Zwar zieht die Steam-Plattform immer mehr Spielehersteller an, doch stehen einige kommerzielle Spiele weiterhin ausschließlich im Ubuntu Software Center bereit. Die acht besten stellen wir vor.
Sind Sie Knobelexperte, Fingerakrobat oder Action-Liebhaber? Dann sollten Sie unbedingt einen Blick auf die kommerziellen Spiele im Ubuntu Software Center werfen. Gegenüber ihren kostenlosen Pendants bieten sie eine bessere Grafik und ausgefallenere Spielekonzepte. Der Kauf über das Software Center bietet zudem den Vorteil, dass das Auflösen aller Abhängigkeiten automatisch erfolgt. Einige Spiele sind sogar exklusiv nur dort erhältlich.
Das galt zum Redaktionsschluss auch für die im Folgenden vorgestellten Titel. Sie decken die verschiedensten Genres ab und kosten jeweils nicht mehr als 10 US-Dollar. Welche Konsequenzen der Umstieg Canonicals vom altbewährten X-Server hin zu Mir demnächst für Spielenutzer mitbringt, erörtert der Kasten “Raumstation”.
Gurkensalat
Noch vor einem Jahr bot das Software-Center fast ausschließlich hochklassige Spiele zum Kauf an. Mittlerweile stapeln sich dort jedoch auch kostenpflichtige Titel, die selbst als kostenfreie Varianten nicht der Rede wert wären.
Mit den Verkaufsplattformen Desura [9] und Steam [10] erhielt das Software-Center zudem zwei mächtige Konkurrenten. Viele Spiele, wie etwa das berühmte Portal [11], erscheinen nur noch exklusiv auf Steam. Im Software-Center bleiben somit zahlreiche Gurken zurück. Bevor Sie ein Spiel kaufen, sollten Sie sich daher auf den Seiten der Hersteller nach bereitgestellten Informationen, Bilder und Videos umsehen.
Werfen Sie auch unbedingt noch einmal einen Blick auf den Preis: So verlangen die Macher des Strategiespiels Eufloria HD satte 50?000 US-Dollar, die ein paar unbedarfte Klicks tatsächlich abbuchen [12]. Der Entwickler Omni Systems wählte diesen Preis absichtlich so hoch, um Käufer abzuschrecken – angeblich sei die Entwicklung des Spiels noch nicht abgeschlossen. Unklar bleibt, warum Omni Systems das Spiel dann überhaupt schon im Software Center anbietet und Canonical diesen Nonsense-Eintrag freischaltet.
Raumstation
Ubuntu 13.10 setzt erstmals Mir als Unterbau für die grafische Benutzeroberfläche ein. Dank einer Zwischenschicht namens XMir starten bisherige X11-Programme und somit auch Spiele weiterhin. Dummerweise arbeitet Mir jedoch nur mit den freien Grafikkartentreibern zusammen. Die wiederum bieten auf AMD- und Nvidia-Grafikkarten nicht alle Funktionen ihrer proprietären Kollegen an.
In der Folge laufen die meisten Spiele nicht, nur sehr langsam oder mit abgespeckter Grafikpracht. Nach den derzeitigen Plänen soll Ubuntu 13.10 deshalb von Mir auf X11 zurück wechseln können. Ab Ubuntu 14.04 fällt aber auch diese Notlösung weg. Sollten die proprietären Treiber dann Mir immer noch ignorieren, werden Spieler auf eine andere Distribution umsteigen müssen.
Broken Sword: Director’s Cut
George Stobbart genießt gerade vor einem malerischen Café seinen Urlaub in Paris, als ein Clown in das Lokal stürmt, eilig wieder herausläuft und die Schaufenster in einer gewaltigen Bombenexplosion bersten. Das Ergebnis ist ein komplett verwüstetes Café und ein Toter (Abbildung 1). Da die Polizei reichlich inkompetent zu Werke geht, stellt George kurzerhand eigene Ermittlungen an. Hilfe erhält er dabei von der Journalistin Nicole Collard, die eine große Geschichte wittert.

