Mit OpenZFS lassen sich per Snapshot Abbilder einzelner Pools oder des gesamten Systems erstellen. Im Notfall dienen sie zur Systemrettung.
Wenn Sie spezialisierte Betriebssysteme wie Proxmox, Unraid oder TrueNAS kennen, wissen Sie Snapshots vermutlich zu schätzen. Dahinter verbergen sich Momentaufnahmen des Zustands eines Dateisystems, eines Pools oder eines Subvolumes [1] zu einem bestimmten Zeitpunkt. Snapshots halten den aktuellen Stand von Daten oder Systemkonfigurationen fest, sodass Sie später bei Bedarf zu diesem Zustand zurückkehren können.
Tools wie Timeshift oder Snapper bieten benutzerfreundliche Möglichkeiten, Snapshots zu erstellen und zu verwalten, insbesondere für Systemdateien und Konfigurationen. Die native Verwendung von Snapshots wie mit dem für diesen Artikel verwendeten Dateisystem OpenZFS hält allerdings wesentlich mehr Optionen parat.
Copy on Write
Zunächst muss das genutzte Dateisystem Snapshots unterstützen. Moderne Dateisysteme und Volume-Manager wie ZFS, Btrfs und Bcachefs bringen dafür nativ Support mit. Bei den genannten handelt es sich um Copy-On-Write-Dateisysteme (CoW) [2]. Beim Anlegen eines Snapshots werden dabei zunächst keine Daten kopiert, sondern lediglich die Metadaten in Form von Zeigern auf die bestehenden Datenblöcke gespeichert. Dadurch funktioniert das Erstellen sehr schnell und benötigt erst einmal kaum Speicherplatz.
Nur geänderte Daten werden tatsächlich kopiert und gespeichert. Unveränderte Daten nutzen Snapshot und Original gemeinsam, was enorm speichereffizient ist. Allerdings eignen sich Snapshots nicht als zuverlässiges Backup – dass sie das können, ist eine allzu häufige Fehlannahme. Lässt sich zum Beispiel nicht mehr auf die Festplatte zugreifen, sind meist auch die Snapshots verloren. Deswegen dienen si...
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