Zum Wochenausklang sind gleich drei Distributionen in neuen Versionen erschienen. SparkyLinux aktualisiert vor allem die enthaltene Software, Qubes enthält einen neuen Hypervisor Abstraction Layer und NixOS verbessert den hauseigenen Paketmanager.
SparkyLinux 4.1 basiert auf Debian Testing („Strech“) vom 27. September. Der Kernel meldet sich mit der Version 4.1.6, den Bootvorgang steuert Systemd 226. GCC liegt in Version 5.2.1 bei, die Desktop-Umgebung stellt Plasma 5. LibreOffice kommt in Version 5.0.1. Des Weiteren haben die Entwickler lxpolkit durch policykit-1-gnome ersetzt und den Flash-Player von Bord geschmissen.
Qubes versucht ein besonders sicheres System zu schaffen, indem es durchgehend auf Virtualisierung setzt. Die neue Version 3 nutzt jetzt einen Hypervisor Abstraction Layer (HAL), welcher die Qubes-Logik vom darunter liegenden Hypervisor entkoppelt. Auf diese Weise soll sich in der Zukunft der Hypervisor einfacher austauschen lassen. Derzeit kommt dabei Xen zum Einsatz, das die Entwickler auf Version 4.4 aktualisiert haben. Der HAL wiederum basiert auf libvirt. Qubes 3 unterstützt zudem offiziell Debian Templates und bietet eine Integration von Whonix Templates. Ein Artikel über Qubes findet sich im LinuxUser 02/2015.
NixOS 15.09 bringt seinen eigenen Paketmanager Nix mit, der in der neuen Version 1.10 jetzt auch kryptografische Signaturen bei Binär-Caches verwendet. Nach dem Setzen der Einstellung „system.autoUpgrade.enable = true;“ hält sich das System immer selbst auf dem aktuellen Stand. Zur Auswahl stehen in NixOS 15.09 die Desktop-Umgebungen Gnome 3.16 (aktuell ist bereits Gnome 3.18), Xfce 4.12, Plasma 5 und E19 0.16.8.15. Haskell-Programmierer müssen sich mit einer neuen Paketinfrastruktur auseinandersetzen. Der Linux-Kernel kommt in Version 3.18. Einen Artikel zu NixOS gab es zuletzt im LinuxUser 01/2015.





