Für die Basics-Rubrik dieser Ausgabe haben wir ein Glossar erstellt, das wichtige Begriffe aus den Artikeln vergangener EasyLinux-Ausgaben versammelt.
A–C
ASCII: Der American Standard Code for Information Interchange definiert einen ursprünglichen Standardzeichensatz für die USA, auf dem auch heute noch alle Zeichenkodierungen basieren. Enthalten sind hier (neben verschiedenen Sonderzeichen) nur die lateinischen Buchstaben von A bis Z (in Groß- und Kleinschreibung), aber keine nationalen Sonderzeichen wie deutsche Umlaute oder französische Akzentbuchstaben.
Batch-Modus: Die automatische Abarbeitung mehrerer Vorgänge, auch Stapelverarbeitung genannt. Ziel ist es, viele Jobs nacheinander auszuführen, ohne von Hand eingreifen zu müssen. So heißen auch Shell-Skripte unter DOS/Windows “Batch”-Dateien (mit Endung .bat).
Bibliothek: Bibliotheken enthalten standardisierte Routinen (Programmteile), die von vielen Programmen benutzt werden können: So verwenden etwa die meisten KDE-Programme den gleichen Code zum Öffnen von Dateien – es wäre nun aber Unfug, diesen Code in jedes KDE-Programm fest einzubinden: Das würde dazu führen, dass der Code mehrfach im Hauptspeicher des Rechners liegt, wenn mehrere KDE-Programme ausgeführt werden. Stattdessen landet dieser Code in einer Bibliothek, die dann nur ein einziges Mal geladen wird und allen KDE-Programmen zur Verfügung steht. Die Bibliotheken (engl.: Libraries) liegen meistens in /usr/lib/, /usr/local/lib/ oder Unterverzeichnissen davon; einige wichtige Systembibliotheken liegen direkt in /lib.
Binary: Eine Binärdatei ist zunächst eine Datei, die nicht in einem lesbaren (Text-) Format vorliegt. Im Zusammenhang mit Programmen ist ein Binary ein Programm in Maschinensprache, im Gegensatz zu einem Shell-Skript oder einer anderen Skriptdatei, die von einem Interpreter ausgeführt wird.
Builtin: Ein Bash-Builtin ist ein in die Shell eingebautes Kommando. Solche Befehle kann die Shell selbständig bearbeiten, ohne dafür ein externes Programm zu starten. Beispiele dafür sind cd, exit, export und alias.
Chroot-Umgebung: Mit chroot (change root) machen Sie vorübergehend (und nur für die Shell-Sitzung, in der Sie das Kommando eingeben) einen anderen Ordner zum Wurzelverzeichnis (Root-Verzeichnis) des Systems. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn Sie ein zweites Linux-System in ein Unterverzeichnis (z. B. /mnt) gemountet haben und mit diesem System so arbeiten wollen, als ob Sie es gebootet hätten. Die “weiter oben” liegenden Ordner verschwinden, bis Sie die Chroot-Umgebung mit exit wieder verlassen.
Closed-Source-Treiber: AMD/ATI und Nvidia liefern eigene, nicht-freie Treiber aus, die etwa 90 Prozent mehr Leistung als die freien Treiber liefern.
CMYK: Für die Computer-interne Darstellung von Farben gibt es mit RGB und CMYK zwei Farbmodelle. CMYK ist ein so genanntes subtraktives Farbmodell, die Buchstaben stehen für die englischen Bezeichnungen Cyan, Magenta, Yellow (gelb) und Key (Schlüssel). Der Buchstabe K wird oft als Black (schwarz) interpretiert, weil im Mehrfarbdruck vier Farbplatten verwendet werden, von denen die letzte den Schwarzanteil vorgibt.
CSS: Das Content Scramble System verschlüsselt Video-DVDs. Obwohl es dank der Bibliothek libdvdcss möglich ist, die Verschlüsselung und damit den Kopierschutz zu umgehen, ist das in Deutschland verboten. Ohne libdvdcss können Sie mit HandBrake daher nur unverschlüsselte DVDs konvertieren.
CSV: Das Dateiformat Comma-separated values (durch Kommata getrennte Werte) nutzen viele Programme, um einfach strukturierte Daten auszutauschen. Die Dateien tragen in der Regel die Endung .csv. Dabei kann es sich um Tabellen oder Listen handeln. Ein Zeichen trennt die Datensätze (in der Regel der Zeilenumbruch), ein anderes die Felder (meistens das Komma). Leer- und Sonderzeichen stehen in doppelte Anführungszeichen eingeschlossen.
