Die Ubuntu-Macher haben im Rahmen der Gnome-Konferenz GUADEC weitere Informationen zur nächsten Version 17.10 gegeben. So soll der im Moment in der Entwicklung befindliche Linux-Kernel 4.13 zum Einsatz kommen. Änderungen gibt es insbesondere auch auf dem Desktop.
Ubuntu soll standardmäßig den designierten X11-Nachfolger Wayland verwenden. Die Ubuntu-Entwickler erhoffen sich mit diesem Schritt Rückmeldungen von den Anwendern. Mit diesen wollen die Entwickler dann wiederum entscheiden, ob sie Wayland in Ubuntu 18.04 mit Langzeitsupport einsetzen werden. Das X11-System bleibt jedoch an Bord und kommt zum Einsatz, wenn Wayland auf einem System nicht laufen sollte.
Der Gnome-Desktop nutzt ein Ubuntu-Theme und zeigt mit der Erweiterung Dash to Dock am linken Bildschirmrand eine Starter ähnliche Schnellstartleiste an. Diese wird in Ubuntu 17.10 jedoch noch nicht alle Funktionen von Unity bieten. Die Entwickler wollen zudem den verwendeten Gnome-Desktop so wenig wie möglich verändern. Dies hat auch zur Folge, dass die Knöpfe zum Schließen und Vergrößern eines Fensters wieder an den rechten oberen Rand des Fensters wandern. Anwender sollen sie aber auch nach links verschieben können. Abschließend werden standardmäßig mehr Gnome Apps vorinstalliert sein.
Anwender müssen sich darauf einrichten, dass zumindest in Ubuntu 17.10 (noch) einige Funktionen aus Unity fehlen werden. Dazu zählen unter anderem die globalen Menüs, das HUD, das Verhalten von [Alt]+[Tab] und die Linsen. Die Entwickler wollen aber mit den Gnome-Entwicklern zusammenarbeiten, um zumindest einige dieser Funktionen zurückzubringen.





