Da die Media-Center-Software Kodi immer häufiger mit illegalen Angeboten in Verbindung gebracht wird, ziehen die Kodi-Entwickler die Reißleine und wollen aktiv gegen die entsprechenden Hersteller vorgehen.
Zahlreiche unseriöse Hardwarehersteller verkaufen Set-Top-Boxen mit der Media-Center-Software Kodi, die sie wiederum mit illegalen oder schlampig programmierten Add-ons erweitern. Auf diese Weise sollen die Geräte vor allem illegale Inhalte empfangen können. In der Werbung versprechen die Hersteller dann kostenfreien Fernsehempfang. Teilweise verschleiern sie sogar, dass es sich um ein illegales Vorgehen handelt, und lassen die Nutzer mit einem nicht oder nur fehlerhaft funktionierenden System zurück.
Die Praktiken fallen dann auf die Kodi-Entwickler zurück. In einem Blog-Post beklagen sie, dass neue Kodi-Anwender nicht zwischen den Erweiterungen und der Software selbst unterscheiden könnten. Jeden Tag würde ein neuer Benutzer im Kodi-Forum auftauchen und müsste dort dann verwundert erfahren, dass die freien Filme Raubkopien sind und nicht von Kodi selbst bereitgestellt würden. Des Weiteren würden unseriöse Anbieter den Namen Kodi in illegalen Angeboten als Werbung missbrauchen.
Da die Entwickler davon endgültig die Nase voll haben, wollen Sie jetzt aktiv gegen unseriöse Angebote vorgehen und den entsprechenden Herstellern die Nutzung des Markennamens Kodi untersagen. Die Entwickler bitten zudem die Kodi-Nutzer, alle windigen Angebote zu melden und am besten den entsprechenden Anbieter um die Einstellung zu bitten.
Die Entwickler stellen aber auch klar, dass Kodi Open-Source-Software ist, mit der jeder Anwender auch weiterhin anstellen kann, was er möchte.