Abbildung 1: Hier stehen im Broken Sword: Director’s Cut die Protagonisten Nico und George vor dem zerstörten Café. In Gesprächen wählen Sie mit einem Klick auf eines der Symbole das gewünschte Thema.
Warum der Clown in das Café stürmte und welche Rolle die Tempelritter dabei spielen, das klärt das Point-and-Click-Adventure Broken Sword [1], hierzulande besser bekannt unter seinem deutschen Titel Baphomets Fluch. Die erste Version des Spiels erschien bereits im Jahr 1996 für Windows. Im Software Center verkauft Hersteller Revolution jetzt einen überholten und um zusätzliche Szenen erweiterten Director’s Cut. Unter anderem darf der Spieler nun mehrfach mit Nico rätseln und erfährt, was vor der Explosion geschah (Abbildung 2).

Abbildung 2: Anders als das Original beginnt der Director’s Cut von Broken Sword noch vor der Explosion im Café mit Nicos Berichterstattung über einen Mord. Hier untersucht Nico eine zertrümmerte Scheibe.
Die beiden Protagonisten dirigieren Sie mit dem Mauszeiger durch die liebevoll gezeichneten Szenen. Ein Klick auf einen Gegenstand genügt, damit der Held ihn benutzt oder aufhebt. Auf diese Weise müssen Sie zahlreiche Rätsel lösen, was wiederum die Hintergrundgeschichte sukzessive vorantreibt.
Baphomets Fluch zählt zu Recht zu den bekanntesten und beliebtesten Adventures aller Zeiten. Die Grafik des Director’s Cut ist immer noch ansehnlich, wenngleich sie auf modernen Monitoren je nach Fenstergröße entweder extrem klein oder arg verwaschen wirkt. Zur Atmosphäre tragen die professionellen deutschen Sprecher bei, die allerdings meistens ziemlich dumpf klingen. Darüber hinweg trösten die durchweg logischen Rätsel sowie die extrem spannend inszenierte Hintergrundgeschichte. Wer schon die alte Windows-Version besitzt, kann sie übrigens mit ScummVM zum Leben erwecken und sich so die 5 US-Dollar für den Director’s Cut sparen.
Capsized
Langenscheidt übersetzt das englische “capsizing” als kentern. Im gleichnamigen Spiel [2] passiert genau das einem Raumschiff. In letzter Sekunde rettet sich die Crew mit Rettungskapseln auf einen dicht bewaldeten Planeten. Dort übernimmt der Spieler die Kontrolle des Astronauten aus der Rettungskapsel. Auf der Suche nach den übrigen Besatzungsmitgliedern lässt er den kleinen Helden durch die wunderschön gezeichnete, zweidimensionale Landschaft hüpfen und rennen.
Dieses Vorhaben erschweren zahlreiche feindlich gesinnte Kreaturen. Der Astronaut wehrt sich zunächst nur mit einer einfachen Pistole, aber immerhin mit unendlich viel Munition. Zusätzlich steht ihm eine Art Plasma-Haftseil zur Verfügung, mit dem er sich über Abgründe hinweg schwingt oder aber dicke Steine vor Höhleneingängen wegzieht (Abbildung 3). Apropos Höhlen: Einige von ihnen erhellt lediglich die Taschenlampe des Helden, was die Orientierung zusätzlich erschwert.
Im Laufe des Spiels findet der Protagonist aber zahlreiche weitere Waffen, darunter eine Plasma-Kanone und ein Maschinengewehr. Im Gegensatz zur Standardwaffe verbrauchen diese Schießprügel jedoch Munition, die der Held erst mühsam aufspüren und einsammeln muss. Zu den Waffen gesellen sich verschiedene nützliche Gegenstände, wie ein Schutzschild oder ein Jet-Pack. Letzterer ermöglicht es dem Astronauten, einige Zeit durch die Luft fliegen – vorausgesetzt, er hat zuvor genügend Treibstoff gefunden.