D–F
Debugger: Ein Werkzeug, das Entwickler einsetzen, um den Ablauf einer Anwendung zu untersuchen und damit Fehler (engl. Bugs) zu entdecken. Historisch geht der Begriff u. a. auf frühe Computersysteme zurück, bei denen Insekten (auch engl. Bugs) auf den Platinen für Abstürze sorgten; das Wort “Bug” wurde aber auch vor der Computer-Entwicklung schon für technische Probleme verwendet.
DHCP: Das Dynamic Host Configuration Protocol legt fest, wie in einem Netzwerk automatisch IP-Adressen vergeben werden. Wenn Sie einen DHCP-Server betreiben, ist keine separate Netzwerkkonfiguration der einzelnen PCs nötig. DSL-Router wie die FritzBox enthalten einen DHCP-Server.
DRM: Digital Rights Management (DRM) soll sicherstellen, dass Anwender keine unberechtigten Kopien von Mediendateien erstellen oder ein Werk nur auf einer begrenzten Anzahl an Geräten verwenden dürfen. Das bedeutet praktisch immer, dass spezialisierte Abspielprogramme benötigt werden, welche die Einhaltung der “Regeln” prüfen und erzwingen können – und das schließt häufig Linux-Anwender aus.
Encoder: Ein Encoder wandelt analoge oder digitale Signale für die weitere Bearbeitung in das benötigte Zielformat. Ein Dekodierer (Decoder) wandelt Signale aus dem Bearbeitungsformat in das ursprüngliche Format.
Escape-Sequenz: Der Begriff der Escape-Sequenz ist historisch: Bei der Kommunikation mit Hardware (z. B. Druckern) führt das Escape-Zeichen mit ASCII-Wert 27 dazu, dass folgende Zeichen nicht als reguläre (etwa: zu druckende) Zeichen, sondern als ein Steuerungsbefehl für das Gerät interpretiert werden. Nach dem Ende der Escape-Sequenz geht es dann mit normalen Zeichen weiter.
Filter: Ein Filterprogramm verarbeitet Informationen, die es über die so genannte Standardeingabe erreichen, und verwendet die Standardausgabe, um neue oder veränderte Informationen auszugeben. Über eine Pipeline verknüpft man die Standardausgabe des weiter vorne stehenden Filters mit der Eingabe des folgenden Tools.
Fingerprint: Öffentliche Schlüssel sind oft sehr lang (oft 1024 Zeichen). Um sie einfacher zu identifizieren, gibt es Fingerabdrücke, die nur 128 oder 160 Bits lang sind.
Fork: Ein Fork (auf Deutsch wörtlich: Gabelung) ist in der Softwarewelt eine Abspaltung von einem Softwareentwicklungsprojekt, bei der ein neues Projekt den aktuellen Code (oder eine ältere Version) als Grundlage für eigenständige Weiterentwicklungen nimmt. Bis zu dieser Abspaltung hatten beide Projekte also identischen Code, ab der Abspaltung entwickeln die Projekte unabhängig weiter. Wenn man die Versionen grafisch anordnet, ergibt sich eine Gabel (mit zwei Zinken). Forks entstehen meist aus Unzufriedenheit mit den aktuellen Entwicklungen im alten Projekt.
Freie Software: Die Freiheit dieses Begriffs bezieht sich nicht auf Kosten (gratis), sondern auf die Möglichkeiten, welche die Lizenz Anwendern und Entwicklern einräumt. Bei Freier Software (immer mit großem “F” geschrieben) gehören dazu auch das Verändern der Quellen und jegliches Fehlen von Nutzungseinschränkungen.
FTP: Das File Transfer Protocol wurde, wie der Name schon andeutet, für den Austausch von Dateien zwischen Clients und Servern entworfen. Es spielt für Sie heute meist nur noch dann eine Rolle, wenn Sie Dateien auf einen Webserver hochladen (Upload).
FUSE: Treiber für Dateisysteme sind meistens so genannte Kernelmodule, also ein (nachladbarer) Teil des Betriebssystemkerns. FUSE (Filesystem in Userspace) verlagert den Treiber in einen Prozess, also Code, der auf Anwendungsebene arbeitet. Das macht FUSE-Treiber etwas langsamer, aber sie sind leichter zu entwickeln.
G–I
Gast: Im Zusammenhang mit virtuellen Maschinen bezeichnet man den echten Rechner meist als Host (“Gastgeber”) und den virtuellen PC als Gast; die Betriebssysteme, die auf den beiden Maschinen laufen, heißen entsprechend Hostsystem und Gastsystem.
