Nur mit dem optimalen System und der richtigen Software nutzen Sie das volle Potenzial Ihres Rechners. Mit der Heft-DVD erhalten Sie nicht nur topaktuelle Distributionen, sondern auch die passenden Programme zu den Artikeln.
OpenSuse 42.2 “Leap”
Ein Jahr nach dem Paradigmenwechsel bei den Versionsnummern schiebt das Nürnberger Systemhaus OpenSuse 42.2 “Leap” nach, das viele Kernbestandteile aus dem kommerziellen Pendant Suse Linux Enterprise übernimmt. So basiert das System auf dem erst vor wenigen Tagen veröffentlichten Service Pack 2 von SLE 12, was die geplante Langzeitpflege vereinfacht. Grundlage von Leap 42.2 bildet der Kernel 4.4, den Greg Kroah-Hartman als LTS-Version mindestens bis Anfang 2018 pflegt. An Anwendungsprogrammen kommen unter anderem die Office-Suite LibreOffice 5.1.5.2, der E-Mai-Client Mozilla Thunderbird und der Webbrowser Firefox. Als Dateimanager kommt wie unter KDE üblich Dolphin zum Zuge. Darüber hinaus stehen über 1400 neue Programme in den Repositories des Anbieters zum Herunterladen bereit. Sie booten und installieren die Distribution von Seite B der ersten Heft-DVD.
Tails 2.7
Legen Sie beim Surfen Wert auf Anonymität und Privatsphäre, führt kein Weg um Tails 2.7 herum. Das auf Debian basierende System lässt sich aus Gründen der Sicherheit nur live starten oder auf USB-Sticks kopieren, nicht aber installieren. Der Tor-Browser 6.0.6 ebnet den sicheren Weg ins Internet. Als Grundlage dazu dient ein an diversen Stellen modifizierter Firefox 45.5. Tor selbst liegt in Version 0.2.8.9 vor, der E-Mail-Client Icedove in Version 45.4.0. Darüber hinaus optimierten die Entwickler die integrierte Firewall. Da die vorliegende Version viele weitere Sicherheitslücken behebt, empfiehlt das Projekt allen Nutzern älterer Versionen den baldigen Wechsel. Sie booten die Distribution von Seite A der ersten Heft-DVD. Das zugehörige ISO-Image finden Sie im Verzeichnis /isos.
Bodhi 4.0.0 Legacy
Besonders für schwächere Rechner eignet sich das neu erschienene Bodhi 4.0.0 Legacy bestens, denn es setzt auf den ressourcensparenden Desktop E17 und läuft als eine von wenigen Distributionen noch auf Systemen ohne PAE, wie etwa älteren Netbooks. In der auf Ubuntu 16.04 LTS basierenden Distribution sorgten die Entwickler in der aktuell vorliegenden Version zudem für eine bessere Integration von Qt- und GTK-Anwendungen sowie eine neue Themenauswahl. Dank seiner Herkunft steht für diese Distribution ein Langzeitsupport bis 2021 zur Verfügung. Der Linux-Kernel zählt Version 4.4, was zu besserer Unterstützung vor allem neuerer Hardware beiträgt. Nutzern von Bodhi 3.2 rät das Projekt zu einer Neuinstallation anstelle eines Systemupgrades. Sie booten die Distribution von Seite A der ersten Heft-DVD. Das zugehörige ISO-Image finden Sie im Verzeichnis /isos.
Fedora 25 LU-Megapack
Als erste große Linux-Distribution verabschiedet sich Fedora in Version 25 vom mittlerweile arg veralteten Display-Server X11 und nutzt stattdessen Wayland als Standard. Neben einer Reihe weiterer innovativer Neuerungen kehrt jetzt auch die vor vielen Jahren entfernte MP3-Unterstützung zurück ins System. Fedora Workstation setzt auf Gnome 3.22 als Standard-Desktop, der Distributor bietet aber noch andere Varianten (“Spins”) an, unter anderem mit KDE, XFCE, LXDE, Mate und Cinnamon als Desktop. Seite A der zweiten Heft-DVD enthält Fedora Workstation und Server in der 64-Bit-Version, auf der Rückseite finden Sie die Workstation sowie die KDE- und Cinnamon-Spins in der 32-Bit-Variante. Abgesehen vom Server liegen alle Varianten als ISO-Images jeweils im Verzeichnis /isos/.
Neue Programme
Beim Python-Skript Grec 0.2.0 handelt es sich um ein Grep-ähnliches Tool, dass die gesuchten Textmuster farblich hervorhebt. Anders als Grep gibt Grec stets die ganze Datei aus, nicht nur die Trefferlisten. ->S. 10
Apt-fast**1.8 beschleunigt das Installieren von Debian-Binärpaketen durch das Zwischenschalten des Download-Managers Aria2, der mehrere parallele Verbindungen unterstützt. ->S. 22
Mit Tmate 2.2.1 greifen Sie per SSH auf einen entfernten Rechner zu, auch wenn dieser nicht über einen SSH-Server verfügt oder Sie keine Ports darauf weiterleiten können. So lässt sich ein Rechner per Fernwartung reparieren, selbst wenn der X-Server streikt oder der Hilfesuchende an der Einrichtung einer Port-Weiterleitung scheitert. ->S. 26
Mit Buku 2.6 lassen sich Lesezeichen auf vielfältige Art anlegen, suchen, zusammenführen, verwalten und vieles mehr. Besonders interessant ist die Möglichkeit, per Tastaturkürzel jegliche URL zur Buku-Datenbank hinzuzufügen. ->S. 32
Die Moreutils 0.59 ergänzen die klassischen GNU-Utilities um Tools, die Routineaufgaben erleichtern. Die aktuelle Version der Sammlung umfasst 15 Werkzeuge. Bei allen handelt es sich um übersichtliche Programme mit wenigen Optionen, die jeweils eine klar umrissene Aufgabe erledigen. ->S. 40
Schlichtes Design, hohe Effizienz, eingebauter Werbeblocker – mit diesen Funktionen versucht der auf Javascript basierende Webbrowser Min 1.5.0 zu punkten. Er kommt ohne eine der etablierten Rendering-Engines aus und verfolgt auch sonst einen völlig anderen Ansatz. ->S. 58
Paperwork**1.0.5 geht auf den Wunsch vieler Anwender nach einem papierlosen Büro zurück: Briefe, Rechnungen und lose herumfliegende Blätter werden gescannt oder auf andere Weise als PDF- und JPEG-Ausgaben der Unterlagen erzeugt. Diese senden Sie anschließend durch eine OCR-Texterkennung, die den Inhalt in digitale Form bringt. ->S. 62
Wer das Internet möglichst anonym nutzen möchte, der kommt um das Tor-Netzwerk nicht herum. Der Tor-Browser bietet eine einfache Möglichkeit, die Privatsphäre zu schützen. In der vorliegenden Version erhielt der zugrundeliegende Webbrowser Firefox ein Upgrade auf das Release 45.5. Mit dabei sind außerdem der Tor-Client 0.2.8.9 und OpenSSL 1.0.1u.