Abbildung 3: Um über den Abgrund zu gelangen zieht der Astronaut den Stein einfach mit dem Plasma-Haftseil zu sich herüber.
Im Laufe des Spiels lassen sich spezielle Arcade-Spielmodi freischalten. In ihnen gilt es unter anderem ohne Waffen auszukommen oder sich möglichst lange gegen unablässig heranströmende Gegner wehren. Es gibt sogar einen Mehrspielermodus, in dem zwei Spieler vor einem Bildschirm sitzen und sich gegenseitig zu eliminieren versuchen.
Das actionbetonte Jump-and-Run-Spiel (Abbildung 4) wartet mit riesigen verschlungenen Leveln auf, klaut allerdings viele Spielelemente bei der Konkurrenz. Die beiden Entwickler Jesse McGibney und Lee Vermeulen begeistern vor allem mit den extrem detaillierten, liebevoll gezeichneten Landschaften. Aufgrund einiger ziemlich schwierig zu meisternden Stellen richtet sich das 10 US-Dollar teure Capsized an erfahrene oder frustresistente Plattform-Akrobaten, die gerne neue Planeten erkunden.

Abbildung 4: Capsized besticht vor allem durch seine riesigen, detailreichen Landschaften, in denen man allerdings die Gegner auch schnell übersieht. Haben Sie hier Held und Ureinwohner gefunden?
Dear Esther
Für 10 US-Dollar setzt der Entwickler The Chinese Room den Spieler auf einer verlassenen Insel aus (Abbildung 5). Vollkommen allein gelassen und ohne jegliche Erinnerung bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden. Dabei trifft er immer wieder auf eingefallene Häuser, rostende Schiffswracks, merkwürdige Wandmalereien und andere Hinterlassenschaften der früheren Bewohner.
Ab und zu meldet sich ein Erzähler, der Briefe an eine Frau namens Esther sowie Tagebucheinträge der verschwundenen Bewohner vorliest. Der Erzähler ergreift immer dann das Wort, wenn der Spieler bestimmte Punkte auf der Insel erreicht. Welchen Text er dann rezitiert, hängt vom Zufall ab. Um die komplette Geschichte zu erfahren, muss man die Insel folglich mehrfach durchqueren.

Abbildung 5: In Dear Esther streift man über eine verlassene Insel. Meist schlendert man dabei wie hier an der Küste entlang.
Dear Esther [3] wandelt auf dem schmalen Grat zwischen Spiel und Kunstwerk. Obwohl die 3D-Grafik und Steuerung an ein Horror-Actionspiel erinnern, gibt es weder Gegner noch ein explizites Spielziel. Der Spieler darf lediglich eine bedrückende Landschaft durchstreifen, wobei er sukzessive mehr über die Insel und seine Bewohner erfährt. Die Grafik ist zwar nicht auf der Höhe der Zeit, erzeugt aber eine extrem stimmungsvolle Atmosphäre. Zusammen mit der nur häppchenweise erzählten Geschichte treibt sie den Spieler dazu an, immer weiterzulaufen. Außerdem gibt es da auch noch diesen mysteriösen blinkenden Sendemast in der Ferne …
Da eine deutsche Übersetzung fehlt, erfordert Dear Esther vom Spieler sehr gute Englischkenntnisse. Das nach dem einstündigen Spaziergang über den Bildschirm flimmernde Ende dürfte zudem viele Spieler enttäuschen – sofern sie Dear Esther nicht als Kunstwerk verstehen.
