Mit den Allroundern Linux Mint 17.1 und Netrunner 14.1, dem Netzwerkdiagnose-Spezialisten Wifislax 4.10.1 und der auf Anonymisierung ausgerichteten Live-Distribution Tails 1.2.3 findet sich auch diesmal wieder ein buntes Potpourri aus allen Einsatzbereichen auf den Heft-DVDs. Als Star der Sammlung glänzt das benutzerfreundliche Desktop-System MakuluLinux in Varianten mit Cinnamon und XFCE als Oberfläche.
Linux Mint 17.1
Linux Mint 17.1 mit dem Codenamen “Rebecca” finden Sie auf unseren Heft-DVDs mit dem KDE-Desktop. Wie der Vorgänger basiert die Distribution auf Ubuntu 14.04 mit Long Term Support, der Updates bis 2019 sicherstellt. Neben diversen Software-Aktualisierungen bringt diese Version unter anderem einen optimierten Update-Manager mit. Den Unterbau stellt der Linux-Kernel in Version 3.13. Neben der auf der DVD enthaltenen Variante bietet das Projekt die Distribution noch mit dem Cinnamon- und Mate-Desktop zum Download an. Auf Seite A der ersten Heft-DVD finden Sie die 32-Bit-Version, auf der Rückseite die 64-Bit-Spielart.
Netrunner 14.1
Das auf Kubuntu 14.04 basierende Netrunner 14.1 alias “Frontier” wurde in erster Linie zur Nutzung diverser Cloud-Dienste optimiert. Als Besonderheit kommt eine modifizierte Version der Desktop-Oberfläche KDE 4.14 zum Einsatz. Damit löst die Desktopsuchmaschine Baloo das bisher verwendete Nepomuk ab. Darüber hinaus verfügt die Distribution auch über diverse vorinstallierte Gnome-Anwendungen. Da es sich um ein Minor-Release handelt, beschränkte sich das Projekt in erster Linie auf Fehlerkorrekturen und Programmaktualisierungen. Mit von der Partie sind unter anderem Firefox 35.0, Thunderbird 31.4, VLC 2.1.4 und Gimp 2.8.10. Die 32-Bit-Variante der Distribution finden Sie auf Seite A der ersten Heft-DVD, den 64-Bit-Ableger auf Seite B.
Wifislax 4.10.1
Das Slackware-Derivat Wifislax 4.10.1 tritt an, um WLAN-Installationen sicherer zu machen. Es bringt zu diesem Zweck eine Menge Tools mit, die das Netz sowohl generisch überprüfen, als auch auf die Eigenheiten bestimmter Hersteller eingehen. Um einen Überblick über ein Netzwerk zu erhalten bietet die Distribution viele bekannte Analyseprogramme an, darunter Angry IP Scanner, Etherape, Iptraf, Net Activity Viewer, Wireshark und Zenmap. Programme wie Hping3, Mdk3 und Yersinia hingegen kommen zum Einsatz, um mithilfe von Data-Flooding-Technologien Schwachstellen in der Firewall, auf dem Router Sowie auf Clients und Servern aufzuzeigen. Sie finden Wifislax auf Seite A der ersten Heft-DVD. -> S. 32
Tails 1.2.3
Das auf Debian basierende Tails 1.2.3 gilt als die sicherste Methode, sich anonym im Internet zu bewegen. Um das zu gewährleisten, bringt die Live-Distribution einen Tor-Client mit, der sich direkt beim Start mit dem Anonymisierungsnetzwerk verbindet. Über einen gehärteten und um diverse Sicherheitsapps erweiterten Browser gelangen Sie ins Internet. Die aktuelle Version bügelt in erster Linie einige Sicherheitsprobleme aus, weswegen das Projekt auch dringend dazu rät, zukünftig diese aktualisierte Variante zu verwenden. Sie finden Tails in der 32-Bit-Fassung auf Seite B der Heft-DVD.
