Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Rechners. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur topaktuelle Distributionen, sondern auch die passenden Programme zu den Artikeln.
Distros für Oldies
Moderne Systeme wie Ubuntu oder OpenSuse genehmigen sich immer mehr Systemressourcen. Doch spezielle, für den Einsatz auf älterer Hardware optimierte Linux-Distributionen sorgen auch bei “alten Schätzchen” für einen zweiten Frühling.
Dazu zählt das aus den USA stammende Bodhi Linux 4.5.0 Legacy. Es nutzt als einzige Distribution den Moksha-Desktop, eine Weiterentwicklung von Enlightenment E17. Die Entwickler von Bodhi schufen den Desktop als Antwort auf die mangelhafte Enlightenment-E18-Oberfläche und befreiten diese von experimentellen Funktionen.
Mit von der Partie ist auch die für ältere Hardware immer beliebtere Distribution Linux Lite 3.8. Es basiert auf Ubuntu 16.04.1 LTS und erhält entsprechend bis April 2021 Updates und Bugfixes; als Desktop kommt das weit verbreitete XFCE zum Einsatz.
Das ebenfalls für ältere Rechner konzipierte AntiX 17.1 basiert auf der Stable-Version von Debian. Unter der Haube setzt das System nach wie vor auf SysVinit als Init-System, anstelle des inzwischen weit verbreiteten Systemd.
Sie booten alle hier beschriebenen Systeme von Seite B der ersten Heft-DVD. Abgesehen von AntiX finden Sie die zugehörigen ISO-Images im Verzeichnis isos/. Einen ausführlichen Artikel zu den drei Distributionen finden Sie ab Seite 58 in diesem Heft.
Bionischer Biber mit langem Atem
Wie bei Canonical üblich, erscheint alle zwei Jahre die Long-Term-Support-Version der beliebten Distribution. Anders als bei Short-Term-Releases mit lediglich neun Monaten Support-Zeitraum versorgt der Distributor Ubuntu 18.04, Codename “Bionic Beaver”, fünf Jahre lang mit Aktualisierungen und Fehlerbereinigungen. Das gilt allerdings nicht für alle Flavors: Während Xubuntu 18.04 ebenfalls fünf Jahre lang mit Updates und Bugfixes erhält, ist bei Lubuntu 18.04 nach drei Jahren Schluss.
Als Basis für die LTS dient der Kernel 4.15 mit Schutz gegen die Sicherheitslücken Meltdown und Spectre. Bei der Software stechen LibreOffice 6 mit einer stark verbesserten Rechtschreibprüfung sowie das beliebte Malprogramm Krita in der brandneuen Major-Version 4 ins Auge.
Neben Ubuntu finden Sie auf Seite B der zweiten Heft-DVD noch die Spielarten Xubuntu und Lubuntu. Die zugehörigen DVD-Images finden Sie im Verzeichnis isos/. Einen ausführlichen Test von Ubuntu 18.04 LTS lesen Sie ab Seite 40.
Sauber Basis für das eigene Linux
Konventionelle Distributionen bringen viele Programme mit, die nicht jeder Anwender benötigt. Mit dem auf Devuan basierenden Miyo Linux Openbox 20180127 erhalten Sie nur ein Basissystem, das Sie nach der Installation nach eigenen Vorstellungen gestalten. Der Distributionsname Miyo ist dabei ein Akronym für “make it your own”.
Die grafische Oberfläche stellen X.org und der Fenstermanager Openbox bereit. Seit mehr als 15 Jahren entwickelt, gilt Letzterer nach wie vor als überaus schlank und damit entsprechend ressourcenschonend. Außerdem lässt sich Openbox sehr detailliert konfigurieren, wahlweise über ein grafisches Frontend oder über das Editieren der Konfigurationsdateien im XML-Format.
Sie booten die 32- und 64-Bit-Variante von Miyo Linux von Seite A der zweiten Heft-DVD. Die zugehörigen ISO-Images finden Sie wie üblich im Verzeichnis isos/. Was die Distribution alles bietet und wie Sie daraus Ihre eigene maßgeschneiderte Distribution bauen, beschreibt ein Artikel ab Seite 74.
