Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Rechners. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur topaktuelle Distributionen, sondern auch die passenden Programme zu den Artikeln.
Netrunner 18.03: Debian modernisiert
Auf dem Desktop spielt Debian nach wie vor eher eine Nebenrolle. Mit ein Grund dafür ist die strikte Policy, proprietäre Software aus dem System zu verbannen und nur ausgiebig getestete – und damit häufig veraltete – Software einzusetzen. Das auf Debian “Stretch” basierende Netrunner 18.03 alias “Idolon” versucht, das zu ändern. So enthält das Debian-Derivat von Haus aus unfreie Codecs für Multimedia-Anwendungen sowie proprietäre Firmware-Komponenten. Da die Distribution auf einem Snapshot des “Testing”-Zweigs von Debian basiert, befinden sich die meisten Software-Pakete auf einem recht aktuellen Stand. Sie booten die Distribution von Seite A der ersten Heft-DVD, das zugehörige ISO-Image finden Sie im Verzeichnis isos/. Einen ausführlichen Artikel zu Netrunner lesen Sie ab Seite 8.
KaOS 2018.06 mit topaktuellem KDE Plasma
Wer am neuesten Entwicklungsstand von KDE teilhaben möchte, der kommt an KaOS Linux 2018.06 nicht vorbei. Zwar wurde KaOS von Arch Linux inspiriert, es nutzt aber eigene Repositories, die rund 2200 Pakete enthalten. Als Paketmanager dient dabei Pacman mit der grafischen Oberfläche Octopi. Die Rolling-Release-Distribution kommt mit einem brandneuen KDE Plasma 5.13.1, das schneller startet und den Ressourcenverbrauch senkt. Als Basis der Distribution dient der Kernel 4.16.14, die KDE-Komponenten setzen auf Qt 5.11.1 auf. Sie booten KaOS Linux von Seite B der ersten Heft-DVD.
Modulares Leichtgewicht Slax 9.5.0
Anders als es der Name vermuten lässt, basiert Slax 9.5.0 auf Debian “Stable”. Die Distribution erweist sich mit gerade einmal 260 MByte als echtes Leichtgewicht. Das aktuelle Release enthält alle Upstream-Verbesserungen von Debian “Stable” und behebt einige kleinere Fehler. Einer der Hauptvorteile von Slax liegt darin, dass sich die Distribution leicht an individuelle Wünsche anpassen lässt. Zusätzliche Software fügen Sie als autonome Slax-Module hinzu. Einen traditionellen Paketmanager wie Apt benötigen Sie dafür nicht, auch wenn Slax ihn vollständig unterstützt. Die Desktop-Oberfläche verwaltet die ressourcenschonende Fluxbox, den Unterbau stellt der Linux-Kernel 4.9.11 zusammen mit Xorg 1.19.2 und Systemd 232. Sie booten das 32-Bit-System von Seite A der ersten Heft-DVD.
ArcoLinux: Arch für alle
Wie der Name schon andeutet, basiert ArcoLinux 6.9.1 auf der bekannten Rolling-Release-Distribution Arch Linux. In der Praxis bedeutet das, dass sich das System nach der Installation mehr oder weniger selbst pflegt. Regelmäßige Versionsaktualisierungen wie etwa bei Ubuntu entfallen damit komplett. Das vorliegende Release verwendet XFCE 4.121.4 als Desktop. Zur Ausstattung gehören unter anderem Chromium, Firefox, Gimp und Inkscape, jeweils in sehr aktuellen Fassungen. Sie booten die Distribution von Seite B der ersten Heft-DVD, das zugehörige ISO-Image finden Sie im Verzeichnis isos/.
Linux Mint 19 “Tara” steht bereit
Linux Mint 19 basiert jetzt nicht mehr wie die Vorgänger auf dem inzwischen veralteten Ubuntu 16.04, sondern auf der aktuellen Version 18.04 mit Langzeitsupport. Die Distribution rückt die Backup-Funktion namens Timeshift in den Vordergrund, verbessert den Update-Manager und bietet viele weitere Änderungen. Timeshift erstellt Schnappschüsse des kompletten Systems, was es Ihnen erlaubt, im Fall der Fälle schnell zum letzten funktionierenden Zustand zurückzukehren. Auf Seite A der zweiten Heft-DVD finden Sie die 64-Bit-Varianten mit Cinnamon- und Maté-Desktop, auf der Rückseite die Versionen mit XFCE und Maté für 32-Bit-Rechner.
Neue Programme
Die Software Nitroshare 0.3.4 ermöglicht den schnellen Dateiaustausch zwischen unterschiedlichen Betriebssystemen – ideal für Konferenzen und Ad-hoc-Netzwerke.
Das Grep-ähnliche Tool Ucg 0.3.3 wurde vor allem für die schnelle Suche in großen Quellcode-Archiven konzipiert. Es punktet aber auch bei der einfachen Textsuche mit hoher Suchgeschwindigkeit.
Letztes Jahr erzielte die Musikindustrie erstmals durch Streaming mehr Erlöse als durch den Verkauf von CDs. Doch nicht jeder braucht Zugriff auf Millionen von Songs: Mit Musikcube 0.50.0 machen Sie Ihre eigene Sammlung fit fürs Streamen.
Das Tool Flameshot 0.5.1 erstellt Bildschirmfotos anders als die gewohnten Anwendungen: Es verzichtet auf ein Fenster. Stattdessen ziehen Sie nach dem Start einen Rahmen um den Bereich auf, den Sie festhalten möchten. Noch vor dem Speichern des Screenshots ergänzen Sie diesen um Pfeile, Hinweise und andere grafische Elemente.
Mit der Webanwendung Nextcloud 13.0.5 setzen Sie schnell eine kleine Cloud auf, die nicht nur Dateien, Kalenderdaten und Kontakte speichert, sondern sich schnell um interessante Funktionen erweitern lässt.
Das Java-Programm ImageJ 1.56 dient zur ganz speziellen Bildverarbeitung. Es kommt häufig bei der medizinischen und wissenschaftlichen Bildanalyse zum Einsatz, etwa zum Vermessen von Strukturen auf Mikroskopaufnahmen, erweist sich aber auch im Alltag als nützlicher Helfer. Der Funktionsumfang des Programms lässt sich durch Hunderte von Plugins erweitern.
Der freie Video-Editor OpenShot 2.4.2 eignet sich dank seiner intuitiv bedienbaren Oberfläche auch für Einsteiger. Sie editieren die Filme weitgehend via Drag & Drop, für den Export stehen diverse Formate bereit. Neben vielen Fehlerbereinigungen und verbesserter Stabilität bringt die neue Ausgabe auch die sieben neuen Effekte Crop, Hue, Color Shift, Pixelate, Bars, Wave und Shift mit.
Mit der Programmierumgebung Processing 3.3.7 bringen selbst Anfänger mit wenigen Code-Zeilen komplizierte Vektorgrafiken und Animationen auf den Bildschirm oder verfremden Pixelbilder mit selbst entworfenen Filtern. Sogar die ersten Schritte in die 3D-Welt fallen mit dem Java-Dialekt leicht.




