In den letzten Jahren sank Firefox kontinuierlich in der Gunst der Anwender. Hat der generalüberholte Firefox 57 alias Quantum das Zeug dazu, den Trend zu stoppen?
Bei Firefox 57, als Firefox Quantum geadelt und aus der Masse herausgehoben, handelt es sich aus zwei Gründen um die wohl wichtigste Veröffentlichung in der fünfzehnjährigen Geschichte des Mozilla-Browsers: Einerseits stellt Firefox 57 (kurz: FF57) den vorläufigen Höhepunkt des größten Umbaus in der Geschichte des Browsers dar, andererseits entscheidet die Akzeptanz der neuen Version beim Anwender mit über das Wohl und Wehe von Mozilla.
Die verschiedenen Marktbeobachter, die Browser-Statistiken erheben, sehen Firefox derzeit weltweit bei einem Marktanteil zwischen 8 und 12 Prozent. Zum Vergleich: Googles Chrome bewegt sich in Bereichen um die 60 Prozent. Dabei würden viele Anwender schon aus weltanschaulichen Gründen lieber Firefox nutzen, der zudem das attraktivere Angebot an Erweiterungen mitbringt.
Dabei spielt Deutschland eine gewisse Sonderrolle. Hierzulande verlor Firefox weniger Marktanteile als in den meisten anderen Ländern. Gerade in technikaffinen Communities bleibt der Mozilla-Browser nach wie vor recht beliebt. So hält er sich bei den Anwendern von ComputerBase, einem großen deutschen IT-Online-Magazin, fast gleichauf mit Chrome bei rund 36 Prozent.
Noch mehr favorisieren Linux-Communities Firefox, wie etwa beim News-Blog LinuxNews: Dort bevorzugen die Besucher Firefox mit knapp 40 Prozent, während Chrome und seine Ableger zusammen bei 27,5 Prozent liegen. Interessant ist auch ein Blick auf die Verteilung der Marktanteile nach Erhebungen des Statistikunternehmens Statcounter [1] von 2013 und 2017 in Deutschland und weltweit (Abbildung 1).

