ForumWelche Linux Distribution für älteres Notebook…
Marcus – Donnerstag, 12. Juli 2018 13:18 Uhr

Hallo,
ich habe ein älteres Notebook Samsung X360 mit Windows Vista Home Premium und in letzter Zeit immer wieder Probleme, da für dieses Betriebssystem keine Software mehr entwickelt wird, wie beispielsweise für den Mozilla Firefox Browser. Viele Multimediale Anwendungen lassen sich nicht installieren.
Nun würde ich gern auf Linux umsteigen, welches System würdet ihr mir empfehlen … Ubuntu, Lubuntu, Xubunto, Mint … ?
Also ich brauche eine aktuelle 32 Bit Variante, die mit aktuellen Softwareentwicklungen keine Probleme hat. Auch sollte das System stabil und flüssig laufen.
13.3“ Notebook
Prozessor : Intel Core 2 Duo CPU U9300 1.20GHz
Arbeitsspeicher : 4,00 GB
Systemtyp : 32 Bit
Vielen Dank im Voraus.
Marcus

4 Antworten

Beste Antwort

Stefan B – Freitag, 13. Juli 2018 00:08 Uhr

Der Core2Duo ist ein 64bitter, es gibt also keinen Grund, sich auf ein 32bit Betriebssystem zu beschränken.
Bei 32 bit müsstest du entweder einen PAE-Kernel verwenden, um die vollen 4GByte nutzen zu können – der hat aber etwas Overhead, um das zu ermöglichen – oder du läßt einen Teil des Speichers brachliegen …
Es wird zwar gerne behauptet, dass ein 64bit System mehr Resourcen braucht, häufig ist aber das Gegenteil der Fall. x86_64 bietet mehr Register, was effizienteren Code ermöglicht, SSE2 ist garantiert vorhanden und kann vorausgesetzt werden (-> effizienterer Code), usw.
 
Zurück zu der Frage nach dem Betriebssystem – ich verwende noch ein Laptop mit Core2Solo (Singlecore, 1.2 GHz) und ebenfalls 4GByte Speicher. Dort läuft ein openSUSE Leap 42.3 vollkommen problemlos, demnächst wird das Update of 15.0 installiert.

Armin – Samstag, 11. August 2018 16:27 Uhr

Wenn 64 Bit wie bereits erwähnt geht, würde ich das auch installieren. Wenn die Aktualität keine Rolle spielt, geht eigentlich nichts über Debian, lange Updatezyklen, problemlose Upgrades, gute Softwareauswahl, geringer Speicherverbrauch.
OpenSuse hat die Nase hingegen vorne, wenn die Softwareaktualität eine Rolle spielt, und ist von den Distros mit rel. aktueller Software noch eine der Stabileren. Teils wird es aber kniffelig die Stabilität zu erhalten, wenn Pakete verschiedener Quellen in Abhängigkeit zueinander stehen. Und auch Upgrades bereiten bei Suse immer mal Probleme, was dann öfter mal eine Neuinstallation nötig macht.
So was dazwischen wäre wohl Ubuntu, das sich langsam von seinen Sonderwegen wieder verabschiedet, und mit seinen vielen Varianten, von dieser Warte aus auch wieder attraktiver wird. Hierfür spricht vor allem die gute Dokumentation in deutscher Sprache auf ubuntuusers.de

Steinsiek – Dienstag, 14. August 2018 12:03 Uhr

ich komm sehr gut mit Antergos klar oder MX16
funzen auf alten eee Pcs sehr gut und wenig Resourcenbeanspruchung
auf meinen besseren Rechnern läuft sehr stabil Antergos mit KDE

Elliot – Freitag, 20. Dezember 2019 21:27 Uhr

Mag mich hier mal einklinken, da ich nirgendwo eine Lösung für mein Problem gefunden habe.
Möchte auf meinem X360 ein Ubuntu-Derivat installieren. Leider bekomme ich das Gerät nicht einmal dazu vom USB-Stick zu booten..
Kann mir jemand helfen, wie ich das x360 dazu bringe über USB (Laufwerk ist nicht vorhanden) zu booten?
 
Danke

Richard Kraut – Mittwoch, 01. Januar 2020 23:39 Uhr

2 Dinge würde ich vorab einmal prüfen:

  1.  wurde das Image fehlerfrei heruntergeladen?
    Dies kann man anhand der Prüfsumme (md5, sha1, sha256 oder sha512) tun.
    Die hierfür nötigen Tools nennen sich analog ‘md5sum, sha1sum, sha256sum und sha512sum’.
    Eine oder mehrere Dateien, welche die jeweilige Prüfsumme enthält, sollte bei Deiner gewählten Distribution irgendwo zu finden sein.
  2. Bootet der, aus einem fehlerfreien Image, erstellte Stick auf einem anderen Rechner?
    Am besten führt man diesen Test auf einem Gerät durch, bei welchem bekannt ist, dass dieses von einem Stick bootet.

Ist das alles bisher erfolgreich, so prüfe mal nach, ob Du die Bootreihenfolge umstellen kannst (der Stick muss das erste Bootmedium sein) oder am Post-Screen des Laptops den Stick als Bootmedium auswählen kannst.
Kannst Du das machen aber der Stick bootet noch immer nicht oder Du erhältst eine Fehlermeldung, so ist vermutlich bei Dir die ‘Secure Boot’ Funktion des UEFI-Bios aktiv. Dieses musst Du dann erst im UEFI-Bios-Setup deaktivieren. Wie genau das geht, ist leider von Hersteller zu Hersteller verschieden, so dass es hier sehr schwierig ist, eine eindeutige Anleitung zu geben.
Manchmal hat man Glück und es steht im Handbuch zum Gerät/Mainboard oder es gibt im UEFI-Setup einen Eintrag, welcher deutlich seine Funktion bzw. Zugehörigkeit zum Securebootmechanismus verrät.
Es gibt aber auch Fälle, bei denen der Gerätehersteller diese Funktion versteckt hat und man Bspw. erst ein Passwort im UEFI festlegen muss, damit man im Anschluss die Rubrik/Funktion zu Gesicht bekommt.
Ist ‘Secure Boot’ abgeschaltet, so sollte es eigentlich funktionieren.
MfG Richi