OpenOffice und LibreOffice im Vergleich

Aus LinuxUser 10/2013

OpenOffice und LibreOffice im Vergleich

© Corina Rosu, 123rf.com

Gewichtsbestimmung

2010 trennten sich die Entwicklungswege von OpenOffice und LibreOffice. Welche der beiden Bürosuiten hat inzwischen die Nase vorn?

Im Mai 2002 erschien die erste Version von OpenOffice [1]. Nun stand unter Linux endlich eine vollwertige Office-Suite bereit, die auch professionellen Ansprüchen gerecht wurde. Sun Microsystems sponserte das Projekt und sorgte damit für seine kontinuierlich Weiterentwicklung. OpenOffice blieb im ruhigen Fahrwasser, bis 2010 Sun von Oracle übernommen wurde. Der neue Eigner unterstützte OpenOffice nicht mehr so umfassend wie zuvor Sun und hüllte sich über dessen Entwicklung und Zukunft in Schweigen.

Dies veranlasste einige führende Entwickler dazu, sich im September 2010 vom OpenOffice-Projekt abzuspalten. Sie gründeten die Document Foundation und entschlossen sich dazu, die damals aktuelle Version von OpenOffice unter dem Namen LibreOffice weiter zu entwickeln [2]. Schnell erschien die erste Version, die zwar nur der Umetikettierung diente, aber auch zeigen sollten, dass es weitergeht. Oracle hingegen entschied sich dazu, das OpenOffice-Projekt nicht weiterzuführen, und übergab den Quellcode an die Apache Software Foundation [3].

Rund drei Jahre sind nun seit der Abspaltung ins Land gegangen, und mittlerweile zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen beiden Office-Pakete. Freilich sehen sich die beiden Geschwister nach dem Start noch zum Verwechseln ähnlich – der Unterschiede verstecken sich hier im Detail. Worin die beiden Office-Pakete differieren, zeigen wir im Folgenden anhand der vier wichtigsten Werkzeuge der beiden Suiten: der Textverarbeitung Writer, der Tabellenkalkulation Calc, des Zeichenprogramms Draw und des Präsentationstools Impress. Wie Sie die neuesten Versionen auf einem Ubuntu-System einrichten, zeigt der Kasten “Aktuelle Versionen installieren”.

Aktuelle Versionen installieren

Üblicherweise stellen die Linux-Distributionen nicht immer die aktuellste Version (derzeit: LibreOffice 4.1 und OpenOffice 4.0) der Bürosuiten in den Repositories zur Installation bereit. Entsprechend gilt es, die Software aus anderen Quellen einzurichten.

Unter Ubuntu gestaltet sich das Update auf die neueste LibreOffice-Version besonders einfach. Hier geben Sie der Reihe nach die Befehle aus Listing 1 ein. Ähnlich simpel klappt das für OpenOffice (Listing 2), vor dessen nachträglicher Installation Sie jedoch alle LibreOffice-Pakete deinstallieren sollten (Listing 2, erste Zeile).

Listing 1

$ sudo add-apt-repository ppa:libreoffice/ppa
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get upgrade

Listing 2

$ sudo apt-get purge libreoffice*
$ sudo add-apt-repository ppa:upubuntu-com/openoffice
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install apache-openoffice

Textverarbeitung

Da sich LibreOffice in der Tradition des “alten” OpenOffice sieht, setzte die Foundation die Versionierung einfach fort, die zu Redaktionsschluss bei Release 4.1 angelangt war. Diese Version bietet gerade für die Textverarbeitung Writer einige nützliche Neuerungen.

So erlaubt es die Kommentarfunktion jetzt, die Anmerkungen ein- oder auszublenden. Außerdem dürfen sie sich nun auch über mehrere Absätze erstrecken. Eingebettete Bilder drehen Sie jetzt schnell in 90-Grad-Schritten. Hintergründe, beispielsweise von Tabellen oder Absätzen, lassen sich jetzt auch mit Farbverläufen kolorieren.

