In Leipzig fand im Oktober die vierte Ubucon statt. Rund 250 Leute besuchten das dreitägige Treffen mit Workshops, Vorträgen, Kaffee und Clubmate. Ubuntu User war auch dort.
Er habe wohl nicht schnell genug ‘Nein’ gesagt, antwortet Martin Kaufmann auf die Frage, wie er zum Organisator der Leipziger Ubucon 2010 wurde. Wir stehen in der improvisierten Küche im Informatikgebäude der Uni Leipzig. Monitore im Treppenhaus kündigen die Veranstaltung an, in der Küche herrscht Hochbetrieb. Freiwillige wie der Leipziger Thoralf Schilde kochen Kaffee, schmieren reihenweise Brötchen und hoffen, dass die Clubmate-Kästen bald eintrudeln. Es ist der 15. Oktober 2010, erster Tag der Ubucon und das Wetter draußen ist – gelinde gesagt – mies. Es regnet permanent und in der Stadt versuchen sich einige Rechtsradikale an einer Demonstration, die jedoch schon am Bahnhof scheitert.
Die “Küche” ist der zentrale Anlaufpunkt während der dreitägigen Veranstaltung. Das Eintrittsgeld der Teilnehmer finanziert die Snacks, Brötchen und Getränke. Die Gebühr habe den positiven Nebeneffekt, dass die angemeldeten Leute auch wirklich kommen, erzählt Dirk Deimeke, Vorsitzender des Ubuntu Deutschland e.V. und Mitorganisator der Veranstaltung. Am letzten Tag wird er vor den Augen der Ubuntu-Fans eine Ubucon-Torte anschneiden (Abbildung 1) und vermuten, dass es “die größte Ubucon bis jetzt war”. Er wird Recht behalten. Laut Zählung kommen in den drei Tagen 253 Besucher nach Leipzig – neuer Rekord.

Abbildung 1: Dirk Deimeke schneidet am Schluss der Ubucon eine Torte an und verkündet einen neuen Besucherrekord.
Bis dahin finden in den modernen Uni-Räumen aber noch Dutzende von Vorträgen und Workshops statt. Denn die bilden den Mittelpunkt der Ubucon – neben der Kontaktpflege. Mitunter wird auch...
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