwendet. Der Name des Mappers leitet sich von Silber (Ag) ab. Er drückt aus, dass das Tool einen ähnlichen Effekt bewirkt wie analoger Film, insbesondere beim Umgang mit Farben in den Schatten und Lichtern. Das entspricht in groben Zügen einer Entsättigung dieser Tonwertbereiche.

Evolution der Tonemapper

AgX ist bereits der vierte Vertreter von Tonemappern in Darktable. Zunächst gab es die sogenannte Basiskurve, eine einfache, jedoch kameraherstellerspezifische S-Kurve, die auf die Rohdaten angewendet wurde. Bei diesem Tool war der Workflow noch anzeigebezogen, was bedeutet, dass die meisten weiteren Bearbeitungsschritte nach dem Festlegen...

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