Statt der veralteten und nicht mehr gepflegten Text-Layout-Engine setzt die Software jetzt auf HarfBuzz [4]. Dieser Motor im Hintergrund unterstützt OpenType-Schriftarten und besondere Schriften wie zum Beispiel Arabisch besser und steigert nach Angaben des Projekteams auch die Performance des Writers. Um Dateien mit anderen Anwendern besser auszutauschen, erlaubt die Software es jetzt auch, bei Bedarf Schriften in Writer-Dokumente einzubetten. Diese Funktion steht auch in der Tabellenkalkulation Calc und dem Präsentationstool Impress zur Verfügung.

Die neue Seitenleiste

Auffälligster Unterschied zwischen den beiden Textverarbeitungen ist aber die neue Seitenleiste in OpenOffice Writer (Abbildung 1). Sie erschien mit der aktuellen Version 4.0 und soll den Platz auf den heute weit verbreiteten Breitbildschirmen besser ausnutzen. So stehen die wichtigsten Bearbeitungsfunktionen schnell zur Verfügung, ohne dass Sie die Menü- oder Symbolleisten bemühen müssen. Die Seitenleiste stellt vier Funktionsgruppen bereit, Sie über die vier Symbole am rechten Fensterrand wechseln.

Abbildung 1: Hier stehen im Broken Sword: Director's Cut die Protagonisten Nico und George vor dem zerstörten Café. In Gesprächen wählen Sie mit einem Klick auf eines der Symbole das gewünschte Thema.

Abbildung 1: Hier stehen im Broken Sword: Director’s Cut die Protagonisten Nico und George vor dem zerstörten Café. In Gesprächen wählen Sie mit einem Klick auf eines der Symbole das gewünschte Thema.

In der Grundeinstellung zeigt der OO-Writer Funktionen zum Anpassen von Eigenschaften des Textes an. Es enthält die wichtigsten Textformatoptionen wie Fettdruck, Schriftauswahl und Schriftgröße. Außerdem noch Absatzeigenschaften wie linksbündig oder rechtsbündig ausrichten sowie Absatzabstände und Seiteneigenschaften. Arbeiten Sie dagegen beispielsweise an Grafiken oder anderen Objekten, passt die Software die Eigenschaften kontextbezogen an und zeigt die Optionen zum Einstellen der jeweiligen Objekteigenschaften.

Die Seitenleiste zeigt außerdem Formatvorlagen, Galerien von Bildern, Videos und ähnlichen Objekten sowie den hilfreichen Navigator an. Optional docken Sie die Seitenleisten auch vom Programmfenster ab um sie zum Beispiel auf einen anderen Bildschirm schieben. Dazu dient das kleine Symbol in der oberen rechten Ecke der Seitenleiste.

LibreOffice fehlt auf den ersten Blick diese praktische Seitenleiste. Allerdings begannen die Entwickler damit, sie ebenfalls einzubauen, wodurch sie jetzt schon zur Verfügung steht. Navigieren Sie dazu in den Einstellungsdialog Extras | Optionen | LibreOffice | Erweitert und setzten Sie ein Häkchen vor Experimentelle Seitenleiste aktivieren. Nach einem Neustart steht Ihnen dieselbe Seitenleiste im LibreOffice Writer zur Verfügung.

Kommentieren

Beide Textverarbeitungen besitzen seit jeher eine vergleichsweise schlichte Kommentarfunktion. Über Einfügen | Kommentar setzen Sie an beliebiger Stelle im Text Ihre Vermerke, die der Writer an der rechten Dokumentseite anzeigt. In OpenOffice funktioniert dies auch ganz zuverlässig. Allerdings steckt hier der Teufel im Detail, denn dass es auch besser geht, zeigt LibreOffice.

Egal ob Sie in OpenOffice für den Kommentar vorher einen ganzen Ansatz markiert oder einfach den Cursor an eine bestimmte Stelle setzen, OpenOffice fügt lediglich eine kleine Einfügemarke ein, um zu kennzeichnen, dass an dieser Stelle ein Kommentar steht (Abbildung 2).

LibreOffice geht hier schon ein paar Schritte weiter. Wenn Sie einen Absatz markieren, bevor Sie einen Kommentar einfügen, erhält der ganze Absatz eine entsprechende Markierung. Darüber hinaus dürfen Kommentare in Version 4.10 auch über mehrere Absätze reichen. Darüber hinaus erlaubt LibreOffice das einfache Ein- und Ausblenden der Vermerke. Dazu platziert die Software rechts neben dem Lineal den länglichen Button Kommentare einblenden.

