Es ist ein Aufbruch in eine neue Zeit: Mit Mandriva 2011 schlagen die Entwickler der französischen Distribution mit einem komplett überarbeiteten Desktop sowie vielen neuen Konzepten ein neues Kapitel auf. Das Startmenü “Simple Welcome” ermöglicht zum Beispiel nicht nur den Zugriff auf zuletzt benutzte Programme und Dokumente, sondern bietet auf einem zusätzlichen Reiter eine chronologische Liste der bereits aufgerufenen Anwendungen und Dateien. So finden Sie unter Umständen intuitiver Software oder Inhalte, die Sie noch einmal benötigen. Möglich macht das der semantische Desktop von KDE SC, der die Grundlage für das aktuelle System bildet. Diese Funktion speichert Zugriffe und Metadaten von allen Dateien, die sich im Ordner des Benutzer und in weiteren frei wählbaren Pfaden befinden. Einen Anknüpfungspunkt an die Vergangenheit von Mandriva bildet allerdings das Kontrollzentrum des Systems, dass die Entwickler nach wie vor auf Einfachheit getrimmt haben. So finden Sie an einer zentralen Stelle alle wichtigen Optionen zum Konfigurieren. Bei Bedarf schalten Sie hier ein neues Modul zum Verwalten der Software hinzu, das mit dem neuen Paketformat RPM5 optimal zusammenspielt. Sie finden auf der Heft-DVD, Seite A, eine Version für 32-Bit-System, die sowohl den Live-Betrieb als auch die Installation erlaubt.
Die Liste der Programme in Dream Studio 11.04 liest sich wie ein Who-is-who der wichtigen Multimedia-Anwendungen. Der Schwerpunkt der Applikationen liegt dabei auf Grafikprojekten – sei es bewegt oder unbewegt. Dazu kommen Audio-Tools, wie Ardour oder Hydrogen, sowie Webdevelopment-Software – kurz: alles, was Sie für einen Einstieg in das eigene Multimedia-Studio benötigen. Wie die Versionsnummer andeutet, basiert das System auf einer aktuellen Ubuntu-Release, sodass Sie von dieser zusätzlich den Komfort in Sachen Paketmanagement sowie Systemverwaltung erhalten. Wer sich erst von den Qualitäten des Systems überzeugen möchte, tut dies einfach, indem er die Heft-DVD zur Hand nimmt und von Seite A Dream Studio in den Live-Betrieb bootet. Bei Gefallen steht einer Installation auf einen Rechner nichts im Wege.
Unbestritten leistet der Computer in der Bildung einen wichtigen Dienst. Das klappt aber nur, wenn die richtige Software installiert ist. Um nicht mühselig aus einer Vielzahl von Programmen die gewünschten auswählen zu müssen, bietet sich der Einsatz einer entsprechenden Distribution an, wie zum Beispiel OpenSuse Edu Life 11.4. Die gerade veröffentlichte Version kommt mit einer Vielzahl an nützlichen Lernprogrammen, die sich an Schüler, Studenten und Lehrer richten. Das System basiert auf OpenSuse 11.4 und bringt alle wichtigen Updates und Sicherheitspatches mit, die auch die Standard-Distribution erhalten hat. Damit verfügt das System über eine getestete und leicht bedienbare Grundlage. Die Bandbreite der integrierten Software reicht von einfachen Programmen für Kinder bis hin zu ausgewachsenen IDEs, die sich an Studierende richten. OpenSuse Edu Life bietet sowohl die Möglichkeit für einen Live-Test als auch für eine Installation auf einem Rechner. Sie finden die Distribution auf der Seite B der Heft-DVD in dieser Ausgabe.
Wer statt vollgestopften Alleskönnern oder aufgeblähter Massenware eine schlanke und flotte Distribution mit klarem Fokus sucht, der liegt mit Arch Linux 2011.08.19 genau richtig: Das Projekt widmet sich seit Jahren dem erklärten Ziel, Aufbau und Umfang der Distribution so übersichtlich wie möglich zu halten. Dabei brauchen Sie als Anwender nicht auf aktuelle Programme zu verzichten. Nach der ersten Installation finden Sie allerdings nur ein Minimalsystem vor, das Sie dann optimal auf Ihre Bedürfnisse abstimmen. Möchten Sie Arch Linux ausprobieren, so haben Sie die Möglichkeit, die Distribution direkt von der Seite B der Heft-DVD zu installieren. Weiterhin finden Sie auf dem Datenträger selbst noch die ISO-Images, mit denen Sie Installationsmedien für 32- und 64-Bit-Systeme erstellen.
Ein Klassiker geht in die nächste Runde: Knoppix 6.7 bringt neben den üblichen Updates aus Debian Stable und Testing eine Reihe grundlegender Neuerungen mit: So hat der Maintainer Klaus Knopper zum Beispiel Chromium in der Version 12.0.742.112 zum Standard-Browser erhoben. Der Grund für diese Änderung liegt im schnellen Seitenaufbau des Browsers. Allerdings sind aufgrund der strengen Sicherheitsrichtlinien, die Klaus Knopper an das System anlegt, einige Plugins deaktiviert. Das ändern Sie bei Bedarf leicht über die Einstellungen des Programms. Weiterhin bringt das System Kernel 2.6.39.3, X.org 7.6 sowie freie Nouveau-Treiber für Nvidia-Grafikkarten mit. Knoppix bietet sich in erster Linie als Live-System an, unterstützt aber auch die Installation auf eine Festplatte. Sie finden das System als bootfähige Version auf der beiliegenden Eco-Disk.




