Porteus 3.0
Die auf Slackware basierende Distribution Porteus umfasst gerade einmal 300 MByte, bietet aber trotzdem gängige Programme wie Googles Browser Chrome, die Office-Suite LibreOffice und das Videochat-Programm Skype an. Die neue Version 3.0 bringt einen überarbeiteten Paketmanager mit und aktualisiert den Kernel auf Version 3.13.6. KDE SC gibt es in der Version 4.12.3, den Konkurrenten Mate in Version 1.7.1. Firefox kommt in Version 24.3.0 mit Flash-Player 11.2.202.341. Auf Seite A der ersten Heft-DVD finden Sie die ISO-Images mit den Desktop-Versionen KDE, LXDE, Razor-Qt, XFCE und Mate. Letztere steht darüber hinaus als bootbare Variante auf dem Datenträger bereit.
Just Browsing 20140124
Nicht erst seit der NSA-Abhöraffäre sind Sicherheit und Anonymität beim Surfen im Internet in aller Munde. Um hohen Ansprüchen an den Datenschutz zu genügen, bedarf es bei Firefox und Co. allerdings erheblicher Nacharbeit. Zudem erfordert das Härten des Systems gegen unerwünschtes Mitlesen insbesondere der Werbeindustrie umfassende Kenntnisse. Beim auf Arch Linux basierenden Just Browsing sparen Sie sich diese Arbeiten, denn es bringt bereits entsprechend vorkonfigurierte Webbrowser mit. Als reine Live-Distribution unterbindet es zudem jeden Kontakt von außen mit der Festplatte des Rechners, sodass eine Surf-Session keine dauerhaften Spuren hinterlässt. Sie booten Just Browsing bei Interesse von der A-Seite der ersten Heft-DVD, die daneben auch ein ISO-Image der Distribution enthält. Weitere Details zu Just Browsing lesen Sie in einem Artikel ab Seite 10.
Tails 0.23
Die Live-Distribution Tails (“The Amnesic Incognito Live System”) basiert auf Debian GNU/Linux und kümmert sich in erster Linie um Ihre Privatsphäre. Dafür stellt sie einerseits einen speziell gehärteten Webbrowser bereit und leitet andererseits alle Internet-Zugriffe durch das TOR-Netzwerk (“The Onion Router”). Neben diversen Security-Fixes bietet die aktuelle Version von Tails eine durchaus sinnvolle Neuerung an: In der Grundeinstellung verändert sie die MAC-Adresse der Netzwerkkarte, womit eine eindeutige Zuordnung darüber nicht mehr möglich ist. Die bootbare Version von Tails 0.23 sowie ein ISO-Image zum Selberbrennen finden Sie auf Seite A der ersten DVD.
XStreamOS
Nach der Übernahme von Sun Microsystems durch Oracle und der damit verbundenen Einstellung von OpenSolaris im Jahr 2010 verschrieb sich das Illumos-Projekt der Weiterentwicklung des Sun-Betriebssystems. Mit XStreamOS hat nun der Mailänder Hersteller Sonicle eine Variante mit Illumos-Kernel für den Desktop herausgegeben, zu der es passend noch ein Server-System und eine Version für Storage-Umgebungen gibt. XStreamOS bringt mit einem LXDE-Desktop und vielen in der Linux-Welt bekannten Programmen auf den ersten Blick nichts Neues. Das Solaris-Derivat unter der Haube tickt jedoch radikal anders, als Sie es von Linux kennen. Näheres dazu lesen Sie in einem Artikel ab Seite 36. Auf Seite B der ersten Heft-DVD finden Sie ein ISO- und ein USB-Image von XStreamOS zum Selberbrennen oder Testen in einer VM.
Tanglu 1.0
Die Distribution Tanglu 1.0 basiert auf Debians “Testing”-Zweig. Ähnlich wie Ubuntu und Linux Mint LMDE möchte sie dem Anwender ein aktuelleres und bedienerfreundlicheres Desktop-Erlebnis bescheren als Debian “Stable”. Neben LibreOffice 4.1.3.2 kommt Firefox 27 zum Einsatz. Die Paketverwaltung übernimmt PackageKit, das für KDE Apper als grafische Oberfläche mitbringt, für Gnome die GUI Software Install. Zur Datensicherung steht unter Gnome Déjà Dup zur Verfügung, unter KDE kommt zur Beschallung Amarok zum Einsatz. Auf Seite A der zweiten Heft-DVD finden Sie die 64-Bit-Versionen von Tanglu mit den Desktops KDE SC 4.11.5 und Gnome 3.10 samt den zugehörigen ISO-Images. Die Rückseite enthält die 32-Bit-Varianten. Einen ausführlichen Artikel zu Tanglu lesen Sie ab Seite 6.
Neue Programme
Das Tool Calcurse 3.1.4 kombiniert einen Kalender mit einer Terminverwaltung und einer Aufgabenliste. Sie haben die Möglichkeit, die Applikation entweder über die Kommandozeile oder die Ncurses-basierte Benutzeroberfläche zu bedienen.
In Hollywood gilt Lightworks 11.5 als Star unter den Videoschnittprogrammen. Recht überraschend bietet die Vertreiberfirma Editshare die Software seit Kurzem als eine im Funktionsumfang eingeschränkte Freeware-Version an. Da die Bedienung ungleich komplizierter ausfällt als etwa bei Kdenlive oder Openshot, richtet sich die Software in erster Linie an (semi-)professionelle Anwender.
Die Netrw-Tools 1.3.2 ermöglichen es, unkompliziert Daten zwischen zwei Rechnern zu übertragen. Dabei kommen sie ohne zwischengeschaltete Infrastruktur aus und arbeiten praktisch auf Zuruf. Verschlüsseln Sie die Nutzlast, bleiben Sie beim Übertragen der Daten stets auf der sicheren Seite.
Pac**4.5.3.5 stellt eine leistungsfähige Oberfläche zum Verwalten von SSH- und Telnet-Verbindungen zur Verfügung. Da sich Verbindungsaufbau und Befehlsausführung automatisieren lassen, eignet es sich besonders für das Verwalten zahlreicher Rechner.
Die auf PHP basierende Software Owncloud 6.0.2 erlaubt, ohne größere technische Herausforderungen in Intranets praktisch jeder Größe eine eigene Cloud zu betreiben. Sie benötigen dafür lediglich eine typische LAMP-Umgebung, wie sie praktisch jeder Linux-Server bietet.
Das Python-Programm Rabbit VCS 0.15.3 erweitert die Dateimanager Nautilus (Version 2 und 3), Thunar sowie den Texteditor Gedit um Funktionen zur Versionsverwaltung.
XnviewMP**0.64 ist leistungsfähiges Programm zum Betrachten, Konvertieren und Bearbeiten von Bildern. Es beherrscht nicht nur nun Multiprocessing, sondern liest über 500 Dateiformate, darunter auch alle gängigen RAW-Formate, und schreibt in mehr als 70 davon.
Der Webbrowser Xombrero 1.6.3 nutzt die Webkit-Rendering-Engine und ging aus Xxxterm hervor. Er zählt zu den minimalistischen Vertretern seiner Gattung und legt großen Wert auf Sicherheit. Ein weiteres Merkmal ist eine umfangreiche Tastatur-Steuerung mittels Vi-ähnlicher Tastenkombinationen. Damit eignet sich der Browser bestens für Anwender, die auf der Kommandozeile daheim sind.