Abbildung 2: Anders als das Original beginnt der Director's Cut von Broken Sword noch vor der Explosion im Café mit Nicos Berichterstattung über einen Mord. Hier untersucht Nico eine zertrümmerte Scheibe.

Abbildung 2: Anders als das Original beginnt der Director’s Cut von Broken Sword noch vor der Explosion im Café mit Nicos Berichterstattung über einen Mord. Hier untersucht Nico eine zertrümmerte Scheibe.

Dass bei der Kommentarfunktion alte Bugs beseitigt wurden, zeigt sich beim Kommentieren beispielsweise in Fußnoten: Wenn Sie in OpenOffice eine Fußnote kommentieren, erscheint der Kommentar nicht wie erwartet neben der Fußnote, sondern am Anfang der aktuellen Seite. Dieser Bug wurde in LibreOffice behoben; er steht jetzt wie vorgesehen daneben.

Wie das Beispiel der Kommentarfunktion in LibreOffice zeigt, hielten vor allem Handhabungsverbesserungen Einzug in die Software. Diese finden Sie auch an anderen Stellen wieder, zum Beispiel beim Bearbeiten von Kopf- und Fußzeilen. In OpenOffice erledigen Sie das nach wie vor über Einfügen | Kopfzeile | Standard. In LibreOffice geht das wesentlich einfacher. Hier klicken Sie mit der Maus in den Bereich, wo normalerweise eine Kopfzeile zu sehen ist, erscheint ein blauer Kasten mit einem kleinen Plus-Symbol an der Kopfzeilengrenze. Ein Klick auf dieses Plus fügt die Kopfzeile direkt eingefügt. Die Vorgehensweise für die Fußzeile funktioniert analog dazu (Abbildung 3).

Abbildung 3: Um über den Abgrund zu gelangen zieht der Astronaut den Stein einfach mit dem Plasma-Haftseil zu sich herüber.

Abbildung 3: Um über den Abgrund zu gelangen zieht der Astronaut den Stein einfach mit dem Plasma-Haftseil zu sich herüber.

Austausch mit Word

Ein KO-Kriterium für den Einsatz beider Office-Suiten ist die Kompatibilität mit MS-Office-Formaten, insbesondere denen von Word. Schenkt man den Release Notes und Versionsankündigungen von Open- und LibreOffice Glauben, arbeiten beide Projekte mit Hochdruck daran. Beide ermöglichen zum Beispiel in Ihren aktuellen Versionen das Importieren von grafischen Nummerierungssymbolen.

Beide Office-Suiten glänzen zwar nicht mit hundertprozentig fehlerfreien Ergebnissen bei dem Öffnen von Word-Dokumenten im DOCX-Format, liefern aber brauchbare Ergebnisse. Die Formatvorlagentreue war in allen Tests gegeben, das bedeutet, dass beide Office-Pakete Formatvorlagen des Fließtextes so übernehmen wie sie zuvor in Word definiert wurden. Auch nummerierte, normale und verschachtelte Listen übernehmen beide zuverlässig. OpenOffice ersetzte allerdings fehlende Schriftarten ohne Ankündigung, während LibreOffice dies in der Schriftenauswahl durch eine Kursivschreibung des Namens der fehlenden Schrift anzeigt (Abbildung 4).

Abbildung 4: Capsized besticht vor allem durch seine riesigen, detailreichen Landschaften, in denen man allerdings die Gegner auch schnell übersieht. Haben Sie hier Held und Ureinwohner gefunden?

Abbildung 4: Capsized besticht vor allem durch seine riesigen, detailreichen Landschaften, in denen man allerdings die Gegner auch schnell übersieht. Haben Sie hier Held und Ureinwohner gefunden?

Schwierigkeiten bekommen die Suiten aber bei layouttechnisch aufwendigen Dokumenten. In Word gedrehte Grafiken erscheinen zum Beispiel wieder in der normalen Position. Verschiedene Layoutelemente, etwa an den Seitenkanten positionierte gezeichnete Quadrate, zeigte OpenOffice gar nicht mehr an, der LibreOffice Writer immerhin an einer sinnvollen aber immer noch abweichenden Position. Beide Tools haben dagegen Probleme mit verbundenen Tabellenzellen. Hier wurden einzelne Zellen verschluckt.