Schwerpunkt: Arch für alle
Neben Ubuntu und OpenSuse zählt die Familie um Arch Linux inzwischen zu den beliebtesten Distributionen – nicht ohne Grund, erlaubt das Konzept von Arch dem Anwender doch ein hohes Maß an Individualität beim Gestalten seines Systems. Dafür muss er aber bereit sein, den Preis in Form einer recht steilen Lernkurve zu entrichten. Inzwischen übernehmen aber clevere Arch-Derivate die zähesten Arbeiten und öffnen Arch Linux damit auch für Ein- und Umsteiger.
Begleitend zum Schwerpunkt dieser Ausgabe finden sie sämtliche im Heft beschriebenen Distributionen auf den vorliegenden Heft-DVDs. Mit von der Partie sind Manjaro 17.1.8 XFCE (DVD 1, A), ArchLabs 18.03 (DVD 1, B), Namib Maté 18.02 (DVD 2, A), Anarchy 1.0.0 (DVD 2, A) sowie ArcoLinux 6.6.1 (DVD ,1 A), Letzteres als ISO-Image. Alle genannten Distributionen finden Sie darüber hinaus im Verzeichnis isos/ der jeweiligen DVD.
Neue Programme
Die Live-CD Clonezilla Live 2.5.5 dient zum Kopieren und Sichern von Festplatten-Images. Sie basiert auf dem Stand von Debian “Sid” von Ende März und dem Kernel 4.15.11-1. Das enthaltene Partclone zählt auf Version 0.3.11-drbl3. Eine der wohl interessantesten Neuheiten ist ein Verteilungsmechanismus, der auf der Bittorrent-Technologie basiert.
Das auf Rsync aufsetzende Cya 2.2 bietet viele Optionen zum Erstellen von Datensicherungen eines laufenden Systems, egal ob lokal am Desktop oder per SSH am Server. Die Schnappschüsse konfigurieren Sie individuell und erstellen sie manuell oder automatisiert. –> S. 78
Der SSL-Proxy-Server Hitch 1.4.8 nimmt verschlüsselte Verbindungen an und leitet die Daten unverschlüsselt weiter. Damit eignet er sich ideal, um über HTTPS auf Tools zuzugreifen, die das nicht selbst von Haus aus unterstützen. Laut der Entwickler vermag Hitch Tausende Verbindungen gleichzeitig zu verwalten. –> S. 8
Das Programm Isync 1.3.0 erlaubt es Ihnen, Ihre Postfächer zu synchronisieren. Das Tool unterstützt sowohl Maildir- als auch IMAP4-Verzeichnisse. Während des Abgleichs überträgt das Isync nicht nur E-Mails, sondern passt auf Wunsch auch Mail-Flags an. –> S. 8
Das kleine Tool Ncdu 1.13 erweitert den Linux-Standard-Befehl Du, um schnell Platzfresser im System identifizieren und gegebenenfalls auch löschen zu können. Gerade auch beim Fernzugriff auf Server erweist sich Ncdu als nützliches Werkzeug. –> S. 54
Bei Newsboat 2.11.1 handelt es sich um einen RSS-Feedreader für die Konsole. Das Programm entstand als Fork des bekannten Tools Newsbeuter. Die aktuelle Version korrigiert einige Fehler und erweitert darüber hinaus auch die Fähigkeiten des Feedreaders, unter anderem durch ein Plugin für Evernote-Lesezeichen. –> S. 8
Das Verschlüsselungsprogramm Veracrypt 1.22 ging aus Truecrypt hervor und gehört zu den beliebtesten Open-Source-Programmen überhaupt. Es erstellt verschlüsselte Container, verschlüsselt aber auch Festplatten, SSDs, USB-Sticks und SD-Karten. Der Code der Freeware wurde 2016 einem gründlichen Audit unterzogen und gilt seit dem Beheben einiger Sicherheitslücken als sicher.
Bei Versions 1.5.0 ist der Name Programm: Es handelt sich um einen Versionstracker für die Kommandozeile. Er informiert Sie, wenn neue Versionen der von Ihnen angegebenen Software auf Freshcode, Github, Sourceforge, Pypi, Savanah oder einigen weiteren Repositories erscheinen. –> S. 8