Edge
In Edge [4] rollt der Spieler einen Würfel durch eine aus weißen Quadern aufgebaute, dreidimensionale Landschaft (Abbildung 6). Ziel der Reise ist ein farbiges Quadrat, das zum nächsten von insgesamt 48 Leveln führt. Den Weg dorthin spicken allerdings zahlreiche Hindernisse. So brechen lose Platten unter dem Würfel weg, Quader bewegen sich hin und her oder ändern gar ihre Formation. Überrollte Schalter verändern die Landschaft oder lösen Fallen aus. In jedem Level gibt es zudem kleine blinkende Würfel, die sich nur schwer erreichen lassen und die, komplett eingesammelt, Bonus-Level freischalten.

Abbildung 6: In Edge muss der Spieler mit dem hier lilafarbenen Würfel die kleineren Würfel einsammeln und dann zu einem Ziel rollen. Die umrandeten, weißen Blöcke bewegen sich.
Seinen eigenen Würfel kippt der Spieler über die Kanten eines Quaders. Dabei klappt der Klotz entweder nach oben um oder stürzt in die Tiefe. Mit etwas Feingefühl lässt er sich auch auf der Kante balancieren – in einigen Situationen sogar zwingend. Rollt der Würfel versehentlich über den Rand der Landschaft, setzt ihn das Spiel wieder ein paar Blöcke vor die verpatzte Stelle. Edge stoppt allerdings die Zeit, die der Spieler zum Durchqueren des Levels benötigt. Für Balanceakte auf der Kante zieht das Spiel netterweise wieder etwas Zeit ab. Wer besonders schnell war, erhält schließlich eine Auszeichnung und Zugang zu weiteren Bonus-Leveln.
Edge stellt für knapp 6 US-Dollar eine pfiffige Mischung aus Knobel- und Geschicklichkeitsspiel dar. Schnell ertappt man sich dabei, nur noch eben den nächsten Level lösen zu wollen. Der Schwierigkeitsgrad steigt genau im richtigen Maße an, für Abwechslung sorgen immer wieder neue Spielelemente und Hindernisse. Die Zeitmessung motiviert dazu, bereits gespielte Level noch einmal in Angriff zu nehmen. Die karge Grafik besitzt ihren ganz eigenen Charme, die piepsige Retro-Musik zerrt durch die ständige Wiederholung allerdings irgendwann an den Nerven.
Gravi
Während in Edge ein Würfel durch die Gegend holpert, steuert der Spieler in Gravi [5] eine einäugige blaue Energiekugel (Abbildung 7). Die gilt es durch eine mit zahlreichen Fallen gespickte Testanlage für Außerirdische zu navigieren. Zu den tödlichen Hindernissen gehören unter anderem Flammen, Stacheln, Walzen und Lava.
Im Gegensatz zu anderen Jump-and-Run-Spielen hüpft der Held hier nicht. Stattdessen besitzt er eine Art Magnet-Lasso: Per Mausklick schleudert der kleine Ball eine blaue Plasmakugel heraus, die dann umgehend den blauen Ball zu sich zieht. Auf diese Weise hangelt sich der Protagonist sich wie Indiana Jones mit seiner Peitsche über Abgründe und Fallen hinweg oder gelangt auf höher gelegene Plattformen.
Der Spieler muss seinen kleinen Ball durch insgesamt 40 Level navigieren, in denen der Schwierigkeitsgrad ziemlich schnell ansteigt. Um die späteren Level zu bestehen, ist eine gute Kontrolle des Gravitations-Lassos Voraussetzung. Grafisch bietet das 8 US-Dollar teure Gravi wenig Abwechslung. Die Kulisse besteht aus einer kargen Industrieanlage, die sich zudem aus den immer gleichen Blöcken zusammensetzt. Ungeachtet dessen gibt sich Gravi als ein netter Geschicklichkeitstest für Zwischendurch.
Hotline Miami
Auch wenn Hotline Miami [6] auf den ersten Blick aussieht wie ein harmloses Arcade-Spiel aus den frühen 90er Jahren, handelt es sich um ein knallhartes und äußerst brutales Actionspiel für Erwachsene. Der Spieler übernimmt in ihm die Rolle eines namenlosen Auftragskillers, der im Jahr 1989 in Miami arbeitet. Seine Mordaufträge enden durchweg in einem Amoklauf, in dem er im Alleingang zahlreiche Gegner ins Jenseits prügeln oder schießen muss (Abbildung 8).
