Das CentOS-Projekt hat die Versionsreihe 6 seiner Distribution aktualisiert. CentOS 6.8 basiert jetzt auf dem Quellcode von Red Hat Enterprise Linux 6.8 und enthält gegenüber der direkten Vorversion zahlreiche Änderungen.
Diese gehen so weit, dass Johnny Hughes vom CentOS-Projekt in seiner Ankündigung allen Nutzern der Vorversionen dringend das Studium der Release Notes empfiehlt.
So ersetzt libreswan das zuvor genutzte Openswan als VPN-Endpoint. Der Network Manager hat dazu eine entsprechende Unterstützung erhalten. Anwender können zudem Chrony anstelle von NTPd verwenden. Squid klettert auf Version 3.4, LibreOffice meldet sich in der Versionsnummer 4.3.7.2. XFS-Dateisysteme dürfen jetzt bis zu 300 TByte groß werden.
Zahlreiche Anwendungen unterstützen ab sofort TLSv2.1, darunter OpenLDAP, Yum, Git und Postfix. TLSv2.1 ist zudem jetzt bei einigen Paketen die Standardverschlüsselungsmethode. Demgegenüber haben die Entwickler SSLv3 und andere ältere unsichere Protokolle deaktiviert. Des Weiteren können mehrere Anwendungen Elliptic-Curve-Parameter verwenden, darunter die Perl-Module Net:SSLeay und Perl IO::Socket::SSL.
Schließlich haben die Entwickler noch zahlreiche Pakete aktualisiert. Sämtliche Änderungen fassen die Release Notes zusammen.
Die aktuelle CentOS-Version trägt die Versionsnummer 7. Die Entwickler pflegen aber auch noch die alte Versionsreihe 6. CentOS 6.8 steht unter anderem auf den entsprechenden Mirrors zum Download bereit.





