Es gibt viele auf Multimedia ausgerichtete Distributionen – doch welche davon eignet sich für Sie am besten? Wir nehmen vier interessante Kandidaten unter die Lupe.
Linux spielt in der Kreativ-Community bisher kaum eine Rolle. Dabei wuchs über die Jahre stetig das Angebot an Programmen, die quasi alle Aufgaben aus dieser Sparte bewältigen – zum Teil entwickelten sie sich sogar zum Industriestandard.
Der Vorteil von Multimediadistributionen liegt in den vorinstallierten Programmen sowie der Konfiguration inklusive angepasstem Echtzeit-Kernel. Aktuell konkurrieren vor allem vier Distributionen um die Gunst der Anwender: Ubuntu Studio, AV Linux, Fedora Jam und Fedora Design Suite. Die ersten beiden verwenden zwar einen jeweils anderen Unterbau als die zwei Fedora-Spielarten, am Ende laufen aber auf allen fast dieselben Programme. Als ein entscheidendes Merkmal bei der Auswahl werten wir einerseits den Ressourcenverbrauch sowie Umfang und Aktualität der vorinstallierten Software und andererseits die Frage, wie intuitiv sich die Desktop-Umgebung gestaltet.
Ubuntu Studio
Ubuntu Studio [2] gilt als bekannteste und auch für Einsteiger empfehlenswerte Multimediadistribution. Ubuntu als Inbegriff für einen einfach zu beherrschenden Linux-Desktop bietet sich auch für Kreative als eine gute Wahl an (Abbildung 1). Als offiziell gelisteter Spin greift es auf die Ubuntu-Repositories zu und bekommt so auch die offiziellen Updates von Canonical.
Die Studio-Version erhält je nach Versionsbasis auch Langzeit-Support. Die 20.04-LTS-Variante kommt mit dem bisherigen Ubuntu-Studio-Standard-Desktop XFCE, während die auf Ubuntu 21.10 basierende Version KDE Plasma mitbringt. Die aktuellste Version 22.04 LTS erschien erst kurz vor Drucklegung dieses Hefts und schaffte es deswegen nicht mehr in diesen Artikel.
Der große Vorteil von Ubuntu Studio liegt darin, dass es sich auch auf einem bestehenden Vanilla-Ubuntu installieren lässt. Der Aufruf sudo apt install ubuntustudio-installer lädt die Einrichtungsroutine, mit der Sie anschließend die entsprechenden Pakete für Audio, Video oder Grafik auswählen und in einem Rutsch installieren (Abbildung 2).

Abbildung 2: Der Ubuntu Studio Installer erlaubt es, ein Vanilla-Ubuntu zu einer Multimediadistribution umzufunktionieren.
Wichtig für Nutzer von Nvidia-Grafikkarten: Der Kernel LTS 5.13 Low Latency und die proprietären Grafiktreiber des Herstellers vertragen sich nicht, unter Umständen kommt es zu Darstellungsfehlern und Konflikten.
Für die grafische Verwaltung des Soundservers Jack steht das eigens entwickelte Studio Controls zur Verfügung (Abbildung 3). Die Pulseaudio-Bridge sowie die Realtime-Privilegien sind bereits eingerichtet; in der Regel müssen Sie nur die richtige Soundkarte, den passenden Buffer und die Latenz einstellen.
Vorinstalliert bringt Ubuntu Studio unter anderem Ardour, Carla, Hydrogen, Yoshimi, Audacity, Rackarrack und Guitarix mit. Für Videoschaffende stehen OpenShot, Kdenlive und Ffmpeg bereit, grafische Arbeiten und Animationen erledigen Sie mit Blender, Krita, Inkscape, Gimp und PikoPixel. Für Publisher und Autoren stehen unter anderem LibreOffice, Scribus, Calibre und ein TeX-Betrachter bereit. Stehen Fotos im Vordergrund, dienen etwa Darktable und Shotwell als solider Startpunkt.
Auf professionelle Software unter proprietärer Lizenz, wie etwa die DAWs Cockos Reaper und Bitwig Studio oder den nicht-linearen Videoeditor (NLE) DaVinci Resolve verzichtet die Distribution. Diese lassen sich aber problemlos von den Herstellerseiten herunterladen und nachinstallieren.
