Fedora 19
Neueste Desktops, jede Menge topaktueller Software, zahlreiche Treiber und die neuesten Linux-Features: Das zeichnet Fedora 19 aus. Im Ganzen bietet die Distribution neben aktualisierter Software rund 60 neue Funktionen. Dazu zählen der Developers Assistant für Entwickler, Tools für die Modellierung und den 3D-Druck sowie Open Shift Origin zum Verwalten von Clouds.
Die bekannte Javascript-Plattform Node.js zum Erstellen von skalierbaren Netzwerkanwendungen gehört jetzt ebenso zum Funktionsumfang wie Ruby 2.0.0, PHP 5.5.0 sowie eine Technical Preview von OpenJDK8. Für Systemadministratoren bietet Fedora aktualisierte Werkzeuge für Migration, Diagnose und Protokollierung. Die freie Cloud-Verwaltung OpenStack liegt jetzt in der jüngsten Version “Grizzly” vor. Als Standard-MySQL-Server kommt MariaDB zum Einsatz.
Fedora nutzt den Kernel 3.9.0 als Grundlage, als Desktop-Umgebung kommt standardmäßig Gnome 3.8 zum Einsatz. Als Alternativen stehen daneben die Window-Manager KDE Plasma Workspaces 4.10, XFCE 4.10, LXDE 0.3.2 sowie die Gnome-2-Weiterentwicklung Maté 1.6 zur Verfügung. OpenOffice wurde auf Version 4.0 aktualisiert.
Auf Seite A der Heft-DVD finden Sie Fedora als installierbare Live-CDs der Geschmacksrichtungen Gnome, KDE, XFCE und LXDE, jeweils in der 32-Bit-Fassung. Die 64-Bit-Varianten stehen in gleicher Konstellation auf der B-Seite zur Verfügung. Einen ausführlichen Artikel zu Fedora 19 finden Sie ab Seite 11 in diesem Heft.
Tails 0.19
The Amnesic Incognito Live System, kurz: Tails 0.19, ist in erster Linie dafür konzipiert, um sich auf einfache Weise via Tor anonym im Internet zu bewegen. Den Zugriff darauf erleichtert unter anderem der speziell präparierte Browser Iceweasel in Version 17, den das Projekt darüber hinaus mit einigen Zusatzapps versah, welche die Sicherheit nochmals erhöhen. Systembedingt verschwinden nach dem Herunterfahren des Live-Systems auch sämtliche Nutzerdaten.
Zusätzlich enthält der Bereich Zubehör den Metadata Anonymisation Toolkit (MAT), mit dem Sie sämtliche Meta-Informationen aus Dateien entfernen. Darüber hinaus erlaubt LUKS Ihnen das Verschlüsseln von Datenträger. Tails erlaubt auch eine Installation beispielsweise auf einem USB-Stick. Alle Features von Tails 0.19 beschreibt ein Artikel im Schwerpunkt “Privacy” ab Seite 24 in dieser Ausgabe.
Stresslinux 0.7.106
Um Ihr System unter Volllast vor Schäden durch Überhitzung zu schützen, deckt die Live-Distribution Stresslinux Problemzonen auf und eignet sich obendrein auch noch für das Benchmarking. Die auf OpenSuse 11.4 und Busybox basierende Distribution glänzt zwar nicht durch aufwendige grafische Gimmicks und fordert dem Benutzer auch einige Kenntnisse im Umgang mit Befehlen auf der Kommandozeile ab.
Mögliche Fehlerquellen und Engstellen im System lokalisieren Sie damit aber schnell und zuverlässig, ohne dass dazu eine umständliche Installation auf der Festplatte nötig ist. Wie das am einfachsten geht, lesen Sie im zugehörigen Artikel ab Seite 80.
Knoppix 7.2.0f
Das auf der zweiten Heft-DVD enthaltene aktuellste Release der beliebten Live-Distribution Knoppix wartet gegenüber dem Vorgänger mit etliche Bugfixes und Verbesserungen auf. Das System unterstützt jetzt experimentell das Booten auf PCs mit UEFI, der Kernel 3.9.6 wurde mit AUFS und Cloop nachgerüstet. Die Software-Mischung aus Debian “Wheezy”, “Testing” und “Unstable” umfasst unter anderem LibreOffice 4.0.3, Gimp 2.8 und Chromium 27.0.1453.110 sowie Iceweasel 21.0 mit Adblock Plus 2.2.4 und NoScript 2.6.6.1. Mit an Bord sind auch VirtualBox 4.2.10, Qemu-KVM 1.5.0 und Wine 1.5. Anonymisiertes Surfen im Internet ermöglicht das integrierte Tor. Mehr zu seinem jüngsten Kind verrät der Entwickler Klaus Knopper im Artikel ab Seite 8.
Neue Programme
Die übersichtliche Entwicklungsumgebung Griffon 1.6.0 eignet sich für zahlreiche Programmiersprachen wie Bash, C oder PHP. Neben den Standardfunktionen beherrscht die Software das Auto-Vervollständigen, die Datenübertragung per SFTP sowie ein einfaches Projektmanagement für C-Programme.
Die Software Httraqt 1.1.0 stellt in erster Linie eine Qt-basierte Oberfläche für den Web Crawler und Offline-Browser HTTrack dar. Das Tool wurde von WinHTTrack inspiriert und erleichtert das Kopieren von Internet-Seiten.
Das Tor-Netzwerk bietet dank seines intelligenten Designs des Onion-Routings ein Maximum an möglicher Sicherheit, die eigene Identität zu verschleiern. Das Tor Browser Bundle 2.3.25 erlaubt auch technisch weniger versierten Anwendern, sich über das Tor-Netzwerk zuverlässig zu schützen.
Wer seine Daten nicht großen Storage-Anbietern wie Google, Amazon oder Dropbox anvertrauen möchte, der kommt kaum umhin, eine selbst gehostete Lösung auf die Beine zu stellen. Der Private-Cloud-Vorreiter Owncloud gilt gemeinhin wegen seiner Vielzahl an Zusatzfunktionen als überladen. Eine schlanke Alternative bietet Seafile 1.7, das sich ausschließlich auf das Hosten, Synchronisieren und Teilen von Dateien und Verzeichnissen konzentriert.
Nur 5 MByte groß ist das Kern-System von 4MLinux 7.0, das den anderen Paketen der Serie als Basis dient. Darin steckt allerdings topaktuelle Linux-Software: Kernel 3.10.0, Glibc 2.17 und Busybox 1.21.1.
Der freie Feed-Reader Liferea 1.10 bietet sich unter anderem als Ersatz für den eingestellten Google Reader an. Das aktuelle Release besitzt dazu eine Option, um Google-Reader-Abonnements in lokale umzuwandeln. Daneben gibt es experimentelle Synchronisation mit der Anwendung The Old Reader.
Nach 15 Jahren wandelt sich Ntop zu Ntop-NG 1.0. Das Unix-Top-ähnliche Netzwerktraffic-Tool, dessen Neuimplementierung rund zwei Jahre in Anspruch nahm, hat seinen kompletten Codebestand runderneuert. Neu ist zudem ein Web-Interface, das nicht nur den IPv4- und IPv6-Datenverkehr eines Hosts per HTML5 und Ajax darstellt, sondern auch in gewissen Grenzen das Konfigurieren der Monitoringparameter erlaubt.
Die Software Tomb 1.4 erstellt und verwaltet verschlüsselte Container auf der Shell. Dazu verwendet das Tool keine eigenen Algorithmen, sondern setzt als Wrapper auf bewährte Werkzeuge wie Dm-Crypt und Cryptsetup.




