Neues auf den Heft-DVDs

Aus LinuxUser 07/2012

Neues auf den Heft-DVDs

Fedora 17 “Beefy Miracle”

Frisch aus dem Entwicklungslabor schaffte es das brandneue Fedora 17 gerade noch auf unsere Datenträger. Es verwendet Kernel 3.3.4 und Glibc 2.15 als Unterbau. Als Desktop kommt Gnome 3.4 zum Einsatz, das als neue Anwendung das Virtualisierungs-GUI Gnome Boxes mitbringt. Das Dateisystem Ext4 kann nun Partitionen von mehr als 16 TByte verwalten. Der freie Bitmap-Editor Gimp beherrscht in Version 2.8 erstmals den Ein-Fenster-Modus (siehe Artikel auf S. 24). Das Drucksystem Cups unterstützt nun mithilfe von Colord das Farbmanagement. Für Entwickler enthält die Distribution unter anderem OpenJDK 1.7, eine Vorschau auf Eclipse 4.2 “Juno”, GCC 4.7, Ruby 1.9.3, PHP 5.4 sowie die Haskell-Platform in Version 2011.04. Als Umgebung für das Cloud Computing liefert Fedora 17 das aktuelle, fünfte Open-Stack-Release “Essex” mit. Auf Seite A der ersten Heft-DVD finden Sie das ISO-Image Fedora 17 Live Gnome in der 64-Bit-Variante, von Seite B starten Sie die bootbare 32-Bit-Version.

Mageia 2

Die neueste Version des Mandriva-Forks Mageia 2 finden Sie als installierbare Live-CD auf Seite A der ersten DVD, die Rückseite enthält die installierbare DVD-Version in der 64-Bit-Ausführung. Als Desktop dient KDE SC 4.8.2, als Browser Firefox 10 ESR und Chromium 18. Mit VLC 2.0.1, Gimp 2.8, Amarok 2.5 und Digikam 2.6 enthält Mageia zudem aktuelle Multimedia-Software. Die Bürosuiten LibreOffice 3.5 und Calligra 2.4 sowie das Flash-Plugin 11.2 und ein Installer für Skype runden das Angebot an Desktop-Software ab. Die 64-Bit-Install-DVD von Mageia bietet verschiedenste Oberflächen sowie eine umfangreichere Software-Auswahl. Den technischen Unterbau von Mageia 2 bilden Kernel 3.3.6, Glibc 2.14.1, Systemd, Pulseaudio 2.0 sowie der X-Server in Version 1.11.4. Auf der Serverseite wird MySQL durch MariaDB ersetzt, Pacemaker und Corosync übernehmen die Rolle von Heartbeat und OpenAIS.

ROSA Marathon 2012

ROSA Marathon 2012 EE stammt ebenfalls von Mandriva ab, allerdings unter anderen Vorzeichen: Der russische Distributor ROSA JSC gehört einem der Hauptanteilseigner von Mandriva und versieht die Distribution mit einem eigenen, insbesondere auf den Einsatz in Firmen abzielenden Desktop. Das Unternehmen verspricht für die Distribution einen fünfjährigen Support, was abgesehen von Ubuntus LTS-Reihe sonst keiner der Distributoren leistet. Neben der von Mandriva ererbten Software-Ausstattung bringt die Distribution auch eine Reihe eigene Werkzeuge mit, wie den schnellen Dateibetrachter ROSA Klook oder den Programmstarter ROSA RocketBar. Als Grundlage werkelt im System der Kernel 3.0.28 in verschiedenen Ausführungen, darunter auch eine PAE-Variante. Als Desktop kommt KDE SC 4.8.2 zum Einsatz. Aktuelle 3D-Treiber für Intel-, NVIDIA- und AMD-Chipsätze liefert ROSA mit. Sie unterstützt unter anderem Nvidias Optimus-Technologie mit dem Open-Source-Projekt Bumblebee. Die 32-Bit-Live-Version der Distribution booten Sie von Seite A der ersten Heft-DVD.

