Krita 5.0 mit runderneuertem Werkzeugkasten

Krita 5.0 mit runderneuertem Werkzeugkasten

Krita 5.0

Krita 5.0

Schneller und schlanker

Mit der Version 5.0 des Zeichnprogramms Krita gehen tiefgreifende Änderungen beim Verwalten der Paletten und Tools einher, die das Programm schneller und ressourcenschonender macht, aber gleichzeitig die Kompatibilität mit alten Programmversionen in einigen Punkten bricht.

Im Kern des Zeichenprogramms verwaltet nun eine SQLite-Datenbank essentielle Parameter wie Gradienten, Pinselspitzen oder Voreinstellungen. Auf diese Weise lädt die Software nur angeforderte Daten, und das geht wesentlich schneller als bisher und verbraucht darüber hinaus weniger Arbeitsspeicher. In Tests benötigte das Programm teils 200 MByte weniger RAM.

Um die Ressourcen zu speichern, griffen die Entwickler bislang auf eine Reihe von vordefinierten Ordner zurück, die sich allenfalls durch Änderungen am Quellcode anpassen ließen. Die aktuelle Version bietet an dieser Stelle mehr Flexibilität, indem sie erlaubt, die Speicherorte für Cache, Bundles und weitere Daten individuell anzupasssen. Das erlaubt beispielweise auch das Ablegen von Daten auf einem USB-Stick.

Gradienten erhielten nun ein Dithering, was es ermöglicht, selbst dann fließende Übergänge zu erzeugen, wenn die Farbtiefe des Bilds eigentlich nicht groß genug ist, sodass sich Streifen bilden. Von dem neuen System profitieren selbstverständlich auch Grafiken mit größerer Farbtiefe. Krita unterstützt nun auch den  Wide-Gammut RGB-Farbraum, und “unbound colors”, was Möglichkeiten eröffnet, die sinst nur bei HDR-Bildern möglich sind. Langfristig hoffen die Entwickler, künftig die CSS4-Definitionen für Farben abzubilden, wenn diese Spezifikation stabil ist.

Im Rahmen der Veränderungen brechen die Entwickler an einigen Stellen die Kompatibilität mit älteren Versionen. So ist Krita 5.0 nicht mehr in der Lage, Vektor-Ebenen zu laden, die mit einer Programmversion vor 3.0 erstellt wurden. Das neue Format für Werkzeugspitzen hat sich grundlegend geändert. Daher ist es nicht möglich dieses in der Vorgängerversion zu laden. Außerdem haben die Entwickler ein Problem mit der Festlegung der Größe von Text in Dokumenten behoben. Für bereits bestehende Dateien sind aber zusätzliche Handgriffe nötig. In den Release Notes findet sich ein Hinweis auf diese.

Außer den genannten Änderungen haben die Entwickler zahlreiche weitere Teile der Software angefasst, darunter das Storyboard-Modul, die Oberfläche sowie die Handhabung von Elementen auf der Oberfläche.

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