Abbildung 1: 2013 (oben) lag Firefox in Deutschland noch weit vorn. Dieses Bild wandelte sich 2017 fundamental: Jetzt dominiert laut Statcounter Googles Chrome das Geschehen im Webbrowser-Markt (unten).
Verluste durch Fehler
Es besteht kein Zweifel daran, dass Mozilla sich in den letzten Jahren entschieden und erfolgreich für die Freiheit und Offenheit des Internets eingesetzt hat. Seit einiger Zeit jedoch spiegelt sich das nicht mehr im Marktanteil des Browsers wider. Firefox verlor in den letzten fünf Jahren weltweit betrachtet über 10 Prozent an Marktanteil. Aber wie konnte der einst so erfolgreiche Bezwinger des Internet Explorers so abrutschen?
Ein Fehler von Mozilla war sicherlich der gescheiterte Ausflug zu Firefox OS. Er kostete nicht nur eine Menge Geld, sondern führte zeitweise auch zu gebremster Entwicklung beim Browser. Darüber hinaus sammelte sich durch die Integration des Online-Lesezeichen-Diensts Pocket oder des WebRTC-Diensts Hello zusätzlicher Ballast im Browser an. Weiterhin verärgerte Mozilla seine Kundschaft des Öfteren durch geplante Werbeeinblendungen auf der Seite Neuer Tab sowie durch zu viele Datenerhebungen.
Den größten Anteil am Niedergang trägt aber der 15 Jahre alte technische Unterbau, der den gesamten Browser in einen einzigen Prozess sperrte und ihn mit der Zeit immer behäbiger machte. Hier verbucht Chrome den Vorteil der späten Geburt zu seinem Vorteil. Zu Jahresbeginn 2017 musste man keinen Benchmark bemühen, um im Browser-Grand-Prix die Boxenposition und den Sieger zu benennen: Chrome lag beim Start und in der Ausführung klar vorne. Das relativiert FF57 nun.
Grund für die neue Agilität von Firefox sind tiefgreifende Umbauarbeiten am Unterbau des Browsers in den letzten drei Jahren. Dabei brachten die Entwickler Techniken zur Reife, die bereits jahrelang in der Experimentierphase steckten. Dazu gehören unter anderem die Programmiersprache Rust sowie die damit geschriebene Render-Engine Servo.
Im Verlauf des Umbaus erhielt der Browser zudem auch zwei Facelifts. Das erste neue Design – und der Beginn einer beispiellosen Umbauaktion – lief unter dem Begriff Australis [2]. Eigentlich bereits für Firefox 24 geplant, erschien Australis erst mit FF28 im April 2014. Die Renovierung entzweit die Anwenderschaft bis heute, erwies sich objektiv betrachtet jedoch als Erfolg: Die Oberfläche wirkt übersichtlicher und moderner.
Mehr Sicherheit durch Rust
Doch der Umbau des Browsers begann wesentlich früher. Bereits 2012 starteten die Entwickler bei Mozilla Research mit dem Bau der neuen experimentellen Browser-Engine Servo, die sie in der Mozilla-eigenen Programmiersprache Rust [3] schrieben. Dabei nutzte man die Parallelisierung dieser syntaktisch an C angelehnten Sprache, um eine Multiprozessarchitektur mit mehreren Threads auf mehreren Kernen sowie GPU-gestütztes Browsen zu ermöglichen.
Das legte den Grundstein, um von der Einprozessarchitektur wegzukommen, die Firefox daran hinderte, bei der Geschwindigkeit und der Stabilität mit modernen Browsern mitzuhalten. Im Vergleich zu C++ gilt Rust nicht nur als schneller, sondern macht Anwendungen auch weniger angreifbar, indem es Speicherzugriffsfehler und Pufferüberläufe verhindert. Gleichzeitig soll es die häufigsten Ursachen für Abstürze ausschließen und Race-Conditions bei Datenänderungen vermeiden.
Servo selbst kommt in der jetzigen Form noch nicht zum Einsatz. Allerdings begann Mozilla bereits vor geraumer Zeit, Teile von Servo in seine bisherige Web-Engine Gecko einzusetzen. Die erste Komponente, die in Firefox 48 im August 2016 den bisherigen C++-Code ersetzte, war der MP4-Metadaten-Parser. Damit wollte man in diesem ständig von Angriffen betroffenen Bereich die Sicherheitsvorteile von Rust umsetzen.
Quantum führt alles zusammen
Vor ziemlich genau einem Jahr tauchte dann das Projekt Quantum als nächster Meilenstein auf [4], eine neue, mit Servo-Techniken gefütterten Mozilla-Web-Engine. Sie sollte Firefox auf eine Basis von multiplen Prozessen stellen, die nicht nur mehr Geschwindigkeit bringen, sondern auch verhindert, dass etwa ein eingefrorener Tab oder eine abgestürzte Webseite den gesamten Browser lahmlegt.
Dieses Unterfangen lief bereits seit 2009 unter dem Namen Electrolysis (E10S). Es wurde mehrmals unterbrochen und nahm ab 2014 mit einem verstärkten Team dann wieder Fahrt auf. Damit wollte Mozilla technisch zu den bereits multiprozessfähigen Browsern Microsoft Edge, Opera und Google Chrome aufschließen. Die Ära von E10S, deren Einführung bereits auf Firefox 36 fixiert war, begann allerdings erst Mitte 2016: In FF48 durfte die sehr limitierte Zahl von 1 Prozent der Anwender [5] die neue Architektur testen, allerdings nur ohne Addons.
Im ersten Schritt kamen lediglich zwei Prozesse zum Einsatz, je einer für Oberfläche und Inhalte. Sukzessive wurde E10S in den nächsten Versionen an weitere User verteilt. Ziel war das Sandboxing für Tabs und die Isolation von Erweiterungen in eigenen Prozessen. Für Firefox 57 schotteten die Entwickler die Sandbox des Render-Prozesses nochmals verstärkt ab, um im Fall eines Sicherheitsproblems nicht das gesamte System zu gefährden. So ist es dieser Sandbox jetzt nicht mehr möglich, auf das Heimatverzeichnis des Users zuzugreifen.
Alles neu bei Addons
Auch den Erweiterungen verordnete Mozilla eine neue Basis, die mehr Kompatibilität mit anderen Browsern herstellt und damit Addon-Entwicklern den Job erleichtert. Der Name des entsprechenden Projekts lautet WebExtensions API [6]. Für den Unmut vieler Entwickler sorgte, dass Mozilla dabei hauptsächlich High-Level-APIs zur Verfügung stellt, viele Addons aber Low-Level-APIs benötigen. Letztere lassen aber tiefer greifende Zugriffe zu, als Mozilla sie gewähren möchte.
Die für Erweiterungen ab FF57 verbindlichen WebExtensions erzwingen, alle Addons auf das neue System umzustellen. Das veranlasste einige Programmierer, sich aus der Addon-Entwicklung für Firefox zu verabschieden. Andere wollten ihre Erweiterungen umschreiben, scheiterten aber an noch nicht vorhandenen oder noch unfertigen Schnittstellen. Die meisten der weit verbreiteten Erweiterungen stehen aber inzwischen im neuen Format bereit.
Auf der Anwenderseite bangten viele Nutzer um ihre liebgewonnenen Addons. Das spielt für Mozilla vor allem deswegen eine große Rolle, weil gerade die Erweiterungen neben den individuellen Gestaltungsmöglichkeiten einer der Hauptgründe für das Nutzen des Mozilla-Browsers darstellen.
So stehen ab FF57 unter anderem so beliebte Addons wie DownThemAll, Beyond Australis, OmniSidebar, Puzzle Bars, Classic Toolbar Buttons oder Weather Forecast Plus zumindest vorerst nicht mehr zur Verfügung. Der Status einiger weiterer beliebter Addons, wie Tab Mix Plus (Abbildung 2), bleibt derzeit unklar.