Gruppenzugehörigkeit: Linux kann jeden Benutzer Mitglied in verschiedenen Gruppen sein lassen. So erlaubt etwa die Zugehörigkeit in der Gruppe “disk” den Direktzugriff auf Festplatten und Partitionen. Jeder Benutzer muss zudem zwingend eine Standardgruppe haben, die je nach Distribution, entweder “users” heißt oder denselben Namen wie der Benutzer hat.
GTK: Mit Hilfe des Gimp Toolkits lassen sich die grafischen Elemente für den Gnome-Desktop erstellen, zum Beispiel Dialogfenster mit anklickbaren Buttons.
Header-Dateien: In den Header-Dateien steht u. a., wie Programmierer auf Funktionen zugreifen können, die das Betriebssystem zur Verfügung stellt. Sie brauchen diese nur, wenn Sie selbst Programme aus dem Quellcode übersetzen möchten. Auch manche Installationsroutinen (etwa von VMware) setzen installierte Header-Dateien voraus.
ID3-Tags: Diese “Etiketten” enthalten Zusatzinformationen, also Metadaten, über Interpret, Album, Titel usw. (ID3 = IDentify MP3). Einige Programme lesen die Tags aus, und die meisten Player zeigen sie bei der Wiedergabe an.
IMAP: Das Internet Message Access Protocol erlaubt es Clients unter anderem, die E-Mails auf dem Server zu speichern und zu verwalten. Der Client lädt zunächst nur die Überschriften herunter und erst bei Bedarf die vollständigen Inhalte.
Initial Ramdisk: Eine initial ramdisk ist ein kleines Dateisystem, auf das der Linux-Kernel beim Booten zugreift – noch bevor er das richtige Linux-Dateisystem einbindet. Darin findet er Module, die er für die Initialisierung des Computers benötigt – z. B., damit er überhaupt auf die Festplatte zugreifen kann. Der Bootmanager stellt darum beim Systemstart gleichzeitig den Kernel und die intitial ramdisk bereit.
IP-Adresse: Die “Telefonnummer” eines Computers in einem Netzwerk. Damit sie einfacher zu lesen ist, teilt man sie in vier einzelne Zahlenblöcke auf, wie etwa 80.237.227.187.
IRC: Internet Relay Chat ist ein in die Jahre gekommenes Chat-System, das die direkte Kommunikation von zwei Anwendern erlaubt, aber auch so genannte Channels (Kanäle) bietet, in denen sich beliebig viele Nutzer treffen und einen Gruppen-Chat führen können.
ISO-Image: Ein Image (Abbild) ist eine 1:1-Kopie eines Datenträgers, z. B. einer Festplatte oder einer DVD. Da CDs und DVDs meist ein ISO-9660-Dateisystem nutzen, nennt man CD- und DVD-Abbilder ISO-Images, die Dateiendung solcher Images ist meist .iso.
J–L
Kernel: Der Betriebssystemkern stellt die Grundfunktionalität eines Systems bereit und verwaltet u. a. den Hauptspeicher und alle Geräte. Er legt fest, wann welcher Prozess laufen kann. Nicht zum Kern gehören die grafische Oberfläche und alle Anwendungen, egal ob für den Textmodus oder grafisch.
KIO-Slave: Über KDE Input/Output (KIO) greifen Sie unter KDE und damit auch auch unter KDE Plasma 5 auf entfernte Dateisysteme genauso wie auf lokale Dateisysteme zu. Auch für viele Kommunikationsprotokolle, z. B. für HTTP, FTP, SSH, WebDAV, POP3 oder IMAP, für Archivdateien (tar, cpio und zip) sowie für Audio-CDs oder USB-Medien gibt es KIO-Slaves. Das KDE-Infozentrum listet unter Ein-/Ausgabe-Module alle unterstützten Protokolle auf.
M–O
Malware: Zusammengesetztes Wort: “malicious” (Englisch für “bösartig”) und Software; es handelt sich um Programme, die schädliche Funktionen ausführen. Dazu gehören Viren, Trojaner und Ähnliches.
Master Boot Record: Erster Datenblock auf einer Festplatte, der die Partitionstabelle und den Bootloader (oder zumindest Teile davon) enthält.
MD5-Summe: Die MD5-Summe errechnet für beliebige Dateien eine feste Prüfsumme. Zusammen mit einer Datei ändert sich auch diese MD5-Summe. Über Prüfsummen behalten Sie also die Unversehrtheit und Integrität einer Datei im Auge.