Mit allen vorinstallierten Programmen belegt Ubuntu Studio 21.10 etwa 14 GByte Speicherplatz. Das System mit KDE Plasma benötigt nach dem Booten 1,2 GByte RAM. Mit aktueller Hardware stellt das kein Problem dar, auf schwächeren Systemen empfiehlt sich eher Ubuntu Studio 20.04LTS, das den schlankeren XFCE-Desktop verwendet.
Ein Standard-Ubuntu mit installierten Ubuntu-Studio-Paketen belegt 22 GByte auf der Festplatte – zwar nicht wenig, in Anbetracht der Programmauswahl aber auch nicht übertrieben viel. Zum Vergleich: Windows 11 benötigt ohne Zusatzsoftware etwa 22 GByte, MacOS “Big Sur” zwischen 35 und 45 GByte.
AV Linux
In letzter Zeit war es sehr ruhig um AV Linux [3], die oft genannte Alternative zu Ubuntu Studio. Die Distribution basiert auf MX Linux und damit auf Debian Stable, als Benutzeroberfläche kommen XFCE und Openbox zum Einsatz (Abbildung 4).

Abbildung 4: AV Linux kommt dank des Mix aus XFCE und Openbox mit relativ wenigen Systemressourcen aus.
Mit der Ende Februar erschienenen Version MX-21 wechselte die Basis von Debian 10 “Buster” auf Debian 11 “Bullseye”, hinzu kam ein neuer Build-Prozess. Die Entwickler betonen denn auch, die Tatsache, dass es keinen zwingenden Grund gebe, von den erprobten “Buster”-basierenden Varianten, die das Projekt weiter pflegt, schnell auf die neue Version umzusteigen.
Daher haben wir uns AV Linux 2021.05.22 näher angesehen, das trotz des relativ späten Release-Termins im Mai 2021 mit dem Debian-Kernel 5.9 samt Echtzeit-Patch arbeitet. Zum Nachteil von topaktueller Hardware setzt AV Linux hier auf Stabilität statt neuer Features. Auch hier gibt es wie bei Ubuntu Studio keinen Support für die proprietären Grafiktreiber von Nvidia und AMD, ein möglicher Nachteil bei der Videobearbeitung und 3D-Animation.
Der einfach zu bedienende Installer stammt aus MX Linux und beginnt nach dem Einrichten der Festplatte direkt mit der Installation der Software. Parallel geben Sie alle weiteren Informationen an, wie Benutzername, Passwort und länderspezifische Einstellungen. Eine Auswahl der Programme gestattet die Installationsroutine nicht.
Gemäß dem Motto “Install and Create” legen Sie dafür direkt nach der Installation los. Da AV Linux als Audio-Linux entstand, liegt der Fokus eher auf Sound. Mit der Zeit kamen dann andere Programme rund um das Thema Multimedia hinzu. Insgesamt benötigt die Distribution 15,5 GByte Festplattenplatz und begnügt sich nach dem Start mit 410 MByte Hauptspeicher.
Für Audioschaffende bringt das System neben Jack und Ardour 6.7 (aktuell wäre 6.9) auch Qjackctl und den Ardour-Spin Harrison Mixbus als Demoversion nebst verschiedener kommerzieller Plugins mit. Wer eher mit Video und Grafik arbeitet, kommt mit Avidemux, Cinelerra-GG, Kdenlive, Olive, OBS Studio, Blender, Gimp und Inkscape auf seine Kosten.
Neue Programme und Versionen beziehen Sie voreingestellt aus den Repositories von Debian und KX Studio (Debian). Einige Programmversionen fallen dabei jedoch etwas älter aus als bei der Konkurrenz. Gerade für Ardour empfehlen dessen Entwickler, immer die neueste Version zu verwenden, die als am stabilsten gilt.
Abseits des Paketmanagers installieren Sie Software als Flatpak, Snap, Appimage oder direkt vom Hersteller. Zusätzlich sorgt Wine nebst passenden Programmen wie VST-Bridges dafür, dass sich das Verwenden von VST-Plugins für Windows in der Linux-DAW einfacher gestaltet.