Abbildung 2: Wegen der Umstellung auf den WebExtensions-Unterbau funktionieren viele der alten Erweiterungen im neuen Firefox nicht mehr. Das betrifft auch das Addon Tab Mix Plus, dessen Zukunft noch unklar ist.
Auf lange Sicht erscheint die neue Addon-Architektur für Mozilla aber als unumgänglicher Schritt. Die bisher verwendeten Techniken wie die XML User Interface Language (XUL) waren veraltet, nicht kompatibel mit anderen Erweiterungsstandards, sorgten häufig für Abstürze des Browsers und erlaubten zu viel Wildwuchs.
Mit dem Projekt Photon UI [7] passen die Entwickler die Oberfläche, Menüs und Einstellungen erneut an. Unter anderem soll Photon UI besser mit hochauflösenden Displays harmonieren. Zudem erkennt die Technik, ob die Eingabe per Maus oder Touchscreen erfolgt, und passt die Menügrößen entsprechend an. Auch hier weht den Entwicklern zunächst ein strammer Wind der Ablehnung entgegen.
Darüber hinaus läuft die in Rust geschriebene neue CSS-Engine sowohl auf dem Desktop als auch mobil parallel auf mehreren CPU-Kernen. In den letzten Monaten beseitigten die Entwickler zudem fast 500 Fehler, die den Browser in der Geschwindigkeit zügelten. Die unter dem Projekt Photon UI vorgenommene Renovierung der Oberfläche modernisiert nicht nur, an einigen Stellen kehrt sie auch zu Bewährtem zurück. So erscheinen mit Australis abgerundete Tabs nun wieder eckig.
Weitere Neuerungen
Mit Activity Stream zieht eine Neuerung ein, die sich vorab bereits als Experiment in Testpilot [8] nutzen ließ. Mozilla hatte im Frühjahr die Firma Read It Later gekauft, den Entwickler des Diensts Pocket. Jetzt wird Pocket per Activity Stream tiefer in Firefox eingebunden. Öffnet man einen neuen Tab, erscheinen neben der Suche und häufig aufgerufenen Webseiten auch von Pocket ausgewählte Leseempfehlungen (Abbildung 3).

Abbildung 3: Per Activity Stream integriert Firefox nun Lesevorschläge von Pocket in der neuen Tab-Seite.
Links oben bietet der Browser in einem neuen Tab über das Firefox-Logo eine Tour an, die die wichtigsten Neuerungen der Oberfläche vorstellt (Abbildung 4). Dazu zählt auch das neue Bibliotheksmenü rechts neben der Adressleiste in Form eines Bücherstapels. Es fasst Lesezeichen, Verlauf, synchronisierte Tabs, Downloads und das Screenshot-Werkzeug zusammen (Abbildung 5).

Abbildung 5: Das neue Bibliotheksmenü fasst oft genutzte Funktionen wie Verlauf, Downloads oder Bookmarks zusammen.
Wie bei Chrome und anderen Browsern schon länger üblich, führt auch Mozilla mit FF57 jetzt das Adress- und Suchfeld zusammen. Das Hauptmenü hinter dem Hamburger-Menü rechts oben erhielt anstelle der bisherigen großen Icons eine platzsparende Liste mit kleinen Icons und Text (Abbildung 6).

Abbildung 6: Das Hauptmenü gestalteten die Entwickler übersichtlicher: Anstatt großer Icons gibt es nun kleine Icons und Text.
Sinnvolle Verbesserungen
Neben dem weiter verbesserten und prominenter platzierten Screenshot-Werkzeug (Abbildung 7), das Sie jetzt über die drei Punkte rechts neben dem Adressfeld erreichen, bringt Firefox Quantum noch zwei weitere nützliche Funktionen mit. Die erste heißt Send Tabs und erlaubt das Senden von geöffneten Tabs an andere Geräte. Im Kontextmenü eines Tabs erlaubt der neue Menüpunkt Sende Tab an Gerät das plattformübergreifende Öffnen von Tabs (Abbildung 8). Bei der Android-Version findet sich die neue Funktion im Menü unter dem Teilen-Icon und dann ganz oben über den restlichen Optionen.