Makulu: Jung, bunt, vielseitig
Ein durchdachtes Design, viele Extras, Desklets, Applets und eine gute Paketauswahl heben MakuluLinux aus der Masse der Distributionen hervor. Da sich die Distribution auch als Spieleplattform versteht, bringt sie neben einer speziell fürs Gaming mit D3D und CSMT gepatchten Version von Wine sowie WineTricks auch PlayOnLinux sowie Steam vorinstalliert mit. Während die Version XFCE 7.1 auf Ubuntu basiert, verwendet die Variante MCDE 2.0 Debian “Testing” als Grundlage. Hier kommt die Desktop-Verwaltung Cinnamon 2.0 zum Einsatz. Das Login-Passwort lautet makulu. Einen ausführlichen Artikel zur Distribution lesen Sie ab Seite 8 in diesem Heft.
Neue Programme
Autoarchive**1.2.0 soll das Erstellen von Datensicherungen vereinfachen. Die Grundkonfiguration befindet sich in einer zentralen Datei. Für die Sicherungen legt Autoarchive lediglich Spezifikationsdateien an, die die zu sichernden Verzeichnisse enthalten. Für das eigentliche Backup greift das Tool auf bewährte Systemwerkzeuge wie etwa Tar zurück. -> S. 6
Darktable**1.6.0 bietet zwar keine künstlerische Effekte wie in Gimp oder Photoshop. Doch für das Veredeln gelungener und nicht ganz gelungener Fotos gibt es keine bessere Software – kommerzielle Anwendungen wie Adobe Lightroom eingeschlossen. -> S. 56
Mit FreeFileSync 6.13 sichern Sie wichtige Daten bequem auf einen lokalen oder via Netzwerk angebundenen Massenspeicher und halten sie stets auf dem aktuellen Stand. Das im Paket enthaltene Zusatzprogramm RealtimeSync erlaubt es darüber hinaus, Änderungen am Datenbestand quasi in Echtzeit abzugleichen. -> S. 6
Während die Vorgänger-Versionen der Reihe 4.3 in erster Linie aus Maintenance-Releases mit diversen Fehlerbehebungen bestanden, bietet LibreOffice 4.4.0 eine ganze Reihe an Neuigkeiten. So spendierte das Projekt dem Writer unter anderem eine bessere Überarbeitungsfunktion, eine erweiterte Absatznummerierung und eine verbesserte Anzeige. Die Tabellenkalkulation Calc lagert die Register-Darstellung in eine eigene Seite aus.
Nethogs**0.8 zeigt nahezu in Echtzeit an, welche Programme wie viel Bandbreite im Netzwerk belegen. Dazu stützt sich das GPL-Programm auf das virtuelle Proc-Dateisystem, das der Kernel mit Daten füttert. Obwohl das Tool bereits seit 2004 existiert, kennt kaum jemand den nützlichen Helfer. -> S. 30
Das einfache Kommandozeilenprogramm Netsed 1.2 erlaubt es Ihnen, in den unverschlüsselten Datenstrom im lokalen Netzwerk einzugreifen und diesen zu manipulieren. Die Syntax der Änderungsvorschrift orientiert sich am “großen Bruder”, dem Stream-Editor Sed. -> S. 20
Effektives Zeitmanagement hilft nicht nur Privatpersonen: Gerade Freiberufler und Dienstleister, die ihren Kunden Arbeitszeit in Rechnung stellen, sind darauf angewiesen, diese Zeiten effizient einzuteilen. Das Programm Task Coach 1.4.1 bietet aus einer Hand für alle Gruppen die maßgeschneiderte Lösung. -> S. 50
Das Tool Wmconfig 1.4.9 erzeugt Menüstrukturen für die meisten gängigen Window-Manager, unabhängig vom eingesetzten Grafik-Toolkit. Es bietet eine einfache Konfiguration, die sich einfach mit einem Editor bearbeiten lässt. Aus ihr erzeugt Wmconfig die gewünschten Menüstrukturen. -> S. 6




