Heft-DVD 02/2020

Aus LinuxUser 02/2020

Heft-DVD 02/2020

Neues auf der Heft-DVD

Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Rechners. Mit der Heft-DVD erhalten Sie topaktuelle Distributionen zum Ausprobieren, aber auch für den Produktiveinsatz.

Bunsenlabs “Helium” für alte Rechner

Das Debian-Derivat Bunsenlabs nimmt für sich in Anspruch, möglichst ressourcenschonend selbst auf betagterer Hardware zu arbeiten. Im Test belegt die Distribution nach dem Start lediglich 200 MByte Arbeitsspeicher. Die grafische Oberfläche gestaltet der Fenstermanager Openbox, dem die Entwickler eine moderne Optik und weitere Modifikationen spendierten. Zur Ausstattung zählen unter anderem der Webbrowser Firefox, der Mediaplayer VLC und diverse Programme aus dem Gnome-Fundus, darunter Gnumeric und der PDF-Betrachter Evince. Die 32-Bit-Variante von Bunsenlabs starten Sie von Seite A der DVD, den 64-Bit-Ableger finden Sie auf der Rückseite. Die zugehörigen ISO-Images liegen jeweils im Ordner isos/.

Indische Distribution Hamara 2.1

Das auf Debian im “Stable”-Zweig basierende Hamara Linux 2.1 stammt aus Indien. Ein Schwerpunkt liegt bei der aktuellen Version namens “Sugam” auf der möglichst langen Nutzung von älteren Computern, weswegen es die Distribution auch für 32-Bit-Systeme gibt. Diesem Anspruch wird die Distribution aber nur zum Teil gerecht. Der mitgelieferte Mate-Desktop benötigt bereits ohne gestartete Applikationen etwa 1 GByte Hauptspeicher. Anders als Debian bringt Hamara proprietäre Firmware-Blobs mit, die es erlauben, einige Hardware-Komponenten wie WLAN-Karten ohne Umstände in Betrieb zu nehmen. Sie booten die 32-Bit-Version der Distribution von Seite A der Heft-DVD, den 64-Bit-Ableger von Seite B. Die zugehörigen ISO-Images finden Sie jeweils im Verzeichnis isos/.

Anonym surfen mit Tails 4.1

Das auf Debian basierende Live-System Tails erlaubt das anonyme und sichere Surfen im Internet. In der aktuellen Release 4.1 klettert der Tor-Browser auf Version 9.0.2, Thunderbird liegt in Version 68.2.2 vor, Enigmail meldet sich in Version 2.1.3. Der Linux-Kernel kommt in Version 5.3.9, was wiederum die Unterstützung von neueren Hardware-Komponenten verbessern soll. Nicht zuletzt behebt Tails 4.1 mehrere Fehler und schließt zahlreiche Sicherheitslücken. Nutzer älterer Versionen sind deswegen angehalten, zeitnah auf die aktuelle Ausgabe umzusteigen. Sie booten die Distribution von Seite A der Heft-DVD, das zugehörige ISO-Image finden Sie im Verzeichnis isos/.

Elementary OS 5.1 mit Flatpak-Support

Als wichtigste Neuerung wartet die auf Ubuntu basierende Distribution Elementary OS 5.1 alias “Hera” jetzt mit einer Unterstützung von Flatpak-Paketen auf, die Sie über das AppCenter installieren. Flatpacks aus anderen Quellen integrieren Sie mit dem neuen Werkzeug Sideload. Darüber hinaus überarbeiteten die Entwickler ihre hauseigenen Apps. In diese Kategorie fallen Calendar, Kamera, Photos, Music, Voices, Files, Code und Terminal. Unter anderem unterstützt der Dateimanager Files ab sofort auch Cloud-Provider. Über die Schnittstelle arbeitet Files beispielsweise mit Nextcloud zusammen. Sie booten die Distribution von Seite B der Heft-DVD. 

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