Programme starten Sie entweder über das Startsymbol im Panel, oder Sie öffnen das Openbox-typische Menü über einen Rechtsklick in den Desktop. Hier findet Sie auch das englischsprachige PDF-Manual der Distribution, getrennt in die Rubriken MX Linux mit 199 Seiten und AV Linux mit 72 Seiten. Zum Verwalten des Systems dienen die MX-Tools und der AVL Assistant.
Fedora-Spins
Gleich zwei Distributionen aus dem Red-Hat-Universum finden neuerdings vermehrt Gefallen unter Kreativen. Fedora Jam [4] richtet sich beim Programmangebot an Musiker und Audioschaffende und setzt auf KDE Plasma als Desktop (Abbildung 5). Fedoras Design Suite [5] bietet Futter für Kreative aus den Bereichen Video, Foto, Grafik und Animation, als Desktop dient hier Gnome.
Beide Spins basieren auf der jeweils aktuellsten Fedora-Version, derzeit also noch F35. Damit einher gehen die neuesten Programmversionen und Kernels, aktuell werkelt bei beiden Linux 5.15. Die Distribution verzichtet auf einen Echtzeit-Patch, anstelle von Pulseaudio kommt Pipewire zum Zug. Fedoras Design Suite (Abbildung 6) nutzt schon beim Systemstart 1,4 GByte RAM, was für ein Standard-Gnome 41.3 recht viel erscheint.
Fedora Jam mit KDE Plasma benötigt 1,1 GByte RAM, auch hier kommen ab Werk Pipewire und Wayland zum Einsatz. Das Verwenden von Wayland führt bei einigen Programmen noch zu eingeschränkter Nutzbarkeit, Ardour kommt darüber hinaus mit Pipewire noch nicht optimal zurecht.
Bemerkenswert ist die Auswahl an vorinstallierten Programmen bei Fedora Jam. Audioschaffende bekommen fast alle bekannten DAWs, Plugins, Audio-Tools, virtuelle Synthesizer und Analyzer vorinstalliert und teils vorkonfiguriert. Insgesamt benötigt das System etwa 11 GByte Festplattenspeicher. Das Fehlen des Echtzeit-Kernels fällt bei normalen Homestudio-Anwendungen nicht negativ auf. Besitzer von Nvidia-Grafikkarten profitieren davon, denn es lassen sich problemlos die leistungsstärkeren proprietären Treiber installieren.
Fedora Design Studio bringt weit weniger Programme mit, belegt aber dennoch knapp 13 GByte Platz auf der Festplatte. Zumindest die wichtigsten Kreativanwendungen wie Darktable, Gimp, Krita, Inkscape, Scribus, Pitivi, Blender und Audacity stehen vorinstalliert bereit. Es fehlt jedoch an Videoeditoren, die in keinem Fedora-Spin so richtig Platz finden. Die Auswahl orientiert sich anscheinend eher an GTK-Kompatibilität als an großer Auswahl, daher fehlen etwa Kdenlive oder Olive.
Beide Fedora-Varianten richten sich an User, die am liebsten mit neuester Software arbeiten und relativ moderne Hardware besitzen. Für ältere Geräte oder virtuelle Maschinen sowie für Einsteiger eignen sich die Spins weniger. Die Online-Dokumentation gibt zwar eine grobe Übersicht, ein echtes Manual fehlt aber. Wer sich bereits mit Fedora auskennt, kommt mit beiden aber vermutlich problemlos zurecht.
Weitere Systeme
Neben den Platzhirschen es gibt eine Reihe anderer Distributionen aus diesem Dunstkreis. Die meisten davon erstellen und verwalten Einzelpersonen oder kleine Teams, die sich aber in manchen Fällen gar nicht oder nur selten um Aktualisierungen kümmern. Sofern die Security-Updates von den offiziellen Repositories kommen und sich Programme bei Bedarf über alternative Wege aktualisieren lassen, stellt das aber kein großes Problem dar – zumindest für versierte Anwender.