4M Linux

Die gerade einmal 100 MByte kleine Distribution 4M Linux All-in-One-Edition bringt das Kunststück fertig, den Anwender für gleich vier Szenarien zu rüsten. Das System fokussiert dabei auf die vier Ms Maintenance (Wartung), Mini-Server, Multimedia und Mystery (was sich auf Spiele bezieht). Im Gegensatz zu vielen anderen kompakten Distributionen benötigt 4M Linux allerdings relativ anspruchsvolle Hardware: So nennen die Entwickler als Minimum für den Live-Einsatz der Variante All-In-One 512 MByte RAM, die Installation erfordert mindestens 1 GByte freien Festplattenspeicher. Dafür arbeitet das System stabil und wieselflink – wer einfachere multimediale Aufgaben bewältigen, einen einfachen Server aufsetzen oder auch ältere (DOS-)Spiele weiterhin nutzen möchte, liegt mit 4M Linux genau richtig. Auf Seite A der ersten DVD finden Sie neben dem ISO-Image die bootbare Live-Version, die Sie bei Bedarf auch installieren. Das System fährt im Live-Betrieb nach dem Konfigurieren eines neuen Root-Passworts im Textmodus hoch. Die grafische Oberfläche starten Sie anschließend mit dem Befehl startx.

Ubuntu 10.04 Mega-Pack

Das Highlight dieser Ausgabe stellt das Pangolin-Megapack auf der zweiten DVD dar. Es enthält zusammengefasst in einem Bootmenü sechs Variationen von Ubuntu 12.04 LTS zum Ausprobieren und Installieren: Ubuntu (32+64 Bit), Kubuntu, Lubuntu und Xubuntu sowie das Derivat Mint 13 (alle 32 Bit). Durch den Einsatz des Bootloaders Grub2 ist es möglich, die Distributionen direkt über die jeweiligen ISO-Images zu booten. Diese finden Sie auf dem Datenträger im Verzeichnis isos. Da es sich um die Originale handelt, eignen sie sich auch zum einzelnen Brennen auf andere Datenträger.

Neue Programme

Mit Gnac 0.2.4.1 konvertieren Sie im Handumdrehen zahlreiche Audio-Dateien von einem Format ins andere. Das Tool unterstützt die gängigsten Formate wie beispielsweise MP3, M4A, Flac, OGG sowie WAV und glänzt durch einfache Handhabung.

Die Ahnendatenbank Gramps 3.4.0 hilft dabei, Ihren Stammbaum am Computer zu pflegen und die Daten schrittweise zu ergänzen. Dabei nimmt die Software weit mehr Informationen auf, als nur die Antwort auf die Frage, wer wessen Nachkomme ist.

Der Bootmanager Grub2 richtet sich vollautomatisch ein – zumindest, wenn es nach dem Willen der Entwickler geht. Das nachträgliche Konfigurieren gerät jedoch nicht selten zur Sisyphos-Arbeit. Einfach gehts mit dem Grub2-Editor 0.5.5, der es Ihnen erlaubt, komfortabel an so mancher Schraube des Bootloaders zu drehen.

OwnCloud 4 bietet eine Online-Speicherlösung, die sich auch für den privaten Einsatz. Die Software steht unter der AGPLv3 und ist in PHP und Javascript implementiert. OwnCloud bietet unter anderem die Möglichkeit, Verzeichnisse zu synchronisieren und festzulegen, welche Daten Sie mit anderen Anwendern teilen wollen.

Egal ob in Büchern, Zeitschriften oder im Internet – Zeitleisten waren schon immer beliebt. Mit dem kleinen Programm Timeline 0.16 erstellen Sie im Handumdrehen selbst solche Zeitleisten.

Tintii 2.6.1 verwandelt Farbfotos in Schwarz-Weiß-Bilder, in denen es dann einzelne Bereiche effektvoll einfärbt. Auf diese Weise geben Sie Ihren Fotos schnell eine komplett andere Stimmung oder machen aus flauen Aufnahmen farbgewaltige Kunstwerke.

Das Programm Tmux 1.6 unterstützt Sie beim Verwalten mehrerer Konsolen in einem einzigen Terminalfenster. Ob das nun eine virtuelle Textkonsole, ein spartanisches Xterm oder ein mächtiges Gnome-Terminal ist, bleibt Ihrer Wahl überlassen.

Während die Ressourcen schonende Browser-Alternative Dillo sich noch klassisch per Maus bedienen lässt, aber Websites in Ihrer Darstellung reduziert, geht Xxxterm 1.11 einen Schritt weiter: Der auf WebKit basierende Browser ist komplett auf die vollständige Steuerung per Tastatur ausgelegt und lässt sich trotzdem weiterhin klassisch per Maus bedienen.

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