Die Bourne Again Shell, kurz Bash, bringt in der Version 5.3 einige interessante Neuerungen. Vor allem bei Skripten steigt dadurch die Performance.
Die Bash gehört bis heute zu den am weitesten verbreiteten Befehlsinterpreter überhaupt. Zwar haben inzwischen zahlreiche Distributionen die Dash zur Standard-Shell für nicht interaktive Zwecke ernannt, doch zweifelt sicher kaum jemand ernsthaft an der Daseinsberechtigung des Platzhirschs.
Wie nahezu jede Linux-Software liegt auch die Bash zunächst im Quellcode [1] vor. Um Sie zu installieren, müssen Sie dementsprechend einige Vorkehrungen treffen. Im ersten Schritt benötigen Sie das Paket build-essential, das von weiteren wichtigen Paketen wie libc6-dev, gcc, g++ und make abhängt. Nach dem Aufrufen des Kommandos sudo apt install build-essential ist das System bereit, aus dem Quellcode die Binaries zu erzeugen.
Weil die Bash bereits durch die Distribution auf dem System eingebunden ist, möchte man die produktive Umgebung nicht mit distributionsfremder Software stören. Deswegen installieren Sie die Bash 5.3 am besten nicht wie prinzipiell als Standardweg vorgesehen nach /usr/local/, sondern in einen eigens angelegten Ordner namens /opt/bash/bash-5.3/. Er findet sich nicht in der $PATH-Variablen und funkt somit im Betrieb der produktiven Umgebung nicht dazwischen.
Installieren
Per Tar ist das Paket in Windeseile entpackt. Danach steht die Konfiguration auf dem Programm. Wie häufig, wenn die Maintainer der jeweiligen Software auf Autoconf setzen, gibt es dazu ein Konfigurationsskript, mit dessen Hilfe Sie die Kompilierung und Installation anpassen.
Für den konkreten Fall spielt nur der Parameter --prefix eine Rolle (Abbildung 1). Er steuert, in welche Ordnerstruktur das Paket installiert werden soll. Für diesen Arti...
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