In der Tabelle “Alternative Multimediadistributionen” haben wir einige in diesem Artikel unerwähnte Distributionen für Kreative samt deren jeweiligem Entwicklungsstand zusammengefasst. Mehr dazu finden Sie im Wiki von Linuxaudio.org [1].
|
Distribution |
Gepflegt |
URL |
|---|---|---|
|
64 Studio |
nein |
|
|
Agnula |
nein |
|
|
Apodio |
ja (2020) |
|
|
Didjix |
ja |
|
|
Io GNU/Linux |
nein |
|
|
KX Studio (Distro) |
nein |
|
|
KX Studio (Repository) |
ja |
|
|
LibraZiK |
ja (2020) |
Ein interessantes Projekt nennt sich Geekos DAW oder kurz GDAW. Es nutzt OpenSuse als Unterbau und macht ähnlich wie der Ubuntu Studio Installer eine Audio-Workstation aus der Vanilla-Distribution. Die Installation lässt sich direkt aus dem Browser heraus starten, im Terminal genügt der Befehl UserModAudio. Nach erfolgtem Neustart präsentiert sich das System auf Audio optimiert, in YaST finden sich dann entsprechende Module mit dem Präfix gdaw.
Die ehemalige Distribution KX Studio schrumpfte zum Repository für Audiosoftware, das neben vielen anderen Programmen und Plugins das hervorragende Jack-Kontrollstudio Cadence mit vorinstallierter Pulseaudio-Bridge sowie die exzellenten Distrho-Plugins anbietet. Auf Debian- und Ubuntu-basierenden Distributionen ist das quasi ein Pflicht-Repository für Audioschaffende.
Die ideale Distribution
Die in der Kreativbranche gängigen Programme finden sich sowohl in kleinen als auch großen Studiodistributionen. Projekte tauschen die Daten untereinander oft noch in den entsprechenden Formaten aus, auch wenn es mit OMF, AAF und XML inzwischen praktikable und allgemeinere Alternativen gibt.
Das Problem: Avid Pro Tools, Steinberg/Yamaha Nuendo und Cubase oder Magix Samplitude und Sequoia gibt es nicht für Linux; Ardour spielt am Markt kaum eine Rolle. Auch in der Videowelt spielen Avid, Apple und Adobe die Hauptrollen auf dem Markt, freie Alternativen haben es eher schwer.
Daher ist es für Kreative unumgänglich, sich wenigstens in den Standards auszukennen; für Jobs verlangen Auftraggeber häufig eine eigene Lizenz bestimmter Software. Das schließt aber nicht aus, bei der Arbeit Programme eigener Wahl zu nutzen und am Ende alles im gewünschten Format abzugeben. Idealerweise in Form fertiger Video- oder Audiodateien, um dem Auftraggeber zu zeigen, dass auch andere Programme zum Ziel führen.
Distributionen anpassen
Finden Sie unter den von uns vorgestellten Studiodistributionen nicht das Richtige für Ihre Zwecke, ist Eigeninitiative gefragt. Mit vier wesentlichen Schritten machen Sie aus einem Standard-Linux eine Multimediadistribution (Listing 1).
Dazu legen Sie bei den meisten Distributionen zunächst die Gruppe audio an und fügen ihr den gewünschten Nutzer hinzu (Listing 1). Unter Arch Linux und Derivaten dagegen heißt die Gruppe realtime (Listing 2). Während diese schon die nötigen Realtime-Rechte besitzt, müssen Sie diese der Gruppe audio erst noch erteilen, indem Sie in der Datei /etc/security/limits.conf zwei Zeilen ergänzen (Listing 3) und diese mit Realtime-Privilegien ausstatten .
Listing 1
Erste Schritte
### Gruppe audio anlegen $ sudo groupadd audio ### Nutzer der Gruppe hinzufügen $ sudo usermod -a -G audio User ### limits.conf ergänzen
Listing 2
Erste Schritte (Arch Linux)
$ sudo usermod -a -G realtime User ### oder via Community-Repo $ sudo pacman -S realtime-privileges
Listing 3
/etc/security/limits.conf
# Realtime-Privilegien für # die Gruppe audio @audio - rt-prio 95 @audio - memlock unlimited
Danach gilt es, Jack (Abbildung 7) und bei Bedarf die Pulseaudio-Bridge einzurichten. Alternativ testen Sie, ob Pipewire mit Ihrem Setup zuverlässig funktioniert. Ein Echtzeit-Kernel lässt sich in der von der Distribution mitgebrachten Kernel-Verwaltung auswählen und installieren. Einen Realtime-Kernel für Arch Linux und dessen Derivate generieren Sie mit yay linux-rt oder yay linux-rt-lts.
