Wer sich für das kommende KDE 5 interessiert, kann jetzt den aktuellen Entwicklungsstand gefahrlos und ohne Installation mit einem Live-System ausprobieren.
Das Project Neon schnürt von kommenden KDE-Versionen fertige Pakete für Ubuntu beziehungsweise Kubuntu. Um KDE 5 auszuprobieren, musste man bislang aufwendig ein Testsystem mit Ubuntu oder Kubuntu installieren und dann die entsprechenden Pakete aus einem Launchpad-Repository einspielen.
Ab sofort gibt es noch einen einfacheren Weg: Das Project Neon hat ein Live-System zusammengestellt, das den aktuellen Entwicklungsstand der KDE Frameworks 5 und Plasma 2 enthält. Das zum Download angebotene ISO-Image ist ungefähr 664 MByte groß und passt somit noch auf eine CD. Analog wie bei den KDE-Paketen erzeugt ein Skript jede Nacht automatisch eine neue Version des Live-Systems.
Zwar lässt sich das Live-System auch auf der Festplatte installieren, die Entwickler raten davon aber dringend ab – es handele sich noch nicht einmal um eine „Tech Preview“. Das fertige KDE 5 soll erst im Laufe des nächsten Jahres erscheinen.






Im Prinzip gibt es kein KDE 5, so wie getitelt wird, sondern KDE Frameworks 5 und Plasma Workspace 2 sind im Project Neon 5 zusammengefasst, denn KDE bezeichnet mittlerweile nur noch die Gemeinschaft, die unteranderem Plasma und KDE Frameworks 5 entwicklet.
Das stimmt, im Text habe ich aber darauf hingewiesen, dass das Live-System KDE Frameworks 5 und Plasma Workspaces 2 enthält (übrigens sprechen selbst einige KDE-Entwickler nur von “Plasma 2”).
Für viele Anwender ist das gesamte Desktop-System jedoch immer noch KDE; die Aufteilung und neue Namensgebung ist zudem extrem verwirrend. Ein kurzes “KDE 5” ist da aussagekräftiger und jeder weiß sofort worum es geht.