Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Rechners. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur topaktuelle Distributionen, sondern auch die passenden Programme zu den Artikeln.
NixOS 18.03 geht neue Wege
Bei der Paket- und Programmverwaltung geht NixOS 18.03 eigene, ungewöhnliche Wege: Anders als standardkonforme Linux-Systeme speichert die Paketverwaltung der Distribution alle zu einem Paket beziehungsweise Programm gehörenden Dateien in einem für jede Paketversion individuellen Ordner. Das erlaubt zum einen für jede Version der Software ein neues Verzeichnis und macht damit das Entfernen von Paketen extrem einfach. Zum anderen verhindert es Dateikonflikte, wenn ein Programm beispielsweise eine Bibliothek mitbringt, die schon auf dem System existiert. Sie booten die Distribution von Seite A der ersten Heft-DVD, einen Artikel zum Einsatz von NixOS lesen Sie ab Seite 12.
Devuan Ascii 2.0 pflegt alte Werte
Im Gegensatz zu herkömmlichen Debian-Systemen verzichtet Devuan Ascii 2.0 auf Systemd und setzt nach wie vor auf das altbewährte SysVinit. Als Grundlage dient Debian 9 “Stretch”, den Unterbau stellt der Kernel 4.9.0-5 mit rückportierten Patches gegen Meltdown und Spectre. Als Desktop-Umgebung dient XFCE, alternativ lassen sich aber auch KDE, Cinnamon, LXQt oder Maté installieren. Funktionell zeigt sich Devuan auf der Höhe der Zeit. So gehören zum Softwareumfang unter anderem die Bildbearbeitung Gimp 2.10.2, der Webbrowser Chromium 67, die Bürosuite LibreOffice 6.0.5 sowie der E-Mail-Client Mozilla Thunderbird 52.8.0. Sie booten die Distribution von Seite B der ersten Heft-DVD.
BlankOn 11 peppt Debian auf
Debian fristet aufgrund seiner konservativen Philosophie auf dem Desktop eher ein Nischendasein. Dass das freie System jedoch mit pfiffigen Ideen auch als Allrounder für den alltäglichen Einsatz zu gebrauchen ist, belegt das Derivat BlankOn Linux 11.0. Als Besonderheit wartet die indonesische Distribution mit einem eigenen Desktop namens Manokwari auf, der auf dem aktuellen Gnome 3.26.2 basiert. Daneben wartet BlankOn mit recht aktueller Software auf: So kommen neben dem Kernel 4.14 und Systemd 237 der X-Server 1.19.6, die Bibliotheken GTK+ 3.22.26 und Glibc 2.26 sowie der Druckserver Cups 2.2.6 zum Einsatz. Anwendungsseitig finden sich unter anderem LibreOffice 6.0.1 und Firefox 58.0.1. Sie booten das System von Seite A der ersten Heft-DVD, das zugehörige ISO-Image finden Sie im Ordner isos/.
Sicherer durchs Netz mit Tails 3.8
Die auf Debian basierende Live-Distribution Tails 3.8 richtet sich vornehmlich an Anwender, die ihre Anonymität beim Surfen im Internet wahren möchten. Dazu erstellt es eine Verbindung über das Tor-Netzwerk, das eine Rückverfolgung stark erschwert. Diverse Browser-Plugins helfen zudem dabei, unter anderem deanonymisierende Skripte zu blockieren. Sie booten die Distribution von Seite A der ersten Heft-DVD, das zugehörige ISO-Image finden Sie im Verzeichnis isos/.
Neues aus Nürnberg: OpenSuse Leap 15.0
Falls Sie Wert auf ein stabiles und besonders lange gepflegtes System legen, liegen Sie beim neuen OpenSuse 15 goldrichtig: Es besitzt denselben Unterbau wie das für den Unternehmenseinsatz konzipierte Suse Linux Enterprise 15. Beim Desktop wählen Sie zwischen Gnome 3.26 und KDE Plasma 5.12, mit dabei sind auch die zugehörigen KDE Applications in Version 17.12.3. Die Bürosuite LibreOffice meldet sich in der aktuellen Version 6.0.4, den Browser stellt Firefox 60 ESR. Den Unterbau bildet der Linux-Kernel 4.12.14. Auf Seite B der zweiten Heft-DVD finden Sie die installierbare Vollversion von OpenSuse. Seite A enthält diverse Live-Varianten mit den Desktops KDE, Gnome, XFCE und Maté sowie die NET-Variante.
Neue Programme
Cloud-Speicherdienste wie Dropbox oder Google Drive erleichtern viele Dinge, insbesondere den Datenabgleich über mehrere Computer hinweg. Doch die Cloud-Dienste bieten in der Regel keine Verschlüsselung an – Cryptomator 1.3.2 holt das nach. -> S. 34
Nahezu alle für Linux erhältlichen Buchhaltungsprogramme richten sich primär an Unternehmen oder Freiberufler und eignen sich damit nur sehr bedingt für Privathaushalte. Das Programm Eqonomize 1.3 beschreitet hier andere Wege und bietet eine pfiffige Lösung, die Haushaltskasse in den Griff zu bekommen. -> S. 66
Die auf Java basierende Benchmark-Lösung JDiskmark 0.4 ermittelt den I/O-Durchsatz von Datenträgern durch das Schreiben und Auslesen von Dateien im Benutzerverzeichnis. -> S. 16
Das Projekt Neovim zielt auf eine vollständige Refaktorisierung von Vim ab. Nach gut einem Jahr Entwicklungszeit liegt nun Neovim 0.3 mit zahlreichen neuen Funktionen und Änderungen vor. So gibt es jetzt einen Parser für VimL-Ausdrücke, mit [Strg] lassen sich Kommandos in jedem Modus ausführen. Mit der Option -s liest Neovim Text von der Standardeingabe ein, die Ausgabe kann gepuffert oder auch auf Sockets erfolgen.
Zu den Linux-Bordmitteln zählen einige Tools zum Überwachen von Hard- und Software, diese aber aller detailliertes technisches Wissen erfordern. Das Duo Nmon 16g und Nmonchart 33 liefert dagegen unkompliziert alle Daten auf einen Blick und erlaubt das Speichern zu Dokumentationszwecken. -> S. 80
Erwarten Sie mehr von einem Dateimanager, als die Funktion, Dateien von A nach B zu verschieben, dann liegen Sie mit Polo 18.6 richtig. Das noch junge Werkzeug bearbeitet Bilder, fügt PDF-Dateien zusammen, behandelt ZIP-Archive wie Verzeichnisse und erlaubt die Konfiguration vieler Details. -> S. 60
Das Tool Sshcommand 0.7.0 bietet eine komfortable Möglichkeit, die Privilegien von Nutzern beim Zugriff via SSH zu beschränken. Dabei erfindet es SSH nicht neu, sondern erleichtert durch das Automatisieren wichtiger Schritte die Konfiguration, beispielsweise beim Anlegen eines Benutzerkontos. -> S. 16
Linux bringt zwar bereits etliche Bordmittel zum Verschlüsseln mit, viele davon lassen sich aber nur umständlich bedienen oder arbeiten nicht kompatibel zu anderen Systemen. Veracrypt 1.22 dagegen bietet sowohl eine intuitiv nutzbare Oberfläche als auch mit anderen Systemen nutzbare Volumes. -> S. 40




