Die unter anderem bereits in Fedora zum Einsatz kommende Paketverwaltung Flatpak (ehemals XDG-Apps) liegt in einer neuen Version vor. Obwohl sich nur die letzte Ziffer erhöht, gibt es dennoch zahlreiche grundlegende Neuerungen und vor allem auch Änderungen.
So haben die Entwickler die Kommandos zum Installieren und Deinstallieren von Paketen verändert: Bislang war es nicht möglich, in einem Kommando mehrere Pakete gleichzeitig zu installieren. Dies ändert Flatpak 0.6.13 mit einer anderen Notation, die auch partielle Paket-Referenzen erlaubt. Fehlende Informationen versucht Flatpak zu ermitteln. So würde beispielsweise die ID „org.my.App//stable“ die Anwendung „App“ installieren, die zur Architektur des aktuellen Systems passt und aus dem „stable“-Branch stammt.
Des Weiteren prüft Flatpak 0.6.13 bei der Installation, ob alle von der Anwendung geforderten Abhängigkeiten erfüllt sind. Bei Bedarf bietet dann Flatpak die Installation der entsprechenden Laufzeit-Umgebungen (Runtime) an. Die Prüfung lässt sich mit dem Parameter „–no-use-for-deps“ abschalten.
Die Kommandos „flatpak remote-add –from“ und „flatpak install –from“ erlauben jetzt auch URIs. Die Release Notes nennen als Beispiel:
flatpak remote-add --from gnome https://sdk.gnome.org/gnome.flatpakrepo
Flatpak 0.6.13 kann jetzt zudem eine Runtime direkt starten. Dabei aktiviert Flatpak eine Shell in einer Sandbox, in der dann die Runtime verfügbar ist, „/app“ aber leer bleibt. Dies soll vor allem die Entwicklung und das Testen vereinfachen.
Neben diesen größeren Änderungen gab es auch noch mehrere kleinere. So klettert das zu Flatpak gehörende Bubblewrap auf die Version 0.1.3. Anwendungen können zudem eine Liste mit URIs angeben. Die unter diesen Internetadressen gelagerten Dateien lädt dann Flatpak beim Download der Anwendung ebenfalls mit herunter. Diese zusätzlichen Dateien kann die Anwendung dann nutzen. Gedacht ist das vor allem für Anwendungen, die ihre Daten aus frei im Internet verfügbaren Quellen beziehen. Der „flatpak-builder“ kennt jetzt die Parameter „–finish-only“ und „–allow-missing-runtimes“ und unterstützt App Layering.
Sämtliche Neuerungen listen die Release Notes auf.