Jeder Treffer eines Gegners wirkt dabei tödlich: Sobald der Antiheld stirbt, fängt der komplette Abschnitt von vorne an. Folglich gilt es, den Weg durch den Level gut zu planen, mitunter ist sogar Schleichen angeraten. Zur Wehr setzt sich der Antiheld mit bis zu 35 verschiedenen Waffen, angefangen bei einem Bleirohr bis hin zur Pumpgun. Letztgenannte erzeugt allerdings auch Lärm, der wiederum patrouillierende Gegner anlockt.

Abbildung 8: Hotline Miami gibt für besonders brutale Morde Punkte und geizt zudem auch nicht mit Pixelblut.
Im Laufe des Spiels erhält der Akteur immer wieder Tiermasken, von denen er vor jedem Einsatz eine überzieht. Jede Maske verleiht dem Auftragskiller ganz bestimmte Fähigkeiten oder verändert sogar seine Umgebung. So lässt ihn beispielsweise die Hasenmaske schneller rennen, während die Schweinemaske mehr Waffen auf der Karte deponiert. Für jeden Mord und insbesondere das gewählte Vorgehen schreibt das Spiel Punkte gut. Je nach erreichtem Punktestand erhält der Spieler weitere Waffen.
Wer hinter den ganzen Mordaufträgen steckt, enthüllt das Spiel nur scheibchenweise. Vor allem durch Zwischensequenzen im Comic-Stil entspinnt sich um den Protagonisten eine spannende Geschichte, die Sie sogar mit Ihrem eigenen Handeln beeinflussen. Je nachdem wie Sie sich entscheiden, sehen Sie eines von zwei alternativen Enden.
Der Schwierigkeitsgrad des 10 US-Dollar teuren Spiels ist extrem hoch: In der Regel gilt es die einzelnen Abschnitte mehrmals zu wiederholen. Hotline Miami glorifiziert Gewalt und Mord, ist aber gleichzeitig so surreal, dass es schon fast als Satire durchgeht. Die Hintergrundgeschichte regt zudem gerade im zweiten Teil ein wenig zum Nachdenken an.
Motorbike
Das Spiel Motorbike [7] legt dem geneigten Motocross-Fahrer aberwitzige Hindernisse in den Weg. Unter anderem gilt es, Frachtcontainer und Bierfässer zu überspringen (Abbildung 9) sowie durch verrostete Loopings einer Achterbahn zu brettern. Neben explodierenden Minen gibt es auch Plattformen, die der Fahrer nur durch einen Salto rückwärts erreicht. Ziel ist es, möglichst schnell den vom Spiel gestellten Parcours zu durchqueren. Insgesamt warten in Motorbike 80 Strecken mit rasch ansteigendem Schwierigkeitsgrad. Wem das nicht ausreicht, der darf sich mit dem eingebauten Editor eigene Herausforderungen basteln.
Auch wenn das Spiel eine recht ansehnliche 3D-Grafik bietet, sieht der Spieler das Geschehen ausschließlich von der Seite. Mit einem Tastendruck lässt sich die Kamera immerhin leicht schräg stellen. Für optische Abwechslung sorgen verschiedene Landschaften, darunter etwa ein Canyon oder eine eisige Berglandschaft. Die Steuerung beschränkt sich auf die vier Pfeiltasten, über die Sie Gas geben, bremsen und den Fahrer nach vorne und hinten beugen. Da stets die physikalischen Gesetze gelten, hat jede Gewichtsverlagerung auch Auswirkungen auf das Verhalten der Maschine.
Für 5 US-Dollar bekommt man mit Motorbike ein forderndes Geschicklichkeitsspiel, dessen Streckeneditor zum stundenlangen Basteln und Tüfteln einlädt. Wer erst einmal das Spiel antesten möchte, der findet auf der Projektseite [7] eine Trial-Version.

