Viele Distributionen verwenden den Installationsassistenten Calamares. Diesen haben die Entwickler gestern in der Version 3.1.2 veröffentlicht, und heute direkt eine fehlerbereinigte Version 3.1.3 nachgeschoben. Änderungen gibt es für Anwender und Entwickler.
Die Entwickler haben sich für die Version 3.1.2 vor allem die Übersetzungen vorgeknöpft. So ist die „.desktop“-Datei jetzt endlich übersetzt. Distributionen können somit das Calamares-Symbol in der gerade aktiven Sprache anzeigen. Programmierer dürfte zudem interessieren, dass die Python-Job-Module jetzt übersetzt werden können. Zum Einsatz kommt dabei das Gettext-System. Langfristig lassen sich so deutlich mehr Bestandteile von Calamares übersetzen.
Für Anwender gab es sonst nur kleine Änderungen: Unter anderem meldet die Seite mit der Zusammenfassung jetzt auch die gewählte Sprache und das Zahlenformat. Sofern die Installation fehlschlägt, startet Calamares nicht automatisch den Rechner neu. FAT32-Dateisysteme behandelt Calamares jetzt korrekt.
Für Entwickler hat sich hingegen mehr getan: Tests folgen jetzt den entsprechenden KDE-Vorgaben für Softwaretests. Calamares bietet zudem eine bessere Unterstützung von SDDM, LightDM und anderen Display-Managern. Darüber hinaus unterstützt der Installationsassistent jetzt besser Autologin unter openSUSE-Derivaten. CMake erzeugt eine (noch anzupassende) „module.desc“ für C++-Module. Python-Module können eine Funktion „pretty_name()“ anbieten, die eine übersetzte Beschreibung des Moduls anbietet.
Sämtliche Neuerungen listen die Release Notes der Version 3.1.2 auf. Die heute nachgeschobene Version 3.1.3 behebt gleich zwei schwerwiegende und einen weniger wichtigen Bug. Der erste Fehler verhinderte, dass Python Jobs ohne „pretty_name()“ starteten. Der zweite Bug ließ Calamares am Ende der Installation abstürzen, wenn diese zuvor fehlschlug.
Abschließend zeigte die Version 3.1.2 im „About“-Dialogfenster weiterhin die Versionsnummer 3.1.1 an. Aus Konsistenzgrünen meldet sich die Version 3.1.3 dort jetzt mit der Versionsnummer 3.1.2 – was Anwender jedoch noch mehr verwirren dürfte.
Ausführliche Informationen zur Version 3.1.3 liefert die entsprechende Ankündigung.