MIME-Type: Multipurpose Internet Mail Extensions (MIME) ist ursprünglich ein Standard, der dazu dient, Dateianhänge in E-Mails zu beschreiben. Auch Webserver geben vor der Übertragung einer zum Download angeforderten Datei ihren Typ über einen MIME-Type (im HTTP-Header Content-Type) an. Viele Webbrowser und andere Clients ordnen MIME-Types passende Anwendungen zu, welche die jeweiligen Dokumente öffnen können – das klappt auch dann, wenn die Datei keine oder eine falsche Dateiendung hat. Eine Liste dieser MIME-Typen finden Sie unter Linux in der Datei /etc/mime.types.
Mirror: Ein Mirror-Server (dt. wörtlich: “Spiegelserver”) enthält die Spiegelung (Kopie) eines anderen Servers. Durch das Einrichten mehrerer Mirrors können Software-Anbieter die Downloadlast auf mehrere Server verteilen.
MTP: Das Media Transfer Protocol ist eine Weiterentwicklung des Picture Transfer Protocol (PTP), welches ursprünglich für Digitalkameras entwickelt wurde und eine einheitliche Schnittstelle für den Zugriff auf solche Geräte schaffen sollte.
Multitasking: schafft die Möglichkeit, mehr Programme gleichzeitig laufen zu lassen als es Prozessoren im Computer gibt. Dafür ist der Scheduler, ein Teil des Betriebssystems, zuständig: Er teilt jedem Programm stets ein bisschen Rechenzeit zu, bevor er ein anderes Programm auswählt. Durch die kurzen Abstände zwischen den Programmwechseln entsteht der Eindruck, dass alle Anwendungen gleichzeitig laufen.
Nulldevice: Die virtuelle Gerätedatei /dev/null finden Sie auf allen Unix-artigen Betriebssystemen, also auch unter Linux. Alles, was dahin geschrieben wird, verwirft Linux sofort.
P–S
Pfad: Im Suchpfad stehen alle Verzeichnisse, in denen die Shell nach ausführbaren Programmen sucht. Auf diese Weise müssen Sie ein Programm wie ls nicht über die volle Angabe /bin/ls aufrufen, sondern ls reicht. Den Suchpfad speichert die Bash in der Umgebungsvariable PATH. Sie lesen den Inhalt aus, indem Sie am Prompt echo $PATH tippen.
Phishing: Der Versuch, über gefälschte Webseiten, E-Mails oder SMS an persönliche Benutzerdaten zu gelangen, um z. B. via Onlinebanking Geld zu stehlen. Der Begriff kommt aus dem Englischen: “fishing” = “angeln”. Die Schreibweise mit “ph” ist Hacker-Jargon.
Port: Die “Durchwahl” für ein Serverprogramm. Man notiert sie für gewöhnlich von einem Doppelpunkt getrennt hinter der IP-Adresse, wie etwa 80.237.227.187:80.
Port-Forwarding: Rechner in einem lokalen Netz, das über einen Router mit dem Internet verbunden ist, können keine direkten Verbindungen zu anderen Rechnern im Internet aufbauen. Über Port-Forwarding (deutsch: Port-Weiterleitung) erlaubt es der Router dennoch, solche Verbindungen einzurichten. Er merkt sich in einer Network-Address-Translation- (NAT-) Tabelle, welche PCs aus dem internen Netz mit welchen Rechnern im Internet kommunizieren wollen.
PostScript: Seitenbeschreibungssprache, ein Vorläufer von PDF (Portable Document Format). Ein PostScript-Dokument beschreibt exakt Inhalt und Aufbau einer oder mehrerer Seiten. Viele Laserdrucker verstehen das PostScript-Format und können solche Dateien direkt ausgeben.
PPA: Ein Personal Package Archive ist eine besondere Form einer externen Paketquelle für Ubuntu, die Sie über die kostenlose Onlineplattform Launchpad erreichen. Über diese persönlichen Archive bieten Ubuntu-Entwickler selbst gebaute Pakete an, die in den regulären Quellen nicht oder nur in veralteten Versionen enthalten sind.
PPD: Die PostScript Printer Description (PostScript-Druckerbeschreibung) ist eine Textdatei, welche die speziellen Eigenschaften eines PostScript-Druckers beschreibt, wie etwa verfügbare Bildauflösungen, Rasterungsmethoden, Papiergrößen, Papierfächer, Schriften usw. Unter Linux sind dank CUPS viele dieser PPD-Dateien bereits vorinstalliert.
