Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Rechners. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur topaktuelle Distributionen, sondern zusätzlich die passenden Programme zu den Artikeln.
Geoinformationssystem schlüsselfertig
Die auf Ubuntu basierende Distribution OsGeo Live 12.0 konzentriert sich voll auf freie GIS-Anwendungen und verringert damit die Einstiegshürden erheblich. Als Grundlage dient Lubuntu, ein Ubuntu-Derivat mit LXDE als schlankem Desktop. Es enthält über 50 vorkonfigurierte Anwendungen aus dem Kernbereich Geo-Daten direkt zum Ausprobieren. Das Spektrum umfasst dabei Applikationen zum Darstellen, Speichern, Veröffentlichen sowie zur Analyse und dem Bearbeiten entsprechender Datensätze. Dazu enthält die Distribution Beispiele samt Dokumentation. Sie booten das System von Seite B der zweiten Heft-DVD.
Für KDE-3-Liebhaber: Q4OS 2.6
Das aus Deutschland kommende Debian-Derivat Q4OS 2.6 alias “Scorpion” fällt gleich mehrfach aus dem Rahmen: Das Betriebssystem nutzt als Standard-Desktop den KDE-3-Klon Trinity, der zwar optisch etwas angestaubt wirkt, sich aber dank des geringen Ressourcenverbrauchs sehr gut für ältere Systeme eignet. Alternativ bietet die Distribution eine sehr einfache Möglichkeit, die Arbeitsumgebung auf Cinnamon oder Gnome zu ändern. Sie booten die Distribution von Seite B der ersten Heft-DVD. Das zugehörige ISO-Image finden Sie unter isos/.
Aus alt mach neu – mit Elive 3.0.0
Systeme für ältere Computersysteme kranken oft an mangelnder Software oder rustikalem Design. Elive 3.0.0 dagegen verwandelt den Desktop in einen echten Hingucker und bringt Software für jeden Einsatzzweck mit. Das System setzt auf Debian “Wheezy” und Kernel 3.16.39. Mit von der Partie sind darüber hinaus LibreOffice 4.3.3, Inkscape 0.48.3.1 und Gimp 2.8.2. Als Voraussetzungen in Bezug auf die Hardware geben die Entwickler eine CPU mit 500 MHz Taktfrequenz und einen minimalen Arbeitsspeicher von 192 MByte an. Sie booten das System von Seite A der zweiten Heft-DVD. Das entsprechende ISO-Image finden Sie in isos/ auf dem Datenträger.
Rolling Mint dank Debian
Linux Mint**3**LMDE alias “Cindy” nutzt in der aktuellen Version Debian 9 und kommt mit dem aktuellen Cinnamon-Desktop 3.8.8. Der Kernel meldet sich in Version 4.9. Anders als bei Ubuntu-basierten Mint-Varianten handelt es sich bei LMDE um ein Rolling Release. Das bedeutet, dass das System kontinuierlich Updates erhält. Ein komplettes Upgrade, wie es die Ubuntu-basierten Mint-Versionen erfordern, brauchen Sie deswegen nicht mehr zu machen. Sie booten die Distribution von Seite B der ersten Heft-DVD. Das zugehörige ISO-Image finden Sie im Verzeichnis isos/ der DVD.
Safety first: Parrot OS 4.2.2
Bei Parrot Security OS handelt es sich um eine Debian-basierte Spezial-Distribution für ethisches Hacken, Penetration-Testing, War-Driving und digitale Forensik. Dafür bietet sie Dutzende Tools aus allen Bereichen der IT-Sicherheit. Daneben stellt der Distributor noch eine Home-Variante bereit, die sich als sichere Workstation mit erweitertem Fokus auf Sicherheit und Schutz der Privatsphäre anbietet, der jedoch die Hacking-Tools fehlen. Auf Seite A der ersten Heft-DVD finden Sie die Parrot Security OS, auf Seite B Parrot Home OS. Letzteres lässt sich aus produktionstechnischen Gründen jedoch nicht direkt installieren. Brennen Sie dafür das im Ordner /isos/ enthaltene Image des Systems auf eine DVD.
Neue Programme
Die meisten Video-DVD-Player arbeiten nur mit standardkonformen Datenträgern zusammen. Mit Linux und DeVeDeNG 4.12 bringen Sie schnell professionelle Ergebnisse auf den Bildschirm. Bei Bedarf passt die Software sogar das Material an den bereitstehenden Platz auf dem Datenträger an.
Die Software EncryptPad 4.0.4 vereint mehrere Funktionen, die beim Umgang mit vertraulichen Texten und Dateien hilft. Texte erstellen und anschließend verschlüsseln, gehört zu den Kernaufgaben dieses Texteditors. Die Software erlaubt es aber auch, Binärdateien fast beliebiger Größe zu verschlüsseln.
Der Grub Customizer 5.0.8 von Daniel Richter erlaubt die grafische Konfiguration des Bootloaders Grub2. Damit nehmen Sie einfache Änderungen wie etwa die Abfolge der Menüeinträge vor, oder Sie stellen die Wartezeit bis zum automatischen Start des Standardeintrags ein.
Trotz des nur kleinen Versionssprungs bringt das Videoschnittprogramm OpenShot 2.4.3 neben zahlreichen Fehlerkorrekturen ein paar interessante Änderungen mit. So ist es nun möglich, Masken und Transitionen zu jedem Zeitpunkt zu verändern. Zudem gibt es eine Funktion, mit der Sie bei Bedarf animierte Masken und Transitionen aus Bildern und Videoclips erzeugen.
Der Tor-Browser 8.0.1 basiert auf dem Firefox 60 ESR und erfuhr in dieser Release etliche Neuerungen, die die Nutzerfreundlichkeit erhöhen und diverse seit Längerem bestehende Probleme beheben. So ist es nun einfacher, das Bridge Fetching zu konfigurieren. Es dient dazu, um in Gegenden mit starker Zensur ins Tor-Netzwerk zu gelangen.
Linux bringt zwar bereits etliche Bordmittel zum Verschlüsseln mit, viele davon sind aber recht umständlich im Einsatz oder arbeiten nicht kompatibel zu anderen Systemen. Veracrypt 1.23 dagegen bietet sowohl eine intuitive Oberfläche und erzeugt Volumes, die mit anderen entsprechenden Applikationen harmonieren.
Mit dem Natrix-Calculator 2.3 brauchen Sie den Adressbereich eines Sub-Netzes nicht mehr selbst zu berechnen. Das Tool bietet eine einfache Qt-basierte Oberfläche, in der sich IPv4- und IPv6-Bereiche kalkulieren.
Die Software Fping 4.1 sieht sich als leistungsfähige Alternative zum klassischen Ping. Das Tool nutzt ebenfalls ICMP-Echo-Pakete zum Erkunden des Netzwerks, bietet aber eine bessere Performance und ist in der Lage, mehrere Systeme gleichzeitig abzufragen.




