Oracle hat eine neue Version seiner Virtualisierungslösung VirtualBox veröffentlicht. Die Version 5.0 kann unter anderem USB 3.0-Geräte in die virtuelle Maschine durchreichen und unterstützt die Paravirtualisierung von Windows- und Linux-Gästen.
Bei der Paravirtualisierung nutzt das Gastsystem die Virtualisierungsmöglichkeiten der Betriebssysteme. Linux-Gäste verwenden dabei KVM, Windows-Gäste hingegen Hyper-V. Auf diese Weise soll sich vor allem die Ausführungsgeschwindigkeit erhöhen.
VirtualBox 5.0 bietet den Gästen jetzt einen xHCI-Controller an, der die Daten von USB 3.0-Geräten in voller USB-3.0-Geschwindigkeit weiterleitet. Des Weiteren kann das Gastsystem in VirtualBox 5.0 mehr Prozessor-Befehle nutzen als zuvor. So dürfen die Gäste jetzt insbesondere auch die AES-Verschlüsselungsfunktionen moderner CPUs nutzen.
Die Entwickler haben zudem das bidirektionale Drag-and-Drop verbessert: Sofern Windows als Gast läuft, können Anwender unter anderem Dateien oder Verzeichnisse per Drag-and-Drop zwischen Host und Gast austauschen beziehungsweise kopieren. Dazu müssen allerdings die aktuellen Guest Additions installiert sein.
Auf Wunsch verschlüsselt VirtualBox 5.0 komplette Festplatten-Images. Zum Einsatz kommt dabei der AES-Algorithmus mit wahlweise 128- oder 256-Bit großen Schlüsseln. Eine so verschlüsselte virtuelle Maschine lässt sich erst nach Eingabe des entsprechenden Passworts starten.
Kleine Verbesserungen gab es auch an der Benutzeroberfläche: Unter anderem unterstützt der VirtualBox Manager jetzt Bildschirme mit hohen Auflösungen (HiDPI-Support), erlaubt die Verwaltung der neuen Verschlüsselungsfunktion und erlaubt das Hot-Plugging von virtuellen SATA-Laufwerken.
Sämtliche Neuerungen listet die offizielle Ankündigung auf.