Proxy-Server: Dabei handelt es sich um einen zwischengeschalteten Server bzw. eine lokal installierte Software, die den Datenverkehr zwischen Ihrem Rechner und dem Internet abfängt, weiterleitet und häufig auch filtert (um etwa Werbung zu entfernen). Sie schicken Ihre Datenpakete also explizit an den Proxy, der Sie ins Netz weiterleitet und vice versa.
PTP: Das Picture Transfer Protocol ist ein älterer Standard für den Zugriff auf Digitalkameras, der ohne die Einbindung des Geräts als Datenträger arbeitet.
Public-Key-Verfahren: Eine asymmetrische Verschlüsselungsmethode, bei der sich einer oder mehrere öffentliche SSH-Schlüssel (englisch “public keys”) in der Datei ~/.ssh/authorized_keys auf dem Zielrechner befinden; der private Schlüssel verbleibt auf dem Rechner, von dem aus Sie die Verbindung starten. Wenn Sie sich mit dem Public-Key-Verfahren auf dem entfernten Rechner anmelden möchten, schickt der Server dem Client eine zufällig generierte Zeichenfolge, die Challenge, die der Client dann mit dem privaten Schlüssel verschlüsselt. Sofern die Gegenseite diese mit dem dazugehörigen öffentlichen Schlüssel wieder entschlüsseln kann, gilt die Identität des Anwenders als bestätigt.
Qt: Qt, gesprochen: “cute”, ist eine Bibliothek, die Standardelemente grafischer Oberflächen zur Verfügung stellt. Programme, die mit der Qt-Bibliothek arbeiten, haben ein einheitliches Aussehen. KDE-Programme sind Qt-basiert.
Repository: Ein Repository ist eine Paketsammlung mit Informationen über Abhängigkeiten und Konflikte. Die meisten aktuellen Distributionen bieten heute die Möglichkeit, die Standardpakete über “offizielle” Repos und zusätzlich Pakete von Drittanbietern über deren Repos zu installieren. Ein Beispiel für solche inoffiziellen Repos sind die von Packman.
RGB: Der RGB-Farbraum beschreibt Farben über ihren Rotanteil R, den Grünanteil G und den Blauanteil B. Der HSL-Farbraum definiert Farben mit Hilfe des Farbwertes (englisch “hue”), der Sättigung (“saturation”) und der Helligkeit (“lightness”).
RSA: Dieses asymmetrische kryptografische Verfahren ist nach seinen Erfindern Rivest, Shamir und Adleman benannt. RSA kommt sowohl bei der Verschlüsselung als auch bei digitalen Signaturen zum Einsatz.
SELinux: Security Enhanced Linux (deutsch: Linux mit erweiterter Sicherheit) ist eine Erweiterung für den Linux-Kernel, die u. a. durch strenge Reglementierung von Datei- und Netzwerkzugriffen auf Basis einzelner Anwendungen die Sicherheit erhöhen soll.
Server: Als Server bezeichnet man sowohl einen Computer, der einen Dienst im Internet anbietet, als auch ein darauf laufendes Programm, das diese Dienstleistung dann tatsächlich bereitstellt. Ein Dateiserver wäre zum Beispiel ein Rechner, der im Netzwerk Daten speichert, ein FTP-Server nimmt diese Daten dann konkret in Empfang.
S/MIME: steht für Secure / Multipurpose Internet Mail Extensions, also eine sichere E-Mail-Erweiterung. Das Multipurpose steht vermutlich dafür, dass S/MIME zugleich das Signieren und Verschlüsseln erlaubt.
SSH: Secure Shell, ein vor allem unter Linux benutztes Protokoll, über das ein Server und mehrere Clients über ein beliebiges Netzwerk sicher Daten austauschen.
Suspend-to-disk: Auch “Ruhezustand” genannt. Das Betriebssystem schreibt alle Inhalte des Hauptspeichers auf die Festplatte und schaltet dann den Rechner aus. Beim nächten Start des PCs werden die gesicherten Daten zurück in den Hauptspeicher geholt, und der Anwender kann die Arbeit fortsetzen.
Swap: Der Auslagerungsspeicher tritt dann in Aktion, wenn der Arbeitsspeicher voll ist. Kubuntu lagert dann Daten auf die Festplatte aus, was das System aber deutlich verlangsamt.