Abbildung 7: Firefox 57 ermöglicht Screenshots direkt im Browser, inklusive Speichern in der Cloud. Hier ist Opera allerdings bereits weit voraus.

Abbildung 8: Eine neue Funktion erlaubt es, Tabs an andere mit dem Firefox-Konto verbundenen Geräte zu senden.
Des Weiteren erhält FF57 eine Funktion zum automatischen Ausfüllen von Adressformularen, wie man das bereits von der Autofill-Funktion für Passwörter kennt. Vorerst funktioniert das allerdings nur in den USA, soll aber sukzessive auch in anderen Ländern ausgerollt werden.
Einen eigentlich erst für Firefox 58 vorgesehenen Tracking-Schutz schalteten die Entwickler in letzter Minute bereits in der vorliegenden Version frei. Dabei wählen Sie, ob der Schutz wie bisher nur in privaten Fenstern gelten soll oder generell. Zudem können Sie zwischen zwei Trackinglisten wählen. Bei der strengeren davon kommt es aber unter Umständen zu Beeinträchtigungen beim Darstellen von Webseiten.
Resümee und Ausblick
Die Frage, ob es Mozilla gelingt, den Abwärtstrend zu stoppen, wurde 2017 in den Medien und der Community sehr unterschiedlich beantwortet. Mozillas Ex-Technikchef Andreas Gal, der das Unternehmen vor zwei Jahren verließ, sieht Firefox dem Untergang geweiht [9]. Für ihn hat ganz klar Chrome gewonnen. Er prophezeit zudem ein Browser-Sterben, das nach seiner Ansicht nur Chrome und Safari überleben können. Bei der zunehmenden Chrome-Dominanz lohne sich für die Mitbewerber das Weitermachen einfach nicht, so Gal.
Dabei vergisst er aber, dass die Mozilla Foundation keinen Profit erwirtschaften muss. In diese Kerbe schlägt denn auch Mozillas Marketing-Chef Jascha Kaykas-Wolff, wenn er sagt, Firefox müsse mehr als ein Nischenprodukt sein, aber nicht zwangsweise so verbreitet wie die Angebote von Google, Facebook oder Amazon. Es gehe Mozilla hauptsächlich darum, die Freiheit des Internets zu bewahren und die Innovation voranzutreiben.
Mozilla hat viel für das offene Internet getan und plant bereits die zukünftige Art und Weise, wie wir mit dem Netz der Netze interagieren. Dazu gehören künstliche Intelligenz sowie Augmented und Virtual Reality ebenso wie das Open-Source-Projekt Common Voice [10] zum Verbessern von Spracherkennung. Ein Sprach-Interface würde den Browser der Zukunft völlig umkrempeln.
Fazit
Mit FF57 gelingt Mozilla ein Comeback. Insgesamt drehte das Team 75 Prozent des Codes auf links, entsprechend sieben Millionen Zeilen Code – das merkt man der Software an jeder Ecke an. Technisch wirbt Mozilla damit, dass der neue Browser doppelt so schnell sei wie Firefox 52, dabei aber 30 Prozent weniger Hauptspeicher benötige. Damit behebt der Mozilla-Browser aber lediglich den Rückstand zur Konkurrenz aus Mountain View und Redmond. Immerhin ebnet Firefox 57 so das Spielfeld und platziert sich in die Riege der modernen Browser-Architekturen. Ob das jedoch ausreicht, um alte User zurückzugewinnen und neue Anwenderschichten zu erschließen, bleibt abzuwarten.
Infos
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Statcounter: http://statcounter.com
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Australis: https://blog.mozilla.org/ux/2013/11/australis-is-landing-in-firefox-nightly/
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Quantum: https://medium.com/mozilla-tech/a-quantum-leap-for-the-web-a3b7174b3c12
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E10S: https://asadotzler.com/2016/06/06/firefox-48-beta-release-and-e10s/
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WebExtensions: https://developer.mozilla.org/de/Add-ons/WebExtensions
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Photon UI: https://www.askvg.com/review-new-photon-user-interface-ui-of-mozilla-firefox/
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Testpilot: https://testpilot.firefox.com/
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“Chrome won”: https://andreasgal.com/2017/05/25/chrome-won/
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Common Voice: https://blog.mozilla.org/internetcitizen/2017/06/19/commonvoice/






