Diensten auf der Spur

Aus Ubuntu User 02/2011

Diensten auf der Spur

© Ioannis Kounadeas, Fotolia

Was läuft?

Welche Dienste laufen auf Ihrem System? Welche davon lauschen auf Besucher aus dem Internet/LAN? Müssen Web-, SSH- oder FTP-Server permanent auf einem Desktop oder Laptop laufen? Fragen über Fragen, wir suchen Antworten.

Auf einem Linux-Rechner laufen nicht nur Programme, die Sie als Benutzer bewusst über die Menüs oder Terminals starten. Viele Anwendungen erledigen ihre Aufgaben still und leise im Hintergrund, ohne dass Sie davon Wind bekommen. Sie räumen Log-Dateien auf (Logrotate), führen zu fixen Zeiten Befehle aus (Cron/Anacron) und mixen den Sound diverser Anwendungen (PulseAudio).

Bei diesen Diensten unterscheidet man zwischen rein lokalen Dienstprogrammen und Serverdiensten, die sich über das lokale Netzwerk oder gar das Internet ansprechen lassen. Lokale Dienste (im Englischen “Daemons”) wie Cron oder Logrotate arbeiten so gut wie auf jedem Linux-System. Einmal installiert und eingerichtet, werkeln sie ohne Ihr Eingreifen im Hintergrund.

Dagegen stehen Serverdienste wie der SSH-Daemon, Web- oder FTP-Server aber auch Multimedia-Server wie PulseAudio in direktem Kontakt mit anderen Rechnern oder Programmen im Netzwerk. Sicherheitstechnisch sollten Sie diese im Auge behalten. Grundlos laufende Server – eventuell noch mangelhaft konfiguriert – bieten Angreifern eine Angriffsfläche, zudem gelangen Ihre Daten mitunter ungewollt an die Öffentlichkeit.

Grundsätzlich steckt im Client-Server-Modell jedoch die Möglichkeit, Aufgaben und Dienste lokal oder über ein Netzwerk zu verteilen. Dabei fordert der Client meist über das Netzwerk eine Aufgabe an, während der Server diese erledigt und das Ergebnis zurückschickt. Solchen Serverdiensten wollen wir etwas auf den Grund gehen.

Was lauscht bei mir?

Serverdienste laufen nicht nur in Rechenzentren und lief...

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