Symlink: Ein symbolischer Link (auch Softlink genannt) ist ein Verweis auf eine andere Datei oder ein Verzeichnis. Auf der Kommandozeile erzeugen Sie eine solche Verknüpfung über das Kommando ln -s Quelle Ziel. Wenn Sie die Zieldatei bzw. das Zielverzeichnis löschen oder verschieben, zeigt die Referenz ins Leere.
Syntax-Highlighting: Der Texteditor hebt bestimmte Wörter und Zeichenkombinationen abhängig von ihrer Bedeutung in unterschiedlichen Farben, Schriftarten- und stilen hervor. So zeichnet das Programm die Schlüsselwörter von Quelltexten, Konfigurationsdateien usw. aus. Kommentare erscheinen meist deutlich anders als der eigentliche Code. Das alles trägt zur Lesbarkeit bei und vermeidet Tippfehler.
T–V
UDF: Das Universal Disk Format ist ein Dateisystem, das sowohl auf CDs als auch auf DVDs und Blu-rays zum Einsatz kommt. Während CDs sich aber mit Version 1.00 des Dateisystems begnügen, brauchen Daten-DVDs bereits die Version 1.50 und überall abspielbare Blu-rays die 2.50. Das Linux-Programm mkudffs unterstützt lediglich die UDF-Version 2.01.
Umgebungsvariable: Diese Variablen enthalten Einstellungen für Programme, Pfade zu Anwendungen usw. Die Shell setzt viele dieser Umgebungsvariablen beim Start. Einige systemweite Einstellungen finden Sie in /etc/profile, persönliche gehören nach ~/.bashrc oder ~/.profile.
UPnP: Universal Plug & Play soll Geräte und ihre Ressourcen in IP-Netzwerken automatisch und selbständig lokalisieren, konfigurieren und einbinden, um so etwa Musiksammlungen im gesamten Netzwerk freizugeben.
Uptime: Die Zeit, die ein Rechner läuft, ohne dass ihn jemand neu gestartet hat. Manche Linux-Server laufen mehrere Monate oder sogar Jahre ohne einen Reboot – bis ein Upgrade mit einem neuen Kernel den Neustart erfordert. Das gleichnamige Kommando uptime gibt die Anzahl der Tage, Stunden und Minuten aus; die erste Zeile von w entspricht der uptime-Ausgabe.
URL: Uniform Resource Locator – die technische Bezeichnung für Web- und FTP-Adressen wird oft verwendet, wenn man sich nicht festlegen will, ob es um eine “http”- oder “ftp”-Adresse geht.
UUID: Jede Festplatte bzw. Partition erhält bei der Installation eine eindeutige und einmalige Identifikationsnummer zugewiesen, die UUID. Anhand dieser lässt sich diese später vom System eindeutig adressieren.
Virtualisierung: Während ein Emulator eine Maschine in Software nachbildet und damit z. B. auch einen ganz anderen Prozessor emulieren kann, besitzt eine virtuelle Maschine immer dieselbe CPU wie der echte Rechner – und kann damit Programme in der virtuellen Maschine deutlich schneller als ein Emulator ausführen.
VNC: Virtual Network Computing ist eine Anwendung, über die Sie im Netz erreichbare Rechner grafisch fernsteuern können. Unter Linux geben Sie damit wahlweise Ihren laufenden Desktop frei oder starten eine neue Session für den Remote-Zugriff.
W–Z
WYSIWYG: What you see is what you get (Du bekommst, was Du siehst) bedeutet, dass z. B. eine Textverarbeitung schon beim Erstellen des Dokuments das endgültige Layout anzeigt. Silbentrennung, Bildplatzierung und andere Eigenschaften sehen im Programmfenster genauso wie im späteren Ausdruck aus.
XML: Die Extensible Markup Language (Auszeichnungssprache) strukturiert Daten mit Hilfe von Tags (wie in HTML). Sie dient vor allem dazu, Daten für verschiedene Programme lesbar und bearbeitungsfähig zu machen.
X-Server: Software-Komponente, die sich um die Darstellung von grafischen Elementen und um die Eingabegeräte wie Maus, Tastatur und Zeichentabletts kümmert.
Zertifikat: Ein digitales Zertifikat soll die Identität seines Inhabers bestätigen, was daher meist ein externer Anbieter übernimmt.
Zombie: Ein solcher Prozess ist eigentlich beendet, taucht aber noch in der Liste der Prozesse auf (und belegt geringe Systemressourcen). Er ist bereits beendet, konnte aber seinen Rückgabestatus noch nicht an den Eltern-Prozess übergeben.