Präsentieren mit Impress

Das Präsentationswerkzeug Impress erhielt in LibreOffice zwei wesentliche neue Funktionen: Eine Fotoalbum zum Einfügen mehrerer Bilder und eine Android-Fernbedienung zum Steuern einer Präsentation mit dem Smartphone.

Um das Android-Smartphone als Fernbedienung zu nutzen gilt es zunächst, die App LibreOffice Impress Remote aus dem Google Play Store zu installieren [5]. Danach aktivieren Sie Bluetooth auf beiden Geräten und koppeln sie über die Systemeinstellungen des jeweiligen Devices.

Danach aktivieren Sie in LibreOffice Impress die Fernbedienung. Navigieren sie dazu im Menü nach Extras | Optionen | LibreOffice Impress | Allgemein. Hier setzen Sie das Häkchen bei Fernsteuerung aktivieren. Nach einem Neustart des Programms versuchen Sie, mit dem Smartphone eine Verbindung zu Impress aufzubauen.

In unseren Tests klappte das per Bluetooth nicht immer. Alternativ steht Ihnen die Möglichkeit offen, stattdessen eine Verbindung über WLAN herzustellen. Dazu müssen Sie in LibreOffice in den Einstellungen unter LibreOffice | Erweitert die Experimentellen Funktionen aktivieren und Impress neu starten. Dieses Feature ist noch nicht offiziell freigegeben, sodass auch hier keine Garantie besteht, dass es auch ohne Weiteres klappt.

Wenn die Verbindung einmal steht, blättern Sie mit der Remote-App nicht nur zwischen den Folie, Sie zeigen damit beispielsweise auch in Impress erstellte Notizen in der App an. Ihre Folien sehen Sie als Thumbnails und verlieren so niemals den Überblick über Ihre Präsentation. Zwischen den Folien blättern Sie, indem Sie über den Bildschirm streichen oder die Lautstärke-Tasten Ihres Smartphones betätigen.

Mithilfe der Fotoalbum-Funktion (Abbildung 5) verwenden Sie Impress zum Erstellen von Diashows. Navigieren Sie dafür nach Einfügen | Bild | Fotoalbum | Erstelle Fotoalbum und wählen Sie via Hinzufügen den oder die gewünschten Ordner aus. Über Folienlayout legen Sie fest, wie viele Fotos auf einer Seite erscheinen sollen. Nach einem Klick auf Erstelle Fotoalbum sollte Impress automatisch das Album erstellen. Bei Tests kam es dabei unter OpenSuse jedoch zu reproduzierbaren Programmabstürzen.

Abbildung 5: In Dear Esther streift man über eine verlassene Insel. Meist schlendert man dabei wie hier an der Küste entlang.

Abbildung 5: In Dear Esther streift man über eine verlassene Insel. Meist schlendert man dabei wie hier an der Küste entlang.

Zeichnen mit Draw

Ein großes Plus auf der Habenseite von LibreOffice Draw ist der unterstützte Im- und Export von Microsoft-Visio-Dateien. Laut Release Notes erlaubt die Suite das Bearbeiten aller bestehenden Visio-Dateiformate ab Visio 1.0 bis Visio 2013 [6]. In unseren Tests ließen sich sowohl Visio-2013-Dateien als auch offizielle Visio-2003-Beispiele [7] erfolgreich öffnen und bearbeiten (Abbildung 6). Das erneute Öffnen der bearbeiteten Dateien in Visio funktionierte ebenfalls reibungslos.

Abbildung 6: In Edge muss der Spieler mit dem hier lilafarbenen Würfel die kleineren Würfel einsammeln und dann zu einem Ziel rollen. Die umrandeten, weißen Blöcke bewegen sich.

Abbildung 6: In Edge muss der Spieler mit dem hier lilafarbenen Würfel die kleineren Würfel einsammeln und dann zu einem Ziel rollen. Die umrandeten, weißen Blöcke bewegen sich.

