Die openSUSE Live-CDs kommen standardmäßig in English. Selbst wenn man von ihnen ein deutsches openSUSE installiert, fehlen anschließend im fertigen System ein paar Übersetzungen. Das lässt sich jedoch mit wenigen Handgriffen beheben.
Die fehlenden deutschen Sprachpakete holt man am Schnellsten über die Kommandozeile nach. Dazu öffnet man ein Terminal-Fenster (unter KDE im Startmenü auf dem Register Favorites über den Punkt Terminal, unter GNOME öffnet man die Activities, tippt terminal ein und drückt die Eingabetaste). Dort setzt man jetzt folgende drei Befehle ab:
su root zypper inr zypper dup
Alle Befehle sind über die Eingabetaste abzuschicken. Nach dem ersten Kommando muss man das root-Passwort eingeben (das man bei der Installation vergeben hat, häufig das eigene). Das zweite sorgt dafür, dass openSUSE alle empfohlenen und somit auch die fehlenden Sprachpakete nachholt, inr steht dabei für install recommends. Die Installation muss man explizit mit j bestätigen. Eventuell angezeigte Lizenzverträge beendet man mit [q] und bestätigt sie dann mit ja. Erhält man eine Fehlermeldung, dass noch PackageKit aktiv sei, läuft im Hintergrund sehr wahrscheinlich die Aktualisierungsverwaltung. Hier muss man nein eingeben, eine Weile warten und es dann später noch einmal versuchen.
Auf manchen Installationen reicht zypper inr nicht aus. Abhilfe schafft dann laut openSUSE-Projektzypper dup, das die Distribution auf den aktuellen Stand bringt. Auch hier muss man die Installation beziehungsweise Aktualisierung mit j bestätigen. Die Aktualisierung kann je nach Alter und Stand der Installation einige Zeit dauernd.
Während der gesamten Prozedur beschwert sich unter umständen openSUSE mit entsprechenden Meldungen, dass zypper die Paketverwaltung blockieren würde. Dies kann man jedoch einfach ignorieren. Nachdem alle Sprachpakete installiert sind, sollte man das System sicherheitshalber einmal neu starten (in KDE über das Startmenü, Leave, Restart und dann Restart Computer, unter GNOME klickt man auf seinen Namen rechts oben, dann Power Off und Restart).
Hartnäckiger Fall
Sofern die Benutzeroberfläche weiterhin nur Deutsch spricht, zückt man YaST (unter KDE über das Startmenü, Computer, YaST, im Fall von GNOME öffnet man die Activities, tippt yast ein und drückt die Eingabetaste). In ihm ruft man unter Software das Modul Software installieren oder löschen beziehungsweise Software Management auf und installiert dann die folgenden Pakete (Paketnamen in die Suche eingeben, auf Search klicken, rechts oben das Paket abhaken, am Ende auf Accept, gefolgt von Continue klicken):
- bundle-lang-common-de
- bundle-lang-gnome-de
- bundle-lang-gnome-extras-de
- MozillaFirefox-translations-common
- MozillaThunderbird-translations-common
- aspell-de
- ispell-german
- ispell-ngerman
- libreoffice-help-de
- libreoffice-l10n-de
- libreoffice-languagetool-de
- libreoffice-templates-de
- libreoffice-thesaurus-de
- myspell-german
- translation-update-de
- yast2-trans-de
Unter KDE zusätzlich noch:
- bundle-lang-kde-de
- kde4-l10n-de
- kde4-l10n-de-data
Anschließend muss man sich einmal ab- und wieder anmelden (unter KDE im Startmenü Leave, Log out und dann Logout, bei GNOME mit einem Klick auf den eigenen Namen rechts oben, dann Log out und Log out).







Habe es genau so gemacht, doch es funktioniert nicht. Viele Sache sind Englisch, ich finde das schon seltsam für eine so große “alte” Distro.
Kwallet will ich password für mein Wlan, obwohl ich mich anmelde.
Nöö, ich gehe wieder zurück zu einer Debiandistro…
Bei mir auch nicht. Alle Pakete da, bei den beiden ‘inr’ und ‘dup’ befehlen werden keine Aktionen mehr ausgeführt.
Yast, Persönliche Einstellungen und Desktop-Settings heißt das glaub ich (die drei Systemsteuerungen) – überall deutsch eingestellt, trotzdem Mischmasch.
KMenü und Yast sind weiterhin auf Englisch.
ohne eigenes Zutun, Startmenü und Anmeldung in Englisch.
Alle Tipps im Netz zu Spracheinstellungen ausgeführt, jeweils einen Neustart, nichts ;(