Abbildung 9: Motorbike: Über die Kiste kommen Sie nur, indem Sie das Gewicht des Fahrers geschickt und im richtigen Moment verlagern.
RC Mini Racers
Motorsportspass im Miniaturformat verspricht der Entwickler Decane: In RC Mini Racers [8] heizt der Spieler mit einem kleinen, ferngesteuerten Auto durch die Straßen und Gärten eines amerikanischen Vororts (Abbildung 10). Um möglichst schnell ins Ziel zu gelangen, darf er die gegnerischen Wagen mit Raketen und Minen in die Luft sprengen oder dank eines Turbo-Boosters davon ziehen. Gemeinerweise stehen diese Hilfsmittel nur limitiert zur Verfügung, sodass man sich genau überlegen muss, wann es welche davon einzusetzen gilt. Neben den klassischen Rennen, die über fünf Runden gehen, gibt es auch Sprints, bei man einfach so schnell wie möglich das Ziel erreichen muss.

Abbildung 10: In RC Mini Racers gilt es, diese Checkpoints zwingend in der richtigen Reihenfolge zu durchfahren. Den Weg zum nächsten Punkt zeigt der grüne Pfeil links unten an.
Neue Strecken und Wagen muss der Spieler freikaufen. Das Geld dafür verdient er sich durch Siege, Rempler und gezieltes Ausschalten beziehungsweise Abschießen der Gegner. Boni gibt es unter anderem für die schnellste Rundenzeit und einen Sieg. In der Werkstatt (dem Pimp-Shop) darf der Spieler seinem Vehikel schließlich noch andere Reifen aufziehen und es umlackieren.
Optisch wirkt RC Mini Racers veraltet. Man sieht dem Spiel deutlich an, dass Hersteller Decane es ursprünglich für Smartphones entwickelte. Aufgrund der mangelnden Abwechslung motiviert das Spiel zudem nicht langfristig; da hilft auch kein simpler Pimp-Shop. Nichtsdestotrotz bietet RC Mini Racers schnelle, unkomplizierte und durchaus auch spaßige Rennen, für die 5 US-Dollar durchaus angemessen erscheinen. Dank der vier verschiedenen Schwierigkeitsgrade haben auch Einsteiger eine Chance.
Fazit
Im Software-Center finden Spieler einige exklusive Perlen, die an den Bildschirm fesseln, einfach nur etwas die Zeit verkürzen oder sogar richtig süchtig machen. Dabei ist für jeden Geschmack etwas dabei: Adventure-Fans werden mit Broken Sword und Dear Esther glücklich, das Jump-and-Run-Genre bedienen Capsized und Gravi, Knobelfreunde greifen zu Edge, während Motorsportfreunde wahlweise mit Motorbike oder den RC Mini Racers auf die Piste gehen.
Infos
[1] Broken Sword Director’s Cut: http://www.revolution.co.uk/games/bs1dc/
[2] Capsized: http://www.capsizedgame.com/
[3] Dear Esther: http://dear-esther.com/?page_id=1681
[4] Edge: http://twotribes.com/message/edge/
[5] Gravi: http://www.playgravi.com/
[6] Hotline Miami: http://www.hotlinemiami.com/
[7] Motorbike: http://www.bakno.com/Motorbike/index.html
[8] RC Mini Racers: http://www.decane.net/game/linux/rc-mini-racers/
[9] Desura: http://www.desura.com/
[10] Steam: http://store.steampowered.com/
[11] Portal: http://store.steampowered.com/app/400/
[12] Eufloria HD: https://apps.ubuntu.com/cat/applications/eufloriahd/







Kann es sein, dass die Screenshots nicht zum Text passen?
Ja, stimmt. Da ist was beim Einstellen des Artikels verkehrt gelaufen. Ich werde das umgehend melden. Danke für den Hinweis!
… na das ging ja flott!