Unter KDE kann es vorkommen, dass OpenOffice beziehungsweise LibreOffice ihre Texte „zerfranst“ oder unansehnlich auf dem Bildschirm anzeigen. Das ist beispielsweise direkt nach der Installation unter openSUSE 11.4 der Fall. Schuld sind falsche Einstellungen bei der Kantenglättung. Um sie zu beheben, ruft man zunächst die Systemeinstellungen auf, wechselt dort zum Punkt Erscheinungsbild von Anwendungen und weiter zum Bereich Schriftarten. Dort setzt man die Kantenglättung verwenden auf Aktiviert und klickt auf Einrichten …. Hier kreuzt man Sub-Pixel-Hinting verwenden an, wählt in der Ausklappliste rechts daneben RGB und als Hinting-Stil den Punkt Leicht. Mit OK schließt man das Fenster und bestätigt die Änderungen via Anwenden. Nach einem Neustart von Libre- respektive OpenOffice sollten diese in ihren Dokumente „glattere“ Texte anzeigen. Wem das Ergebnis immer noch nicht gefällt, kann mit verschiedenen Sub-Pixel-Hinting Einstellungen experimentieren. Weitere Informationen zum dahinterstehenden Mechanismus liefert beispielsweise die Wikipedia-Seite http://de.wikipedia.org/wiki/Hint.
Mit diesen Einstellungen erscheinen in Open- beziehungsweise LibreOffice die Schriftan auf dem Schirm glatter
Auf ein anderes Problem der Office-Pakete bin ich aufmerksam geworden, als ich einige TrueType-Schriften nachinstalliert hatte. In der Folge erschienen die Lineale und die Statusleiste plötzlich in einer komplett anderen Schriftart (in meinem Fall einer extrem fetten Arial-Abart). Der Grund liegt offenbar in einem Programmfehler: Sofern unter Extras | Optionen unter LibreOffice | Ansicht (respektive OpenOffice | Ansicht) der Punkt Systemschriftart für die Benutzeroberfläche verwenden abgehakt ist, verwendet Open- beziehungsweise LibreOffice in den Menüs und der Symbolleiste die vom System (in meinem Fall KDE) vorgegebene Schriftart – für die Lineale und Statusleiste ganz offensichtlich aber nicht. Um das Problem zu beheben, muss man zu Trick 17 greifen: Zunächst deaktiviert man den Punkt Systemschriftart für die Benutzeroberfläche verwenden. Anschließend wechselt man in den Bereich LibreOffice | Schriftarten (OpenOffice | Schriftarten) und setzt dort einen Haken vor Ersetzungstabelle anwenden. Unter Schriftart tippt man im Eingabefeld darunter Andale Sans UI ein – auch wenn diese Schriftart gar nicht im System installiert ist. Im Feld Ersetzen durch rechts daneben wählt man die derzeit vom System verwendete Schriftart – oder eine beliebige andere, die Open- beziehungsweise LibreOffice in seiner Benutzeroberfläche nutzen soll. Ein Klick auf den grünen Haken erstellt eine neue Ersetzungsregel. Abschließend hakt man noch das Kästchen unter Immer ab. Nach dem Schließen mit OK sollte Open- respektive LibreOffice in der kompletten Benutzeroberfläche die entsprechende Schriftart nutzen. Andale Sans UI ist übrigens die intern fest verdrahtete Schriftart, die die Büroprogramme nutzen, wenn nichts anderes vorgegeben ist. Da die Schrift standardmäßig in den meisten Linux-Distributionen fehlt, greifen die Office-Pakete auf irgendeine andere zurück – was unter Umständen eine extrem exotische sein kann.






Hallo Tim,
dein Tipp der Woche hat mir jetzt schon das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit geholfen und eine längere Suche in Foren erspart.
Danke und weiter so.
Gruß von Scholle1
Ich verwende nicht KDE sondern Gnome (mit Ubuntu Natty). Trotzdem habe ich Deinen Tipp für eine bessere Menüschriftart in LibreOffice versucht; leider ohne Erfolg. Ich habe als Schriftart in den generellen Einstellungen Tahoma Standard. Ob ich Tahoma oder Tahoma Standard als Ersetzungsschriftart in LibreOffice eingebe, die Menüschrift bleibt in LibreOffice anders (d.h. schlechter lesbar, auch etwas breiter) als in anderen Programmen wie zum Beispiel Firefox oder Nautilus.
hi Tim,
klappt 1A auf einem debian sid,
wäre ich nie drauf gekommen.
thx
schlingel