Sofern Sie eine Grafikkarte von Nvidia nutzen, denken Sie daran, kompatible Treiber zu installieren.
Programme installieren
Bei der Auswahl der Software spielt die persönliche Vorliebe eine große Rolle. In der Linux-Welt gibt es nicht so viel Auswahl wie unter Windows oder MacOS, was oft dazu führt, dass sich vor allem ein einzelnes Programm durchsetzt.
Die aus Sicht des Autors besten FOSS-Programme für Audio- und Videoschnitt sowie Grafikbearbeitung, Fotoverwaltung und 3D-Animation fasst die Tabelle “Empfohlene Software” zusammen. Alle Anwendungen finden sich im schon erwähnten KX-Studio-Repository (Abbildung 8) sowie im Arch User Repository (AUR). Mit einem hochgestellten Sternchen gekennzeichnete Software laden Sie auf Empfehlung der Entwickler direkt von der Homepage herunter.
|
Funktion |
Programm(e) |
|---|---|
|
DAW |
Ardour* |
|
Gitarren-Amp |
Guitarix |
|
Soundserver |
Jack2 |
|
Jack-Verwaltung |
Cadence (Pulseaudio-Bridge integriert) |
|
Plugins |
Calf, Distrho, X42, dRowAudio, IR LV2, TAL, Dragonfly, Airwindows* |
|
Synthesizer |
ZynFusion, Tytel Helm, Surge, Vital(ium)*, Dexed, VCV Rack |
|
NLE |
Kdenlive, Pitivi, Olive 0.2 (Alpha) |
|
Codecs |
Ffmpeg |
|
Grafik |
Gimp, PhotoGimp (Github) |
|
Zeichnen |
Krita |
|
Fotoverwaltung |
Darkroom |
|
Codecs/Konverter |
Ffmpeg |
|
3D-Animation |
Blender |
Flatpaks sollten Sie nur im Zusammenhang mit Flatseal oder manueller Rechteverwaltung nutzen, da die Programme sonst nicht auf alle Ressourcen des Systems zugreifen können und eventuell nicht korrekt funktionieren.
Den Kernel müssen Sie nicht zwingend austauschen. Für die meisten Einsatzgebiete genügt ein aktueller normaler Kernel, im Zusammenspiel mit der Audio-Priorisierung der Nutzergruppe sowieso. Realtime-Audio integrieren Kernel nach Version 5.16 direkt, sodass es keiner gepatchten Versionen mehr bedarf.
Fazit
Eine gut ausgestattete Multimediadistribution, die Neuankömmlinge an die Hand nimmt und eine gut sortierte Vorauswahl an Programmen sowie eine fertige Konfiguration mitbringt, bietet sich als idealer Einstieg in die Linux-Multimediawelt an. Viele der angebotenen Programme gelten auch unter Windows und MacOS als Quasi-Standard oder mindestens als freie Alternative. Oft machen sie dort Nutzer neugierig, die dann auch Linux ausprobieren. Nicht wenige Blender-User gingen genau diesen Schritt, nicht zuletzt wegen der guten Performance. Bei anderer Software könnte es ähnlich laufen, etwa bei Blackmagics DaVinci Resolve. Bei den DAWs locken unter Linux höchstens Bitwig Studio und Cockos Reaper Umsteiger an, im FOSS-Bereich gibt es hier noch viel Luft nach oben. (tle)
Der Autor
Claudius Grieger arbeitet als freier Autor. Er nutzt Arch Linux, unter anderem wegen der aktuellen und umfassend gefüllten Repositories und wegen Pacman.
Infos
- “Linux Audio Bundles and Distributions”: https://wiki.linuxaudio.org/apps/categories/distributions
- Ubuntu Studio: https://ubuntustudio.org
- AV Linux: https://www.bandshed.net/avlinux/
- Fedora Jam: https://labs.fedoraproject.org/en/jam/
- Fedora Design Suite: https://labs.fedoraproject.org/en/design-suite/