Abgesehen von neu geordneten Farbpaletten blieb bei OpenOffice Draw alles beim Alten. Wie auch im Pendant von LibreOffice gibt es viele kleine Detailverbesserungen, die für den einen oder anderen sicher nützlich sind, aber keinen großen Sprung nach vorn bedeuten.

Calc

Auch bei der Tabellenkalkulation blieb bei beiden Office-Bundles scheinbar alles beim Alten. Dennoch arbeiteten die Projekte fleißig an dieser Baustelle und verbesserten die Kompatibilität. Wie auch in Writer lassen sich jetzt auch in Calc verwendete Schriften einbetten. Darüber hinaus erlaubt es LibreOffice Calc nun, ausgewählte Zellen einfach automatisch nachzuzählen (Abbildung 7).

Abbildung 7: Die blaue Energiekugel rechts an der Wand zieht den kleinen einäugigen Gravi an.

Abbildung 7: Die blaue Energiekugel rechts an der Wand zieht den kleinen einäugigen Gravi an.

Besonderheiten

Wer LibreOffice ein wenig aufhübschen möchte, dem stellt die Suite die Möglichkeit bereit, Firefox-Themes zu installieren. Öffnen Sie dazu die LibreOffice-Einstellungen via Extras | Optionen. Unter LibreOffice | Personalisierung wählen Sie dann Eigenes Thema aus. Folgen Sie danach den Anweisungen des Dialogs, um die Oberfläche nach den eigenen Wünschen anzupassen.

Gegenüber OpenOffice verbesserte LibreOffice die Auswahl an Vorlagen. Während diese in OpenOffice noch Windows-XP-Charme ausstrahlt, präsentieren sich die Vorlagen in LibreOffice in übersichtlichen, nach Themen sortierten Reitern (Dokumente, Tabellendokumente, Präsentationen und Zeichnungen). Innerhalb dieser lassen sich aus den Vorlagen gleich neue Dokumente erstellen und die Vorlagen direkt bearbeiten und verwalten. Das bietet OpenOffice zwar auch an, aber das entsprechende Fenster dort erleichtert das Arbeiten nicht wirklich.

Performance

In Sachen Ressourcenbedarf unterscheiden sich beide Pakete nicht sonderlich. Wie die Tabelle “Performance-Messungen” zeigt, liegen die Ladezeiten der einzelnen Anwendungen vergleichbar. Lediglich beim Speicherbedarf zeigen sich die LibreOffice-Tools genügsamer als die OpenOffice-Pendants. Diese Messungen wurden unter Ubuntu 13.04 vorgenommen, als Testrechner diente ein Desktop-PC mit 2-Kern-Prozessor und 4 GByte RAM.

Performance-Messungen

  OpenOffice LibreOffice
Startzeiten
Writer 4,7 s 4,9 s
Calc 3,2 s 3,1 s
Draw 3,5 s 2,9 s
Speicherbedarf
Writer 26,6 MByte 23,5 MByte
Calc 32,0 MByte 25,2 MByte
Draw 39,5 MByte 32 MByte
Impress 44,2 MByte 32,3 MByte

Fazit

Nach drei Jahren Trennung zeigt sich, dass das LibreOffice-Projekt zunehmend Fahrt aufnimmt und deutliche Verbesserungen realisiert, welche die Bürosuite weiterbringen und auch entstauben.

OpenOffice profitiert zwar noch von seinem bekannten Namen und der Marke, allerdings hat das Produkt sichtlich gelitten und außer der Einführung der Seitenleiste keine nennenswerten Schritte gemacht.

Sowohl LibreOffice als Anwendung als auch das dahinter stehende Projekt machen einen frischeren, lebhafteren und daher auch zukunftstauglicheren Eindruck als OpenOffice.

OpenOffice nur aufgrund seines großen Namens einzusetzen, wäre daher eine falsche Entscheidung: Es ist heute deutlich abzusehen, dass LibreOffice seinen Vorgänger bald von rechts überholt und abhängt. 

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Hanne Levien
7 Jahre her

Ich habe zuerst Staroffice 5.2 kennen gelernt und mehrere Jahre damit gearbeitet, wie unterscheidet es sich von den beiden anderen?

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