Cristian Florian vom GFI-Blog hat unter anderem die zehn Betriebssysteme ermittelt, die im vergangenen Jahr mit den meisten sicherheitsrelevanten Schwachstellen auffielen. Dabei folgt hinter Apples Mac OS X und iOS bereits Linux. Bei der Interpretation der Statistik ist allerdings Vorsicht geboten.
Cristian Florian hat die in der National Vulnerability Database (NVD) gesammelten sicherheitsrelevanten Schwachstellen ausgewertet und in einer Statistik aufbereitet. Danach kommt Mac OS X auf insgesamt 147 Schwachstellen, wovon 64 als sehr kritisch anzusehen sind. Auf dem zweiten Platz folgt iOS mit 127 Schwachstellen (davon 32 kritisch). An dritter Stelle steht bereits der Linux-Kernel mit 119 Schwachstellen (davon 24 kritisch).
Anders als man vermuten könnte, folgt Windows erst mit weitem Abstand: So konnte Cristian Florian für Windows Server 2008 insgesamt gerade einmal 38 Schwachstellen zählen, davon allerdings gleich 26 kritische.
Die Anzahl der sicherheitsrelevanten Schwachstellen schnellte in den letzten Jahren recht drastisch in die Höhe. Waren es 2013 noch 4.794, wurden im Jahr 2014 bereits 7.038 neue Schwachstellen registriert.
Die Daten der Statistik sind jedoch mit Vorsicht zu genießen: Zum einen stammen sie nur aus einer einzigen Datenbank, zum anderen erfasst diese nur die öffentlich bekannt gewordenen Schwachstellen. Darüber hinaus lassen die Statistiken offen, um was für Schwachstellen es sich handelt und wie schnell diese geschlossen wurden. Des Weiteren geht aus einer der anderen von Cristian Florian erstellten Statistiken hervor, dass die mit Abstand meisten Angriffe nicht über das Betriebssystem, sondern die Anwendungen erfolgen – allen voran die Brower, Adobe Flash und Java.





